Auswirkung von Haushaltskrise

Bundesregierung will Ticketsteuer auf Passagierflüge erhöhen

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Die Bundesregierung will wegen der Haushaltskrise die Ticketsteuer auf Passagierflüge anheben. Damit ist die Einführung einer nationalen Kerosinsteuer vom Tisch.

Berlin – Schlechte Nachricht für zahlreiche Flugpassagiere: Wie ein Sprecher der Bundesregierung am Dienstag, dem 19. Dezember, mitteilte, plant die Ampel-Koalition wegen der Haushaltskrise, die Ticketsteuer auf Passagierflüge anzuheben. Die Luftverkehrsabgabe werde angepasst, so der Sprecher.

Regierung erhöht Ticketsteuer auf Passagierflüge: keine Kerosinsteuer

Laut Deutscher Presse-Agentur ist die mögliche Einführung einer nationalen Kerosinsteuer mit den Plänen zur Ticketsteuer vom Tisch. Im gewerblichen Luftverkehr eingesetztes Kerosin ist von der Energiesteuer befreit. In einem Papier des Wirtschaftsministeriums hatte es geheißen: „Unter anderem werden wir Kerosin im nationalen Luftverkehr zukünftig besteuern.“

Zu den Plänen der Ampel-Koalition sagte der Regierungssprecher: Die Luftverkehrsabgabe soll jährlich so angepasst werden, dass sie zusätzliche Einnahmen in Höhe der Privilegierung bei der Energiebesteuerung von Kerosin im nationalen Luftverkehr generiert. „Dies würde ab 2024 zu Mehreinnahmen von bis zu 580 Millionen Euro jährlich führen.“ Die Ticketsteuer gibt es in Deutschland seit 2011 und diente der Etatsanierung. Zahlen müssen die nach Flugstrecke gestaffelten Aufschläge die Fluggesellschaften. (fbu/dpa)

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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