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Ein Investor übernimmt Teile des insolventen Maschinenbauers Matec. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter erhalten jedoch die Kündigung.
Köngen - Die Insolvenzwelle hat im vergangenen Jahr mehrere Maschinen- und Anlagenbauer ereilt, manche konnten inzwischen aber aus der Zahlungsunfähigkeit gerettet werden. Der traditionsreiche Maschinenbauer Illig aus Heilbronn hat beispielsweise einen Neustart geschafft, wenn auch mit deutlich verkleinerter Belegschaft. Ein ähnliches Schicksal trifft nun den Maschinen- und Anlagenbauer Matec mit Sitz in Köngen bei Stuttgart (Baden-Württemberg), der im November einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hatte.
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Wie die Kanzlei Schultze & Braun berichtet, hat Insolvenzverwalter Dietmar Haffa in einem schwierigen Marktumfeld einen Investor für das 1992 gegründete Unternehmen gefunden. Dabei handelt es sich laut der Mitteilung um das Münchner Family Office SFO. Als Family Office wird allgemein eine Gesellschaft bezeichnet, die das private Vermögen einer Eigentümerfamilie verwaltet. Der Knackpunkt ist allerdings, dass SFO nur Teile von Matec übernimmt und deshalb nicht alle Arbeitsplätze gerettet werden können.
Investor übernimmt Teile von Matec – 40 Mitarbeiter bleiben, 60 müssen gehen
In einer vorherigen Mitteilung der bundesweit tätigen Anwaltskanzlei hieß es, dass Dietmar Haffa und sein Team unmittelbar nach der Insolvenzanmeldung mit der Suche nach strategischen Partnern begonnen hatten. „Wir sprechen derzeit mit mehreren Interessenten für eine Übernahme, und unser Ziel ist, dass wir das Unternehmen und möglichst vieler Arbeitsplätze erhalten“, hatte der Insolvenzverwalter Anfang Februar erklärt. Durch den Einstieg des Investors SFO sollen das Servicegeschäft inklusive einiger damit verbundener Abteilungen und damit auch der Standort Köngen erhalten bleiben.
| Name | MATEC GmbH |
| Gründung | 1992 |
| Sitz | Köngen, Kreis Esslingen, Baden-Württemberg |
| Branche | Anlagenbau, Maschinenbau |
Durch diese Lösung können bei Matec in Köngen zudem 40 Arbeitsplätze bewahrt werden. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie derzeit ist das definitiv ein Erfolg“, betont Haffa in der aktuellen Mitteilung und erklärt, dass aufgrund der derzeitigen Lage kein Investor dazu bereit war, auch die Produktion und den Vertrieb zu übernehmen. „Das bedeutet, dass ich den betroffenen rund 60 Kolleginnen und Kollegen leider kündigen muss“, so der Insolvenzverwalter. „Denn eine eigenständige Fortführung dieser Bereiche ohne Investor ist aus wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Gründen nicht möglich.“
Betroffene Matec-Mitarbeiter sollen bei Suche nach neuem Arbeitsplatz unterstützt werden
Von den bei der Insolvenzanmeldung noch 100 Mitarbeitern des Maschinenbauers aus Baden-Württemberg müssen demnach mehr als die Hälfte gehen. „Das bedauere ich sehr, die Entscheidung ist aufgrund der anhaltenden Verluste in diesem Bereich aber alternativlos“, führt Dietmar Haffa aus. Die betroffenen Angestellten sollen laut der Mitteilung Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz erhalten, beispielsweise indem ein gekündigter Arbeitsvertrag auf Wunsch schneller beendet wird, um einen direkten Übergang zu ermöglichen.
Die Matec GmbH ist unter anderem auf CNC-Fahrständer-Bearbeitungszentren, Fräs-Drehzentren und Portalmaschinen spezialisiert, die in zentralen Industriezweigen wie dem Fahrzeugbau, dem Aerospace-Bereich oder auch der Kunststoff- und Verpackungsindustrie zum Einsatz kommen. Als Grund für die Insolvenzanmeldung im November wurden die Folgen der Corona-Pandemie, die steigenden Kosten sowie die zunehmende Investitionszurückhaltung genannt. Ein deutsches Tochterunternehmen des US-Elektroautobauers Tesla hatte jüngst Teile des insolventen Reutlinger Maschinenbauers Manz übernommen.
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