Folge des Preiskampfes

Tesla plant offenbar Entlassungen in großem Stil

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Bei Tesla könnte es zu Entlassungen kommen. Die Manager wurden aufgefordert, die Mitarbeiter in ihren Teams zu beurteilen.

Austin - Die Verbraucher kaufen weniger Elektroautos. Um die Nachfrage dennoch aufrechtzuerhalten, setzen die Hersteller auf Preissenkungen. Die Folge ist ein harter Preiskampf. Arne Joswig, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), rechnet mit einer großen Rabattschlacht. Die Lage scheint so ernst, dass Carlos Tavares, Chef von Stellantis, zu dem Marken wie Opel, Fiat oder Chrysler gehören, sogar vor einem „Blutbad“ unter den Herstellern gewarnt hat.

Tesla plant angeblich Entlassungen: Preissenkungen sollen Absatz ankurbeln

Einer der Treiber für Preissenkungen ist Tesla. Nach einer Analyse des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist der Durchschnittspreis eines Tesla-Fahrzeugs bereits im vergangenen Jahr von 52.000 auf 45.200 Dollar gesunken. Dennoch verfehlte der Elektroautohersteller im abgelaufenen Quartal die Erwartungen der Börse.

Ein Absatzziel für dieses Jahr gibt es nicht. Tesla-Chef Elon Musk räumte aber ein, dass die Auslieferungen deutlich langsamer wachsen werden. Kein Wunder daher, dass es mit den Preissenkungen weitergeht. Eine Untersuchung des ADAC zeigt, dass das Model Y um zwischen 1900 und 5000 Euro (Stand 2. Februar) günstiger angeboten wird als Ende letzten Jahres.

Bei Tesla scheinen Entlassungen anzustehen.

Tesla plant angeblich Entlassungen: Teil der Kostensenkungsbemühungen

Auch dank fortschrittlicher Produktionsverfahren kann Tesla die Preissenkungen gut verkraften. Dennoch leidet die Marge. Als möglichen Teil der anhaltenden Kostensenkungsbemühungen bereitet sich Tesla jetzt offenbar auf Entlassungen vor. Dies geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor.

Demnach habe das Management Führungskräfte des Unternehmens befragt, welche Mitarbeiter in welchen Positionen entscheidend seien. Außerdem sollen sie kritische Mitarbeiter identifizieren. Zuvor hatte Tesla bereits die halbjährlichen Leistungsbeurteilungen einiger Mitarbeiter gestrichen. Zwar sei es noch nicht offiziell, doch die strategische Positionierung der Beschäftigten deute auf bevorstehende Entlassungen bei dem Unternehmen hin.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Tesla plant angeblich Entlassungen: Zahl der Neueinstellungen stark rückläufig

Tesla beschäftigte im Jahr 2022 127.855 Mitarbeiter, wie aus Unterlagen hervorgeht, die bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurden. Das waren 29.000 mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2023 ging die Zahl der Neueinstellungen stark zurück. Ende letzten Jahres waren es mit 140.473 Mitarbeitern nur noch rund 13.000 mehr.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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