Oberklasse-Modelle

Tesla: Nächster Schlag im Absatzrennen – Preise für Elektroautos sinken massiv

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Erneut macht Tesla seine Elektroauto-Modelle günstiger. Der US-Autobauer reduziert in Deutschland die Angebote um mehrere Tausend Euro und setzt die Konkurrenz damit weiter unter Druck. 

Austin/München – In einem Markt voll mit hochpreisigen Modellangeboten sorgt der E-Auto-Pionier mit einer außergewöhnlichen, für die Konkurrenz erschreckenden Taktik für Aufsehen: Tesla vollzieht 2023 massive Preissenkungen und reduzierte bereits mehrfach in sämtlichen bedeutenden Absatzregionen die Anschaffungskosten für Neuwagen.

In Deutschland und manch anderen Ländern ist dies nun neuerlich vonstatten gegangen. Das Unternehmen von Elon Musk hat hierzulande die Preise für die Modelle Tesla Model S und Model X um mehrere Tausend Euro herabgesetzt, nachdem vor einigen Monaten bereits sämtliche Baureihen deutlich günstiger geworden sind.

Tesla senkt Preise für Oberklasse-Modelle Model S und Model X

Das Oberklasse Model S wird im Tesla-Konfigurator nun mit Preisen ab 94.990 Euro angepriesen, statt vormals 102.990 Euro. Bei der High-Performance-Variante Plaid ist der Basispreis sogar von 127.990 Euro auf 109.990 Euro gefallen – ein Minus von satten 18.000 Euro! Dementsprechend sind auch die Preise für das SUV-Pendant Model X in die Tiefe gerauscht, von vormals 110.990 Euro auf 99.990 Euro sowie 114.990 Euro statt 130.990 Euro für das sportliche Plaid-Modell mit Allradantrieb. Freilich ändert das nichts daran, dass die benannten Modellreihen vom BAFA-Umweltbonus ausgenommen sind, angesichts des Überschreitens der Nettolistenpreis-Grenze (65.000 Euro).

Tesla-Elektroautos auf einem Firmenparkplatz: Elon Musk dreht 2023 an der Preisschraube.

Als Grund für die Preisoffensive erklärte Elon Musk unlängst, dass die Preissenkungen durch Optimierungen bei der Entwicklung und Produktion möglich seien, dazu käme eine Stabilisierung der Lieferketten. Außerdem ist die „Transformation von kostenintensiven Kleinserien zu günstigeren Modellen der Massenserie“ abgeschlossen, so die Worte des Tech-Pioniers. Dafür nimmt der Firmenchef auch eine Schwächung der Rentabilität in Kauf, wie ein Vergleich mit anderen Autobauern zeigt.

Tesla bringt Elektroauto-Konkurrenz mit Preissenkungen ins Schwitzen

Tesla vollzieht die neue Runde im Preiskampf nicht nur in Deutschland: Auch aus China und den Vereinigten Staaten gibt es übereinstimmende Medienberichte, dass der US-Autobauer seine Premiummodelle zwischen zehn und teilweise 20 Prozent günstiger gemacht hat. Das verschärft den Wettbewerb zusätzlich und setzt auch deutsche Autohersteller wie den VW-Konzern, BMW und Mercedes unter Druck.

