Zum 1. Juli stellen viele Banken ihre Gebührenmodelle um. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist das der richtige Zeitpunkt, um das eigene Girokonto kritisch zu prüfen – und womöglich zu wechseln.
Gebühren steigen, Leistungen sinken
Ob monatliche Kontoführungsgebühr, Kosten für die EC-Karte oder Zusatzkosten beim Geldabheben: Immer mehr Banken drehen an der Gebührenschraube. Besonders Filialbanken erhöhen regelmäßig ihre Preise – während der Service gleichzeitig abnimmt. Die Nutzung am Schalter oder das persönliche Gespräch kostet oft extra.
Direktbanken hingegen bieten häufig kostenlose Kontomodelle an oder locken mit Startguthaben. Voraussetzung: digitale Affinität, denn hier läuft fast alles online oder per App.
Ist mein Konto noch zeitgemäß?
Ein Girokonto sollte zum Lebensstil passen: Wer überwiegend mobil bezahlt, keine Beratung benötigt und Wert auf schnelle Services legt, ist mit einem Online-Konto oft besser bedient. Wer hingegen regelmäßig Bargeld einzahlt oder Beratung vor Ort wünscht, zahlt bei Filialbanken für diese Extras – manchmal unnötig viel.
Ein Blick auf den Kontoauszug zeigt, wie hoch die laufenden Kosten tatsächlich sind. Wichtig: Auch vermeintlich „kostenlose“ Konten können an Bedingungen wie monatlichen Geldeingang oder Karteneinsatz geknüpft sein.
Kontowechsel: einfacher als gedacht
Der Wechsel zu einer anderen Bank ist heute kein bürokratischer Kraftakt mehr. Dank gesetzlicher Vorgaben übernehmen viele Banken den Großteil des Wechselservices – inklusive der Benachrichtigung an Arbeitgeber, Versicherungen oder Vermieter.
Eine Checkliste hilft:
- Kündigungsfrist beim alten Konto prüfen
- Neues Konto eröffnen und aktivieren
- Daueraufträge und Lastschriften übertragen lassen
- Altes Konto erst kündigen, wenn alles reibungslos läuft
Finanz-Apps wie Finanzguru oder Outbank können helfen, die regelmäßigen Abbuchungen zu identifizieren und bei der Umstellung zu unterstützen.
Fortunalista-Rat: Was Frauen beachten sollten
„Gerade Frauen teilen sich häufig noch Konten mit Partnern oder verwenden das gleiche Konto seit Ausbildungszeiten“, sagt Margarethe Honisch, Gründerin der Finanzplattform Fortunalista. „Dabei lohnt sich ein Blick auf neue Angebote – auch mit Blick auf die finanzielle Eigenständigkeit.“
Ein separates Konto für persönliche Ausgaben, Sparziele oder Investitionen schafft nicht nur Überblick, sondern auch Unabhängigkeit.
Content-Partnerschaft:
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden.
Fortunalista ist die Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt und unabhängig zu gestalten. Mit viel Erfahrung, praxisnahem Wissen und Angeboten wie dem Finanz-Coaching Fortunalista Bootcamp begleitet Fortunalista Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit.
Fazit:
Wer jetzt sein Girokonto prüft, kann dauerhaft sparen – oft mehrere hundert Euro pro Jahr. Und wer bewusst vergleicht, entdeckt vielleicht ein Konto, das nicht nur günstiger ist, sondern auch besser zum eigenen Leben passt. Ein Wechsel lohnt sich – spätestens dann, wenn die nächste Gebührenerhöhung im Postfach landet.
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