Deutliche Steigerung

Dieses deutsche Unternehmen ist einer der wertvollsten Börsenkonzerne der Welt

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Die Liste der wertvollsten Börsenkonzerne der Welt wird von US-Unternehmen dominiert, doch auch ein Unternehmen aus Baden-Württemberg gehört zu der illustren Runde.

Walldorf - In Deutschland gibt es zwar einige bekannte DAX-Konzerne, darunter beispielsweise die Autobauer Mercedes-Benz und BMW, mit den Werten von US-Unternehmen wie Microsoft oder Apple können die heimischen Firmen aber nicht im Entferntesten mithalten. Einer aktuellen Auswertung der 100 wertvollsten Börsenkonzerne der Welt durch die Wirtschaftsprüfgesellschaft Ernst & Young (EY) zufolge landet sogar kein einziges europäisches Unternehmen in den Top 10. Dennoch haben es drei Firmen aus Deutschland in die Liste geschafft, das mit Abstand wertvollste hat seinen Sitz in Baden-Württemberg.

Die zehn größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) ist mit weltweit rund 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Christian Johner/dpa
Das Logo des Technikkonzerns Bosch vor der Konzernzentrale
Technologiekonzern Bosch beschäftigt weltweit mehr als 420.000 Mitarbeiter.  © Inga Kjer/dpa
Beschilderung in der Zentrale der Mercedes-Benz Group AG in Stuttgart-Untertürkheim.
Beim Stuttgarter Autokonzern Mercedes-Benz sind mehr als 172.000 Mitarbeiter angestellt. © Corporate Communication (MS/CC)
Drei Fahnen mit dem Logo der ZF Friedrichshafen AG wehen vor dem Forum und der Verwaltungszentrale des Konzerns.
Autozulieferer ZF Friedrichshafen beschäftigt rund 164.000 Mitarbeiter weltweit.  © Felix Kästle/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
SAP ist das größte europäische Softwareunternehmen und hat rund 112.000 Angestellte.  © Uwe Anspach/dpa
Martin Daum, der Vorstandsvorsitzende des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck, steht vor der Firmenzentrale bei Stuttgart vor einem eActros Lastwagen.
Daimler Truck hat fast 105.000 Mitarbeiter und gilt als Weltmarktführer im Bereich der Nutzfahrzeuge.  © Bernd Weißbrod/dpa
Eine Mitarbeiterin des Handelskonzerns Würth trägt in einem Gang eines Hochregallagers eine Palette auf einem Gabelstapler.
Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer im Bereich Befestigungs- und Montagetechnik und beschäftigt mehr als 85.600 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen
Mahle ist mit rund 71.620 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer Deutschlands.  © Marijan Murat/dpa
Die Firmenzentrale der Drogeriemarktkette dm in Karlsruhe.
dm ist der größte Drogeriekonzern Deutschlands und beschäftigt rund 66.000 Mitarbeiter. © Uli Deck/dpa
Ein Schild mit dem Schriftzug "Freudenberg" hängt in Weinheim an einem Bürogebäude des Technologiekonzerns Freudenberg.
Mischkonzern Freudenberg ist gleich in mehreren wichtigen Branchen tätig und beschäftigt fast 51.500 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa

Dass Börsenwerte stark schwanken können, zeigt sich gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise mehr als deutlich. Als mit Abstand wertvollstes deutsches Unternehmen gilt allerdings seit langem ein IT-Konzern aus Baden-Württemberg, was auch in der aktuellen EY-Auswertung deutlich wird. Auf dem 32. Platz der 100 wertvollsten Börsenkonzerne der Welt landet nämlich die SAP mit Sitz in Walldorf und liegt damit deutlich vor den beiden anderen deutschen Konzernen in der Liste.

Softwarekonzern SAP konnte Börsenwert noch deutlich steigern

Der Softwarekonzern SAP ist weltweit vor allem für die gleichnamige Softwareanwendung bekannt, einem integrierten betriebswirtschaftlichen Standortsoftwarepaket. Seit einigen Jahren betätigt sich das Unternehmen aber auch in verwandten Bereichen wie dem Finanzbereich und dem Datawarehousing. Während aktuell viele große Unternehmen aufgrund von wirtschaftlichen Problemen Sparmaßnahmen vorantreiben, hatte SAP im vergangenen Jahr aufgrund einer Neuausrichtung den Abbau von 9.000 bis 10.000 weltweit angekündigt. Zudem sorgte eine Homeoffice-Regelung für Aufregung, dem Börsenwert hat das alles aber keinen Abbruch getan – ganz im Gegenteil.

Name SAP SE
Gründung April 1972
Hauptsitz Walldorf, Baden-Württemberg
Branche Software
CEOChristian Klein
Mitarbeiter 107.602 weltweit, davon 25.300 in Deutschland (2023)
Umsatz 31,2 Milliarden Euro (2023)

Im vergangenen Jahr wurde der Börsenwert der SAP noch mit rund 177 Milliarden Euro angegeben; in einer Pressemitteilung von EY zur aktuellen Auswertung dagegen mit 285 Milliarden US-Dollar, also etwa 277 Milliarden Euro. Zudem hat sich der Softwarekonzern aus Baden-Württemberg von Rang 62 (Ende 2023) auf Platz 32 gekämpft und liegt damit nicht nur im oberen Drittel der Liste, sondern auch nur wenige Plätze hinter den wertvollsten Börsenkonzernen aus Europa. Diese sind das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk (Rang 24) und der französische Luxuskonzern LVMH (Rang 28).

SAP ist an Börse wertvoller als die vier großen deutschen Autokonzerne zusammen

Neben der SAP aus Walldorf sind in der Liste der 100 wertvollsten Börsenkonzerne der Welt nur noch zwei weitere deutsche Unternehmen vertreten: der Technologiekonzern Siemens (Rang 94) und die Deutsche Telekom (Rang 98). Besonders bemerkbar macht sich an der Börse die aktuelle Krise der Automobilindustrie, da sich die großen deutschen Autobauer Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW und selbst Porsche laut EY noch nicht mal mehr in der Liste der 300 wertvollsten Börsenkonzerne wiederfinden. Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche ist seit 2022 an der Börse notiert.

Das wertvollste Unternehmen Deutschlands, SAP, hat seinen Sitz in Walldorf (Baden-Württemberg).

Die SAP ist laut EY alleine rund 38 Prozent wertvoller als die vier Autokonzerne zusammen. Allerdings haben die Software- und IT-Unternehmen weltweit derzeit deutlich mehr zu lachen, was sich in den oberen Rängen der Liste bemerkbar macht. Dort sind, wie zu erwarten, nämlich Apple, Microsoft und Nvidia zu finden. „Nach wie vor bewegt vor allem das Thema Künstliche Intelligenz die Börsen und treibt die Wertentwicklung von Technologieunternehmen weltweit an“, erklärt Henrik Ahlers, Geschäftsführer von EY in der Mitteilung.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Schoening

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