Tabelle gibt Auskunft

Rente und Steuern: Ab diesem Betrag müssen Rentner zahlen – Merz plant Änderung

  • schließen

In Deutschland beziehen 22 Millionen Menschen eine Rente. Diese Gruppe muss auch Steuern zahlen. Es gibt aber eine Freigrenze.

Berlin – In den kommenden Wochen erhalten die 22 Millionen Rentner und Rentnerinnen im Land mal wieder Post von der Deutschen Rentenversicherung: Diesmal geht es um die Rentenerhöhung 2025, die wie jedes Jahr ab 1. Juli greifen soll. Dieses Mal steigt die Rente um 3,74 Prozent und damit erneut mehr als die Inflationsrate.

Rentner müssen Steuern zahlen: So berechnet sich der Freibetrag auf die Rente

Mit der Rentenerhöhung wechseln jedes Jahr auch einige Rentenbeziehende in die steuerpflichtige Zone. Wer 2025 mehr als 12.096 Euro im Jahr verdient, muss eine Steuererklärung abgeben und gilt grundsätzlich als steuerpflichtig. Allerdings ist das nicht bei Rentnern und Rentnerinnen so. Sie haben auch oberhalb des Grundfreibetrags noch eine Freigrenze. Bei Rentnern und Rentnerinnen kommt es auf das Jahr des Renteneintritts an, wie viel man tatsächlich versteuern muss.

Wer also 2020 in Rente gegangen ist, muss auf 80 Prozent der Rente Steuern zahlen; für 20 Prozent gilt einen Freibetrag. Erst für Rentenbeziehende ab 2058 wird 100 Prozent der Rente versteuert. Der Rentenfreibetrag wird nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung für jeden Rentnerjahrgang berechnet und verändert sich nicht – also auch nicht durch die Rentenerhöhung.

Rentner aufgepasst: Das sind die besten Länder für die Rente

Strand am Tayrona National Natural Park, Kolumbien.
Kolumbien hat es auf Platz 10 des Rankings von International Living geschafft. Das südamerikanische Land punktet demnach mit schönen Stränden und Natur, niedrigen Lebenshaltungskosten und einfachen Einreisebestimmungen. Allerdings sollten Auswanderungswillige auch die Sicherheitsrisiken dort beachten.  © robertharding/Imago
Mont-Saint-Michel in der Normandie: Unser Nachbarland hat nicht nur ein gutes Transport- und Gesundheitssystem, sondern auch schöne Städte und Natur zu bieten.
„Leben wie Gott in Frankreich“ ist nicht umsonst ein Sprichwort: Unser Nachbarland auf Platz 9 hat nicht nur ein gutes Transport- und Gesundheitssystem, sondern auch schöne Städte und Natur zu bieten. © robertharding/Imago
Die Insel Langkawi in Malaysia: Das südostasiatische Land ist im GRI-Ranking ein Newcomer.
Malaysia ist im GRI-Ranking ein Newcomer. Das multikulturelle südostasiatische Land bietet Auswanderungswilligen laut International Living große Gastfreundlichkeit, niedrige Lebenshaltungskosten und ein warmes tropisches Klima, das aber manchen Ruheständlern auch zu viel sein könnte. © Addictive Stock/Imago/Gabriel Trujillo
Thassos: Platz sieben im Ranking belegt Griechenland.
Platz sieben im Ranking belegt Griechenland. Das europäische Land überzeugt demnach nicht nur mit seiner Schönheit und dem milden Klima, sondern auch mit einem guten Gesundheitssystem und niedrigeren Lebenshaltungskosten. © robertharding/Imago/Frank Fell
Wandern am Illiniza Norte Volcano: Platz sechs belegt im Ranking des Magazins Ecuador – wohl auch wegen seiner Nähe zu den USA.
Platz sechs belegt im Ranking des Magazins Ecuador – wohl auch wegen seiner Nähe zu den USA. Das südamerikanische Land bietet ein mildes Klima, atemberaubende Natur und niedrige Lebenshaltungskosten. Doch wegen der aktuellen unruhigen politischen Situation rät das Magazin Auswanderungswilligen dazu, erstmal abzuwarten. © VWPics/ Matthew Williams-Ellis/Imago
Strand in Port de Soller, Mallorca: In einem Ranking über Ruhestandsparadiese darf natürlich Spanien nicht fehlen.
In einem Ranking über Ruhestandsparadiese darf natürlich Spanien nicht fehlen. Viele Sonnentage mit einem milden Klima gepaart mit einem guten Gesundheitssystem und einem großen kulturellen Angebot: Das südeuropäische Land auf Platz 5 erfreut sich schon länger bei auswanderungswilligen Senioren großer Beliebtheit. © Zoonar.com/Volker Rauch/Imago
Strand in Panama: Karibische Strände, mildes Klima und Steuervergünstigungen sprechen laut International Living für das zentralamerikanische Land.
Oh wie schön ist Panama: Karibische Strände, mildes Klima und Steuervergünstigungen sprechen laut International Living für das zentralamerikanische Land.  © Panthermedia/lesniewski/Imago
Strand in Tulum, Mexiko: Überzeugt haben International Living neben der Schönheit des Landes die niedrigen Lebenshaltungskosten
Auf dem Siegertreppchen im Ranking ist Mexiko mit Platz 3 gelandet. Überzeugt haben International Living neben der Schönheit des Landes die niedrigen Lebenshaltungskosten – auch im Gesundheits- und Immobilienbereich.  © Zoonar.com/Loes Kieboom/Imago
Machico in Madeira: Schon länger kein Geheimtipp mehr ist das schöne Portugal, das es im Ranking auf Platz 2 geschafft hat.
Schon länger kein Geheimtipp mehr ist das schöne Portugal, das es im Ranking auf Platz 2 geschafft hat. Rund 800.000 Auswanderer hat es mittlerweile nach Portugal gezogen, berichtet International Living. Das Land an der europäischen Atlantikküste punktet mit Sicherheit, guter Gesundheitsversorgung und einem milden Klima. © Zoonar.com/Mjucha/Imago
Strand in Costa Rica: Das Land gilt als „Schweiz Mittelamerikas“ – es ist sicher und stabil.
Auf Platz eins landet Costa Rica. Das Land gilt als „Schweiz Mittelamerikas“ – es ist sicher und stabil. Zudem überzeugen International Living die niedrigen Lebenshaltungskosten, schöne Natur und Strände sowie die „gute Lebensqualität“. Costa Rica bemüht sich zudem aktiv mit Steuervergünstigungen um Senioren. © YAY Images/xajnx 6025/Imago

