Preisbremsen sollen verlängert werden

Gaspreise: Bundesnetzagentur-Chef warnt vor Kostensprüngen im Winter

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Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, fordert Verbraucher auf, weiterhin Gas zu sparen.
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Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, zeigt sich zwar mit Blick auf die Gasversorgung im Winter optimistisch. Doch er warnt auch vor steigenden Preisen.

München – Die nächste Heizperiode steht vor der Tür. Nicht nur Verbraucherschützer, auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, rät den Gaskundinnen und -kunden in Deutschland jetzt, den Anbieter zu wechseln, wenn es sich für sie lohnt.

Bundesnetzagentur-Chef: Gaspreise könnten sich in den Wintermonaten wieder verteuern

„Verbraucher sollten ihren Gasverbrauch und den Preis, den sie dafür zahlen, im Blick behalten. Beides können sie in aller Regel beeinflussen“, sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Derzeit könnten Kunden mit günstigen Tarifen „mehr als ein paar Euro sparen“, sagte Müller.

Denn die Gaspreise könnten sich in den Wintermonaten wieder verteuern, warnt der Bundesnetzagentur-Chef: „Natürlich reagieren die Preise auf Knappheit.“ Deshalb plädiere er auch dafür, an den Preisbremsen festzuhalten. Nach den bisherigen Beschlüssen würden die Preisbremsen für Strom und Gas zum Jahresende auslaufen.

Was die Gasversorgung angeht, sieht Müller Deutschland aber mit Blick auf den bevorstehenden Winter in einer günstigeren Situation als vor einem Jahr. „Wir sind schon optimistisch und wir sind besser vorbereitet als im Vorjahr“, sagte der Bundesnetzagentur-Chef. Er rief aber trotzdem dazu auf, Energie weiter sparsam zu nutzen. Auch für den kommenden Winter gelte: „Niemand soll frieren. Aber zugleich bleibt es wichtig, dass die Menschen sich genau überlegen, welcher Verbrauch sich einsparen lässt“, sagte Müller.

Auch Wirtschaftsweise warnt vor Preisexplosion im kommenden Winter

Auch die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hatte am Mittwoch vor einer erneuten Explosion der Energiepreise im kommenden Winter gewarnt und eine Verlängerung der Gas- und Strompreisbremsen gefordert. „Die Gaspreisbremse ist ein wichtiges Instrument, um die Menschen vor den Härten der Energiekrise zu schützen“, sagte Grimm der Düsseldorfer Rheinischen Post.

Falls die Länder, die immer noch von Russland beliefert würden, im Zuge der Entwicklungen des Kriegs in der Ukraine von der Gasversorgung durch Russland abgeschnitten würden, könnte es wieder zu heftigen Preisanstiegen kommen, warnte sie. Die Energiepreisbremsen sollten deshalb „als Versicherungsinstrument bis Ende April 2024 verlängert werden“, forderte Grimm.

Mit Material der dpa

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