Twitter vs. Meta

„Wettbewerb ist okay, Betrügen ist es nicht“: Musk will Facebook-Konzern Meta verklagen

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Hat der Facebook-Konzern Meta Geschäftsgeheimnisse von Twitter genutzt, um eine neue App zu entwickeln? Das behauptet Twitter-Chef Elon Musk und will vor Gericht gehen.

San Francisco – Erst ein möglicher Käfigkampf, nun die Auseinandersetzung vor Gericht: Elon Musk soll planen, den Meta-Konzern von Mark Zuckerberg, zu dem unter anderem Facebook und Instagram gehören, zu verklagen. Die Online-Plattform Semafor veröffentlichte ein Schreiben des Twitter-Anwalts Alex Spiro an Zuckerberg. Spiro gibt an, Meta habe Geschäftsgeheimnisse und anderes geistiges Eigentum von Twitter unrechtmäßig genutzt. Meta hatte in der Nacht zu Donnerstag eine App namens Threads veröffentlicht, die in ihren Funktionen Twitter ähnelt.

Elon Musk will Meta-Chef Mark Zuckerberg wegen der neuen App Threads verklagen.

Ehemalige Twitter-Mitarbeitende sollen die App Threads entwickelt haben

Nach Darstellung des Anwalts habe Meta gezielt Ex-Angestellte von Twitter eingestellt, um sie dann mit der Entwicklung von Threads zu beauftragen. Dagegen äußerte sich der Meta-Sprecher Andy Stone gegenüber Semafor, dass niemand aus dem Threads-Entwicklerteam ein früherer Mitarbeiter von Twitter sei. Auch der Twitter-Chef selbst meldete sich zu Wort. Nachdem der Brief öffentlich geworden war, kommentierte Elon Musk auf seiner Plattform: „Wettbewerb ist okay, Betrügen ist es nicht“.

30 Millionen Anmeldungen: Threads-Veröffentlichung ein voller Erfolg

Threads ging in der Nacht zum Donnerstag in über 100 Ländern online. In Europa und Deutschland ist die App zunächst nicht verfügbar. Wann Threads hier erhältlich sein wird, steht bisher noch nicht fest.

Bereits nach dem ersten halben Tag soll die Plattform 30 Millionen Userinnen und User gehabt haben – schreibt Mark Zuckerberg. Um sich anzumelden, wird ein Instagram-Account benötigt.

Meta beschreibt die App als Programm, um „Text-Updates zu teilen und an öffentlichen Unterhaltungen teilzunehmen“. Jeder Post, sogenannte Threads, darf bis zu 500 Zeichen enthalten. Diese können Userinnen und User teilen, kommentieren, liken oder zitieren – wie auch bei Twitter. Ob das ausschlaggebend war, dass Spiro in seinem Brief von einer „Copycat“-App, also einer Nachahmer-App, sprach? Warten wir ab, wer als nächstes reagiert – egal ob per Tweet oder Thread.

Rubriklistenbild: © Saurabh Sirohiya/Imago

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