VonLisa Mayerhoferschließen
Festgeld- und Tagesgeldangebote bringen Sparern wieder Zinsen und damit bares Geld. Wer 500 Euro Rendite in nur einem Jahr will, muss allerdings erst eine stattliche Summe anlegen. Ein Überblick.
Berlin – Nach jahrelanger Durststrecke haben Millionen Sparer seit vergangenem Jahr erstmals wieder im größeren Stil von gestiegenen Zinsen profitiert. „Für die meisten deutschen Sparer war 2023 ein gutes Jahr“, sagt Oliver Maier vom Vergleichsportal Verivox. Allerdings scheint gerade fraglich, ob die Zinsen weiter steigen. Wer jetzt Geld – beispielsweise mit einem Festgeld-Angebot – anlegt, kann allerdings noch von Zinsen bis zu vier Prozent profitieren.
Festgeldzinsen wieder leicht rückläufig
Denn Sparerinnen und Sparer profitierten 2023 von der beispiellosen Serie von Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die hohe Inflation. Das Interesse der Kreditinstitute an Einlagen der Sparer wuchs wieder. Die Geldhäuser verdienen daran, dass sie mehr Zinsen für Kredite kassieren, als sie Sparern zahlen.
Inzwischen hat sich die Teuerung aber wieder abgeschwächt. Das hat Folgen für Tagesgeld und Festgeld. „Durch die sinkende Inflationsrate und die schwächelnde Konjunktur steigt der Druck auf die Währungshüter, die Leitzinsen schon im ersten Halbjahr 2024 erstmals zu senken. In ihren Festgeldkonditionen preisen die Banken das schon ein“, erläutert Maier. Nachdem es bis November nach oben gegangen sei, seien die Festgeldzinsen inzwischen wieder leicht rückläufig.
Festgeldkonto: Was ist der Unterschied zum Tagesgeld?
Es ergibt also Sinn, bei Interesse an einem Festgeldangebot bald zuzuschlagen. Auf einem Festgeldkonto wird Erspartes für einen bestimmten Zeitraum angelegt. Sparer können in dieser Zeit nicht über das Geld verfügen, deshalb sind die Zinsen in der Regel höher als beim Tagesgeld. Am Ende der Laufzeit fließt das angelegte Geld verzinst zurück.
Dabei unterscheiden sich die Festgeld-Angebote je nach Bank und ändern sich kontinuierlich. Es lohnt sich also, sich erst einmal bei einem Vergleichs- und Verbraucherportal schlau zu machen. Dann geht es auch um die Frage, wie viel Geld man überhaupt anlegen möchte bzw. kann, da man ja über einen bestimmten Zeitraum nicht auf das Festgeld zugreifen sollte.
500 Euro Zinsen: Wie viel man dafür investieren muss
Man kann aber auch bei einem einjährigen Festgeldangebot satte 500 Euro Zinsen erhalten – allerdings muss man dann mindestens 13.000 Euro investieren, wenn die Einlagensicherung in Deutschland stattfinden soll. Laut dem Vergleichsportal Verivox kann man dann bei dem einjährigen Festgeldangebot von Creditplus 3,85 Prozent Zinsen und über 500 Euro Rendite erhalten. Auch die Ziraat Bank bietet 3,85 Prozent. (Stand: 19. Januar! Angebote können sich schnell ändern)
Beim zweijährigem Festgeld hat die Oyak Anker Bank (nur Angebote mit Einlagensicherung in Deutschland, Stand: 19. Januar) mit ihrem Angebot die Nase vorn: Wer dort 6200 Euro über zwei Jahre parkt, erhält Zinsen von 4,10 Prozent und über 508 Euro Zinsen. Wer weniger als 5000 Euro investieren kann, muss sich mit dem dreijährigen Festgeld begnügen: Bei 4400 Euro über drei Jahre gibt es bei der Cronbank 3,85 Prozent Zinsen und mehr als 508 Euro Rendite.
Mit Material der dpa
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