VonAmy Walkerschließen
Als erster Chef eines Dax-Konzerns hat Volkswagen-Chef Oliver Blume am Wochenende gegen Rechtsextremismus demonstriert. In Wolfsburg setzen auch die Mitarbeitenden ein Zeichen.
Wolfsburg – Rund 7000 Menschen sind in Wolfsburg am Wochenende auf die Straße gegangen, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Mit dabei war diesmal auch der erste Chef eines Dax-Konzerns, Oliver Blume von Volkswagen, der auf der Bühne sprach und ein klares Zeichen setzte.
„In Deutschland gehen in diesen Wochen viele Menschen auf die Straße. Für unsere Demokratie, für Freiheit, für unsere Werte. Heute setzen wir hier in Wolfsburg für diese Werte dieses Zeichen“, sagte Blume. Auch die Vorsitzende des Betriebsrates bei Volkswagen, Daniela Cavallo, kam bei der Demo zu Wort, wo sie explizit die AfD kritisierte und deren Abschottungspolitik, das Arbeitsplätze bei Volkswagen gefährden würde.
„Volkswagen und Wolfsburg gehören zusammen“: Viele VW-Mitarbeiter auf der Demo
„Volkswagen ist ein Weltkonzern, wir sind in über 150 Länder der Welt unterwegs. Wir sind eine Familie und eine Familie funktioniert eben nur, wenn wir dort auch für unsere Werte einstehen“, sagte Blume im Interview mit dem NDR.
Auf der Demo gegen Rechts in Wolfsburg waren auch viele Menschen, die sich direkt oder indirekt mit Volkswagen verbunden sehen. Im Interview mit dem NDR sagte ein Demo-Teilnehmer: „Das ist ein wichtiges Zeichen. .... Volkswagen und Wolfsburg gehören zusammen. Wenn die Stadt etwas macht, dann ist es wichtig, dass der größte Arbeitgeber der Region auch ein Zeichen setzt. “
Hunderte Menschen gehen wieder auf die Straßen
„Wir sind international, nicht nur in der Belegschaft, sondern wir sind auch in der ganzen Welt vertreten. Deswegen müssen wir hier auch als Volkswagen Gesicht zeigen“, findet eine weitere Teilnehmerin. „Wir sind nichts in der Region ohne VW, das wissen wir. Aber VW ist auch nichts ohne die Vielfalt der Menschen, die hier herkommen und arbeiten“.
Nicht nur in Wolfsburg, sondern auch in ganz Deutschland sind erneut hunderte Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Laut Deutschlandfunk kamen in Essen 15.000 Menschen zusammen, auch in Magdeburg, Bochum, Hannover sowie in mehreren Gemeinden im Südwesten wurde demonstriert.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Arnulf Hettrich

