VonJana Wehmannschließen
Starker Schneefall kann schnell die Fahrbahn verdecken und für Blitzeis sorgen. Der TÜV Rheinland rät, vorausschauend zu fahren – diese Tipps helfen bei Glätte
Köln – Starke Schneefälle sorgen auf den Pisten für viel Spaß, auf den Straßen bereiten sie allerdings ziemlich viel Ärger. Im Winter können starke Schneefälle den Straßenverkehr schnell stark behindern, oft führt er zu Unfällen. Nun warnt der Deutsche Wetterdienst vor Tief „Dimitrios“, das neben Regen und stürmischen Böen auch viel Neuschnee nach Deutschland bringt.
Tief #DIMITRIOS hat noch nicht genug. Morgen von Norden Kaltfrontstaffel mit Regen, #Graupel und #Schnee. Vereinzelt auch kurze #Gewitter. Zudem bei Passage #Sturmböen! Verfolgen Sie daher aufmerksam die Warnlage. /V pic.twitter.com/vNj6p11Cfk
— DWD (@DWD_presse) January 12, 2021
Schnell und unerwartet können die Straßen bedeckt sein. Der TÜV Rheinland warnt: „Auf schneebedeckten Pisten gilt generell, langsam und vorausschauend fahren. Spurrillen und tiefe Schlaglöcher können zuschneien und zusätzlich das Fahrverhalten verändern“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte vom TÜV Rheinland.
Autofahren bei Schnee und Eis: Tipps von ADAC und TÜV Rheinland
Nur wer eine gute Sicht hat, kann auch schnell reagieren. Deshalb rät der ADAC, Schnee und Eis vor jeder Fahrt vom Auto zu entfernen – das ist sogar laut Straßenverkehrsordnung verpflichtend. Daher raten ADAC und TÜV Rheinland zu diesen Tipps beim Autofahren im Winter:
- Spätestens wenn der erste Schnee liegt, müssen Autofahrer Winter- oder Ganzjahresreifen aufgezogen haben
- Je nach Sichtverhältnisse und Schneefall, sollte die Geschwindigkeit angepasst und verringert werden
- Bei niedrigtourigem Fahren im hohen Gang, greifen die Reifen besser. Deshalb wird bei Glätte auch immer wieder geraten, im zweiten Gang anzufahren
- Damit die Räder nicht durchdrehen, sollte auf glatten Straßen möglichst sanft angefahren werden
- Sofern die Straße frei ist, sollten Autofahrer eine Bremsprobe machen, um die aktuellen Verhältnisse besser einschätzen zu können
- Keine abrupten Lenkbewegungen
- Plötzliches Gasgeben vermeiden: Dadurch kann der Wagen ausbrechen
- Kommt das Auto dennoch ins Schleudern, heißt es, Ruhe bewahren und gefühlvoll gegensteuern – nicht ruckartig gegenlenken
- Bei Heckantrieb: Mehr Gewicht auf der Hinterachse verbessert die Traktion des Fahrzeugs
Schnee in NRW: TÜV Rheinland warnt vor Glätte
Wenn es schneit, kann schon innerhalb von wenigen Stunden die Fahrbahn und Markierungen komplett verdeckt sein. Oft bleibt Autofahrern daher keine andere Möglichkeit, mittig auf dem frei befahrbaren Teil der Straße zu fahren. Deshalb ruft der TÜV Rheinland zu Vorsicht auf: Ist nur noch ein schmaler Fahrstreifen frei, muss besonders Rücksicht auf den Gegenverkehr genommen werden.
In Teilen Deutschlands schneit es wieder ordentlich:
— ADAC (@ADAC) January 12, 2021
▶️ Bevor ihr losfahrt, das Auto komplett von Eis und Schnee befreien
▶️ Tempo reduzieren und Abstand halten
Unsere 10 Tipps fürs Fahren im Winter 👇https://t.co/oFa7wBrbh0
Auch wenn vereiste Flächen unter dem Schnee auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, stellen sie eine große Gefahr für den Straßenverkehr dar. Denn eine rutschige Fahrbahn führt schnell zu einem erheblich verlängerten Bremsweg, betont der TÜV Rheinland. Generell lautet die Devise: vorsichtig fahren und nicht abrupt lenken oder plötzlich bremsen. (jaw)