E-Wagen der Extraklasse: Zehn Luxusautos, die mit Strom fahren

Der Elektro-Sportwagen Rimac Nevera fährt auf einer Straße.
Rimac Nevera: Für viele sind Sportwagen der Inbegriff von Luxus. Beim Rimac Nevera dürfte das außer Frage stehen. Lediglich 150 Exemplare des Elektroautos sollen gebaut werden. Kolportierter Kostenpunkt: zwei Millionen Euro. Netto. Dafür gibt es aber auch 1.914 PS, vier Elektro-Motoren und eine Reichweite von bis zu 550 Kilometern. Den Sprint von null auf 100 legt der Sportwagen in sagenhaften 1,85 Sekunden zurück. © Rimac
Das Luxus-Elektroauto Audi e-tron GT
Audi e-tron GT: Auch der Ingolstädter vereint Sport und Luxus. In der Basisvariante sorgen 476 PS für viel Vortrieb. Wer sich für die RS-Version entscheidet, darf sich auf 598 PS freuen. Je nach Modell sind Reichweiten von 472 bzw. 487 Kilometer möglich. Preislich geht es bei rund 104.000 Euro los. Der RS e-tron GT schlägt mit mindestens 142.500 Euro zu Buche. © Audi
Das Luxus-Elektroauto Porsche Taycan.
Porsche Taycan: Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, technisch ist der Luxus-Stromer eng verwandt mit dem Audi e-tron. Beide nutzen die gleiche Plattform und teilen auch so viele Bauteile. Allerdings hat der Zuffenhausener etwas mehr Leistung (bis zu 761 PS) und kommt je nach Version bis zu 498 Kilometer weit. In der günstigsten Variante kostet der Taycan 88.399 Euro. Am teuersten ist der Taycan Turbo S Cross Turismo mit 191.096 Euro. © Porsche
Das Luxus-Elektroauto Mercedes-Benz EQS
Mercedes-Benz EQS: Abgesehen von den Maybach-Modellen ist die S-Klasse wohl das luxuriöseste Fahrzeug, das man bei Mercedes kaufen kann. Kein Wunder also, dass man in Stuttgart mit einer Elektro-Version nachlegte. In der günstigsten Version mit 292 PS kostet der EQS rund 116.000 Euro. Die Reichweite liegt bei 576 Kilometern. Zudem bietet der Stromer neben viel Luxus auch eine Menge Platz. © Mercedes-Benz AG
Das Luxus-Elektroauto Mercedes-Benz EQE.
Mercedes-Benz EQE: Neben der S-Klasse hat auch die E-Klasse ein elektrisches Gegenstück bekommen. In der Basisversion leistet der Elektromotr des EQE 245 PS und kommt bis zu 639 Kilometer weit. Wer etwas mehr Leistung bevorzugt wird bei AMG fündig. Der AMG EQE 53 4Matic+ Dynamic Plus kommt mit zwei E-Aggregaten die zusammen 687 PS leisten. Allerdings sinkt die Reichweite auf bis zu 526 Kilometer. © Dirk Weyhenmeyer/Mercedes-Benz AG
Das Luxus-Elektroauto BMW iX M60
BMW iX: Ja, auch BMW kann bekanntlich Luxus. In diesem Fall mit dem SUV iX. Die zwei Elektromotoren leisten je nach Version 326 oder 523 PS. Der iX M60 kommt sogar mit 540 PS zum Kunden. Je nach Batterie legt der Stromer mit einer Ladung 408 bis 633 Kilometer zurück. Die Basisversion gibt es bereits für 77.300 Euro. Mit dem M-Logo geht es bei 143.100 Euro los. © BMW/Enes Kucevic Photography
Das Luxus-Elektroauto BMW i7.
BMW i7: Was Mercedes die S-Klasse ist, ist bei BMW der 7er. Mehr Luxus geht nicht. Und wie der Konkurrent aus Stuttgart haben auch die Münchner ihr Flaggschiff unter Strom gesetzt. Zwei Elektromotoren sorgen für 544 PS. Künftig soll der Stromer sogar teilweise autonom fahren können. So viel Luxus hat allerdings seinen Preis: Satte 139.900 Euro ruft BMW für den i7 auf. © BMW/Daniel Kraus
Das Luxus-Elektroauto Lucid Air.
Lucid Air: Mit dem Elektroauto drängen auch immer mehr neue Hersteller auf den Markt. Einer davon ist Lucid. Mit dem Air haben sich die Amerikaner direkt ins Luxus-Segment gewagt. Je nach Ausführung wird das Elektroauto von 480 bis 1.111 PS angetrieben. 2023 soll das neue Top-Modell Saphire mit 1.217 PS kommen. Die Reichweite liegt bei 653 bis 883 Kilometern. In nur 15 Minuten soll genug Strom für ca. 400 Kilometer Reichweite geladen sein. Für die Air Dream Edition werden aktuell 218.000 Euro fällig. Etwas günstiger ist der Grand Touring, der bei 159.000 Euro startet. © Lucid
Das Luxus Elektroauto Jaguar I-PACE.
Jaguar I-PACE: Die Briten sind schon seit 2018 mit ihrem Luxus-Elektroauto auf dem Markt. Entsprechend bekommt der I-PACE 2024 einen Nachfolger. Bis dahin haben die Kunden die Wahl zwischen zwei Versionen mit jeweils 400 PS. Mit der 90,2-kWh-Batterie kommt der Stromer bis zu 450 Kilometer weit. Die Preise starten bei 92.400 Euro. © Jaguar
Das Luxus-Elektroauto Rolls-Royce Spectre.
Rolls-Royce Spectre: Schon im Jahr 1900 hatte sich der Rolls-Royce-Mitbegründer Charles Rolls ein Elektroauto zugelegt und war begeistert. Er wusste aber auch: Die Stromer sind erst dann sinnvoll, wenn es feste Ladestationen geben würde. Über 110 Jahre später ist das der Fall und die BMW-Tochter bringt mit dem Spectre ihr erstes Serien-Elektroauto auf den Markt. Dafür setzt man nicht etwa auf die Neue-Klasse-Architektur, sondern hat mit dem Aluminium-Spaceframe eine eigene Basis entwickelt. Die Batterie ist jedoch mit der des i7 verwandt und soll eine Reichweite von etwa 520 Kilometern ermöglichen. Angetrieben wird der Nobel-Stromer von zwei E-Motoren, die zusammen 585 PS leisten. Mit einem Preis von 318.500 Euro liegt der Spectre zwischen dem Cullinan und Phantom.  © Rolls-Royce

Im früheren Verlauf des Jahres senkte Tesla auch die Preise für die kleineren E-Auto-Modelle Tesla Model 3 und Tesla Model Y deutlich, wodurch die Einstiegsvarianten zusätzlich unter die Nettolistenpreis-Grenze (40.000 Euro) für die volle E-Auto-Förderung rutschten. Das Mittelklasse-Limousine Model 3 ist aktuell (September 2023) zu Preisen ab 42.990 Euro zu haben. Die SUV-Version kostet in der Basis mit Heckantrieb mindestens 44.890 Euro, sie wurde bereits im Januar um über 9000 Euro reduziert.

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Rubriklistenbild: © Edelson/AFP

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