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Riester-Rente: Für diese Gruppen lohnt sie sich noch

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Die Riester Rente zählt zur privaten Altersvorsorge. Für bestimmte Personengruppen lohnt sich die umstrittene Rentenart noch.
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Trotz massiver Kritik gibt es noch immer Personengruppen, für welche die Riester-Rente eine sinnvolle Ergänzung zur Altersvorsorge darstellt. Wer profitiert noch?

Die Riester-Rente steht seit Jahren in der Kritik – zu Recht, wie viele Experten meinen. Doch aktuelle Zahlen der staatlichen Förderstelle zeichnen ein überraschend differenziertes Bild: Die Förderung kommt durchaus bei den richtigen Menschen an. Mehr als die Hälfte aller Geförderten sind Frauen, die meisten verdienen weniger als andere Arbeitnehmer. Das zeigt, trotz aller berechtigten Kritik erfüllt die Riester-Rente ihren ursprünglichen Zweck als Hilfe für diejenigen, die bei der Altersvorsorge benachteiligt sind.

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Wer kann riestern und wie viel muss man zahlen?

Grundsätzlich können alle Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, eine Riester-Rente abschließen.

Das gilt für:

  • Azubis
  • Studierende mit Nebenjob
  • Beamte
  • Arbeitslose
  • Selbständige (nur bei Einzahlung in gesetzliche Rentenversicherung)
  • Hausfrauen/-männer (nur wenn Partner Riester-Vertrag hat)

Die staatliche Förderung funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Jeder bekommt eine Grundzulage von 175 Euro pro Jahr geschenkt. Doch Familien mit Kindern erhalten deutlich mehr: Für jedes Kind (nach 2008 geboren) gibt es zusätzlich bis zu 300 Euro jährlich vom Staat dazu. Diese Kinderzulagen machen tatsächlich die Hälfte aller staatlichen Riester-Zahlungen aus.

Die Berechnung des Mindestbeitrags ist einfach: Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sie vier Prozent Ihres Bruttojahreseinkommens einzahlen – die staatlichen Zulagen sind dabei bereits eingerechnet.

Hier ein paar Beispiele:

SituationJahresgehaltZulagenEigenbeitragFörderquote
Single, ohne Kinder40.000 Euro175 Euro1.425 Euro11 %
Alleinerziehend, 1 Kind25.000 Euro475 Euro525 Euro47 %
Familie, 2 Kinder35.000 Euro775 Euro625 Euro55 %
Geringverdiener, 3 Kinder20.000 Euro1.075 Euro60 Euro95 %

Für wen sich Riester nicht lohnt

Nicht für jeden ist die Riester-Rente sinnvoll. Besonders Gutverdiener ohne Kinder fahren oft schlechter als mit anderen Anlageformen. Der Grund: Sie erhalten nur die geringe Grundzulage von 175 Euro, müssen aber hohe Beiträge zahlen und später die gesamte Rente versteuern. Zudem sind die Kosten vieler Riester-Verträge hoch und die Renditen niedrig.

Auch wer sehr flexibel bleiben möchte, sollte sich andere Optionen anschauen. Riester-Verträge sind langfristig angelegt und bei vorzeitiger Kündigung müssen alle Zulagen zurückgezahlt werden. Junge Menschen ohne Kinder, die noch nicht wissen, wie sich ihr Leben entwickelt, sind mit flexibleren Sparformen oft besser beraten.

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Riester als Baustein der Altersvorsorge

Die Riester-Rente sollte nie die einzige Form der Altersvorsorge sein, sondern nur ein Baustein von mehreren. Experten empfehlen das sogenannte Drei-Säulen-Modell: Die erste Säule ist die gesetzliche Rente, die zweite die betriebliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber und die dritte die private Vorsorge – zu der auch Riester gehört.

Wer riestert, kann diese Förderung gut mit anderen Vorsorgeformen kombinieren. Viele Arbeitnehmer haben zusätzlich eine Betriebsrente, in die der Chef Geld einzahlt. Darüber hinaus können Sie noch privat sparen – etwa mit einem ETF-Sparplan oder Festgeld. Wichtig ist, dass alle Bausteine zusammen später ausreichen, um Ihren Lebensstandard im Alter zu halten.

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Wer profitiert am meisten von der Riester Rente?

Einkommensschwache profitieren

Die Riester-Förderung ist darauf ausgelegt, Menschen mit geringem Einkommen besonders stark zu unterstützen. Das zeigt sich in den aktuellen Zahlen: Die meisten Geförderten gehören zu den unteren Einkommensgruppen. Während Gutverdiener mehrere Hundert Euro monatlich einzahlen müssen, um die volle staatliche Förderung zu erhalten, reichen Geringverdienern oft schon wenige Euro im Monat.

Diese Logik macht die Riester-Rente trotz aller Schwächen für bestimmte Gruppen weiterhin attraktiv. Wer wenig verdient und Kinder hat, kann mit der staatlichen Förderung ein Vielfaches seiner eigenen Einzahlungen erreichen. Das ursprüngliche Ziel des Gesetzgebers – Menschen mit geringen Einkommen beim Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge zu unterstützen – wird damit tatsächlich erreicht.

Mütter werden gefördert

Fast sechs von zehn Riester-Sparern sind weiblich – das ist kein Zufall. Frauen sind stärker von Altersarmut bedroht: Sie arbeiten häufiger in Teilzeit, verdienen oft weniger und unterbrechen ihre Berufstätigkeit für Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Dadurch sammeln sie weniger Rentenpunkte und haben später oft finanzielle Probleme im Alter.

Die Riester-Förderung kann hier helfen: Während Männer oft auf andere Formen der Altersvorsorge setzen können, bietet die staatliche Unterstützung gerade für Frauen mit geringeren Einkommen eine Möglichkeit, trotzdem nennenswerte Beträge für das Alter anzusparen. Besonders alleinerziehende Frauen ohne abgeschlossene Ausbildung, die ein hohes Armutsrisiko tragen, können von den staatlichen Zuschüssen profitieren.

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