Zwölf Filialen betroffen

Bekannter Modehändler stellt Insolvenzantrag: So soll es mit Wormland weitergehen

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Der bekannte Modehändler Wormland hat einen Insolvenzantrag gestellt. (Symbolfoto)
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Das Jahr 2024 startet mit zwei Insolvenzanträgen binnen weniger Tage. Neben Galeria Karstadt Kaufhof ist auch die Modekette Wormland betroffen.

Hannover – Wird es bald noch leerer in den deutschen Innenstädten? Der Modehändler Wormland mit Sitz in Hannover hat einen Insolvenzantrag im Schutzschirmverfahren gestellt.

Die Modekette Wormland betreibt Filialen in diesen deutschen Städten:

  • Berlin
  • Bremen
  • Bochum
  • Dortmund
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • Hannover
  • München
  • Nürnberg
  • Oberhausen

Modehändler stellt Insolvenzantrag: So soll es mit Wormland weiter gehen

Wie die Modekette Wormland mitteilte, sollen die insgesamt zwölf Filialen weiterhin geöffnet bleiben. Auch die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zunächst aufatmen. Laut dem Unternehmen seien deren Gehälter für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. Zudem bleibt die Geschäftsführung des Unternehmens gleich.

Der Grund für das Insolvenzverfahren soll den Angaben zufolge die hohe Inflation sein und die daraus entstandene schwächere Kaufkraft der Konsumentinnen und Konsumenten. Von der inflationsbedingten Kostensteigerungen sind demnach vor allem die Bereiche Miete, Energie, Logistik und Personal betroffen. Der erzielte Umsatz 2023 lag zwar trotz der rückläufigen Kundenfrequenz leicht über dem Vorjahr, hätte aber die Kosten nicht ausgleichen können.

Zwei Modeketten stellen Insolvenzantrag: Finanzprobleme bei Galeria Karstadt Kaufhof

Im 1935 gründete Theo Wormland das Unternehmen in Hannover und galt als „Avantgardist der Herrenmode“. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Filialen dazu. Der Abschluss des Schutzschirmverfahrens ist für den Sommer 2024 geplant.

Ebenfalls in dieser Woche hat die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof einen Insolvenzantrag gestellt. Sie ist infolge der Finanzprobleme des österreichischen Mutterkonzerns Signa erneut pleite. Ein Insolvenzantrag sei am Dienstag beim Amtsgericht Essen eingereicht worden, erklärte das Unternehmen. Demnach strebt Galeria einen Eigentümerwechsel an, um sich „aus den durch Signa gesetzten Rahmenbedingungen“ zu befreien.

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