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Der Liebherr-Konzern plant einer Mitteilung zufolge, Teile eines deutschen Standortes nach Bulgarien zu verlagern. Davon sind rund 350 Mitarbeiter betroffen.
Bad Schussenried - Auslandsverlagerungen sind aufgrund der hohen Kosten in Deutschland ein oft genutztes Mittel, um Kosten einzusparen. Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat sich beispielsweise gegen einen deutschen Standort entschieden und will stattdessen in Tschechien investieren. Der Liebherr-Konzern, der ursprünglich in Kirchdorf an der Iller (Baden-Württemberg) gegründet wurde und seinen Sitz heute in Bulle (Schweiz) hat, hat in einer Mitteilung ähnliche Pläne angekündigt. Konkret sollen Teile des Liebherr-Mischtechnik-Standorts im baden-württembergischen Bad Schussenried nach Bulgarien verlagert werden.
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Liebherr-Mischtechnik will Teile des Standorts Bad Schussenried nach Bulgarien verlagern
Als Grund für die geplante Verlagerung gibt die Geschäftsführung der Liebherr-Mischtechnik GmbH den hohen Kostendruck an. Während Konkurrenten Fahrmischer und Mischanlagen bereits im kostengünstigen Ausland produzieren, habe man selbst bislang am Standort Bad Schussenried festgehalten. „Wir stehen im Markt unter einem enorm zunehmenden Wettbewerbs- und Kostendruck“, heißt es in der Mitteilung. Die Baukrise hat die Situation noch weiter verschärft, weshalb auch Liebherr reagieren muss. Deshalb sollen Teile der Produktion, der Entwicklung sowie der produktionsbegleitenden Tätigkeiten und Administrationsaufgabe von Bad Schussenried nach Plovdiv (Bulgarien) verlagert werden.
| Name | Liebherr-International S.A. |
| Gründung | 1949 in Kirchheim an der Iller, Baden-Württemberg |
| Sitz | Bulle, Kanton Freiburg, Schweiz |
| Branche | diverse (Maschinenbau, Fahrzeugbau, Haushaltsgeräte und weitere) |
| Mitarbeiter | 51.321 |
| Umsatz | 12,6 Milliarden Euro |
Das Produktprogramm der Liebherr-Mischtechnik GmbH umfasst die Herstellung von robusten Fahrmischern, innovativen Mischanlagen und leistungsstarken Betonpumpen. Künftig soll sich der Fokus in Bad Schussenried vor allem auf die Betonpumpen, sowie den dort ebenfalls angesiedelten Bereich der Messtechnik fokussieren, während die Mischanlangen und Fahrmischer ausgelagert werden. Die Liebherr Concrete Technology Marica EOOD in Plovdiv stellt selbst Fahrmischer her und produziert bislang auch Vorbauten für den Standort Bad Schussenried. Künftig soll der Bereich offenbar in Bulgarien konzentriert werden.
Liebherr will von Verlagerung betroffene Stellen bis 2028 sozial verträglich abbauen
Von der Verlagerung, die Stufenweise bis 2028 erfolgen soll, sind nach Unternehmensangaben rund 350 Mitarbeiter in Bad Schussenried betroffen. Liebherr will die Stellen bis dahin sozial verträglich abbauen und ist bereits in Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Im vergangenen Jahr mussten auch andere Liebherr-Standorte in Baden-Württemberg aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage Maßnahmen ergreifen. Am großen Produktionsstandort Biberach an der Riß waren rund 1.000 Mitarbeiter über mehrere Monate in Kurzarbeit, und auch am nahen Hausgerätestandort Ochsenhausen hatte das Unternehmen im November erneut Kurzarbeit angemeldet.
Rubriklistenbild: © Liebherr-Mischtechnik GmbH

