Krankenkasse, Auszahlung und Co.

Weniger Rente, dafür aber früher: Was sich für Rentner im März ändert

  • schließen

Auch im März müssen sich Rentnerinnen und Rentner auf Änderungen einstellen. Ein Überblick zeigt, was in diesem Monat auf Ruheständler zukommt.

Berlin – Nicht nur zu Beginn des Jahres 2024 gab es an vielen Punkten neue Regelungen für Rentnerinnen und Rentner – wie etwa bei den Hinzuverdienstgrenzen und Steuern. Auch der März bringt einige Änderungen für Ruheständler mit sich – allerdings nicht nur erfreuliche. Ein Überblick.

Ab März gilt ein höherer Krankenkassenbeitrag für Rentner

Beginnen wir mit den schlechten Nachrichten: Im März müssen sich viele Rentner mit einer etwas kleineren Rente zufriedengeben – meist geht es um ein paar Euro weniger im Monat. Grund sind die steigenden Zusatzbeiträge bei vielen Krankenkassen. Erwerbstätige waren davon schon zu Jahresbeginn betroffen, bei Rentnern ist aber gesetzlich vorgeschrieben, dass sie erst zwei Monate später als alle anderen Versicherten den neuen Zusatzbeitrag zahlen müssen.

Die Deutsche Rentenversicherung überweist dann weniger Rente als gewohnt und schickt die geforderten Beiträge an die jeweilige Kasse weiter. Der Zusatzbeitrag kommt zum gesetzlich festgeschriebenen allgemeinen Beitragssatz dazu und kann von Kasse zu Kasse ganz unterschiedlich sein. Zwar legt das Bundesgesundheitsministerium aufgrund einer Expertenschätzung jeweils im Herbst den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für das kommende Jahr fest – für 2024 sind es 1,7 Prozent. Aber jede Krankenkasse kann selbst über die tatsächliche Höhe entscheiden. Einige Krankenkassen wie etwa die Techniker haben beispielsweise ihre Beiträge trotzdem nicht erhöht.

Zwei Rentner spielen Schach auf einer Parkbank. Auch im März müssen sich Rentnerinnen und Rentner auf Änderungen einstellen. (Symbolfoto)

Sie wissen nicht, ob Sie von den Erhöhungen betroffen sind? Kein Problem, wir haben in einem weiteren Artikel eine Liste der Krankenkassen mit steigenden Zusatzbeiträgen zusammengestellt.

Hinweis: Bei einer Erhöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Diese ermöglicht Ihnen, innerhalb eines Monats nach der Ankündigung der Erhöhung Ihre Krankenkasse zu wechseln.

Im März wird die Rente früher ausgezahlt

Der März bringt noch eine weitere Änderung mit sich, diesmal eine erfreulichere: Die Rente wird in diesem Monat etwas früher ausgezahlt also sonst – nämlich schon am Gründonnerstag, den 28. März. Das ist so früh, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Grund dafür sind die Osterfeiertage in diesem Jahr.

Denn die Renten werden immer am letzten Bankarbeitstag des Monats überwiesen. Nun fällt der Ostersonntag 2024 auf den 31. März, Ostersamstag ist demnach am 30. und Karfreitag am 29. März – alles Feiertage, an denen die Banken geschlossen haben. Demnach wird die Rente am Gründonnerstag, einem Arbeitstag, überwiesen.

Eine Ausnahme bilden die Renten, die vorschüssig ausgezahlt werden. Diese erhalten alle Rentnerinnen und Rentner, die bis März 2004 in den Ruhestand gegangen sind. Sie bekommen die Rente für den März schon am 29. Februar 2024. Aber alle Personen, die seit April 2004 in den Ruhestand gegangen sind bzw. noch gehen werden, erhalten ihre Rente immer zum Monatsende.

Endlich Gewissheit: Bekanntgabe der Rentenerhöhung geplant

Zudem wird im März endlich klar, wie hoch die Rentenerhöhung in diesem Jahr ausfallen wird. Dies will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in diesem Monat bekannt geben, denn bisher gibt es nur Schätzungen. Die Renten werden jährlich im Sommer unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung im Land angepasst.

Nach einer offiziellen Prognose sollen die Renten 2024 um 3,5 Prozent erhöht werden. Das geht aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung hervor. Es gibt aber auch Experten, wie der Wirtschaftswissenschaftler und Renten-Experte Peter Knöppel, die von mehr ausgehen. Er erwartet aufgrund der aktuellen Lohnsteigerungen eine „Mega-Rentenerhöhung“.

Rubriklistenbild: © Konstantin Kokoshkin / Imago Images

Kommentare