Der Rentenfreibetrag wird zum Grundfreibetrag hinzugerechnet, also: Wer beispielsweise einen Rentenfreibetrag von 6000 Euro hat, rechnet dies zusätzlich zum Grundfreibetrag hinzu, also 12.096 + 6000 Euro = 18.096 Euro.

Tabelle: Ab diesen Betrag müssen Rentner Steuern zahlen

Das Portal Finanztip hat für jede Rentnergeneration seit 2005 errechnet, ab welchem Betrag Rentner und Rentnerinnen Steuern zahlen müssen. Daraus ergibt sich folgende Tabelle:

RentenbeginnFreibetrag WestenFreibetrag Osten
200522.034 Euro20.573 Euro
200621.560 Euro20.208 Euro
200721.164 Euro19.899 Euro
200820.872 Euro19.710 Euro
200920.520 Euro19.468 Euro
201020.107 Euro19.138 Euro
201119.797 Euro 18.891 Euro
201219.455 Euro18.713 Euro
201319.099 Euro18.532 Euro
201418.808 Euro18.316 Euro
201518.593 Euro18.184 Euro
201618.355 Euro18.058 Euro
201718.077 Euro17.848 Euro
201817.822 Euro17.630 Euro
201917.558 Euro17.413 Euro
202017.213 Euro17.113 Euro
202117.112 Euro17.043 Euro
202217.086 Euro17.059 Euro
202317.149 Euro17.149 Euro
202417.196 Euro17.196 Euro
202517.148 Euro17.148 Euro

Wer mehr als diesen ausgewiesenen Betrag im Jahr als Einkommen hat, muss potenziell Steuern zahlen. Beim Ausfüllen der Steuererklärung werden wie bei jeder Person dann andere steuermindernde Ausgaben hinzugefügt, zum Beispiel Werbungskosten. Für einen persönlich kann es also sehr gut sein, dass man mehr als diesen Betrag im Jahr einnimmt, aber trotzdem keine Steuern zahlen muss.

Die Steuererklärung muss in jedem Fall abgegeben werden. Allerdings könnte sich das in Zukunft ändern: Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) hat sich vorgenommen, eine Quellensteuer auf Renten einzuführen. Dadurch sollen Rentner und Rentnerinnen von der Abgabe einer Steuererklärung befreit werden. Im Gegenzug würde die Deutsche Rentenversicherung automatisch eine Steuer von der Rente abziehen, genauso wie bei Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen. Um das Geld zurückzubekommen, müsste eine Steuererklärung trotzdem abgegeben werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar/Iuliia Zavalishina

Kommentare