314 Milliarden Euro

Das wertvollste Unternehmen Europas hat seinen Sitz in Baden-Württemberg

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Der Softwarekonzern SAP ist seit langem das wertvollste Unternehmen Deutschlands, holt sich jetzt aber auch europaweit die Aktien-Krone.

Walldorf - Die SAP mit Hauptsitz in Walldorf (Baden-Württemberg) ist seit langem das mit Abstand wertvollste Unternehmen im DAX, konnte nun aber sogar den dänischen Pharmariesen Novo Nordisk als wertvollstes Unternehmen Europas ablösen. Der Technologiekonzern hat an der Börse einen Wert von 314 Milliarden Euro erreicht, während Novo Nordisk auf etwa 310 Milliarden Euro geschätzt wird.

Die zehn größten Unternehmen aus Baden-Württemberg

Ein Schild weist auf eine Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl hin. Im Hintergrund befindet sich eine Filiale des Großflächen-Discounters Kaufland.
Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) ist mit weltweit rund 575.000 Mitarbeitern das größte Unternehmen aus Baden-Württemberg.  © Christian Johner/dpa
Das Logo des Technikkonzerns Bosch vor der Konzernzentrale
Technologiekonzern Bosch beschäftigt weltweit mehr als 420.000 Mitarbeiter.  © Inga Kjer/dpa
Beschilderung in der Zentrale der Mercedes-Benz Group AG in Stuttgart-Untertürkheim.
Beim Stuttgarter Autokonzern Mercedes-Benz sind mehr als 172.000 Mitarbeiter angestellt. © Corporate Communication (MS/CC)
Drei Fahnen mit dem Logo der ZF Friedrichshafen AG wehen vor dem Forum und der Verwaltungszentrale des Konzerns.
Autozulieferer ZF Friedrichshafen beschäftigt rund 164.000 Mitarbeiter weltweit.  © Felix Kästle/dpa
SAP-Unternehmenszentrale in Walldorf.
SAP ist das größte europäische Softwareunternehmen und hat rund 112.000 Angestellte.  © Uwe Anspach/dpa
Martin Daum, der Vorstandsvorsitzende des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck, steht vor der Firmenzentrale bei Stuttgart vor einem eActros Lastwagen.
Daimler Truck hat fast 105.000 Mitarbeiter und gilt als Weltmarktführer im Bereich der Nutzfahrzeuge.  © Bernd Weißbrod/dpa
Eine Mitarbeiterin des Handelskonzerns Würth trägt in einem Gang eines Hochregallagers eine Palette auf einem Gabelstapler.
Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer im Bereich Befestigungs- und Montagetechnik und beschäftigt mehr als 85.600 Menschen.  © Marijan Murat/dpa
Das Logo des Autozulieferers Mahle ist an der Zentrale des Unternehmens zu sehen
Mahle ist mit rund 71.620 Mitarbeitern einer der größten Autozulieferer Deutschlands.  © Marijan Murat/dpa
Die Firmenzentrale der Drogeriemarktkette dm in Karlsruhe.
dm ist der größte Drogeriekonzern Deutschlands und beschäftigt rund 66.000 Mitarbeiter. © Uli Deck/dpa
Ein Schild mit dem Schriftzug "Freudenberg" hängt in Weinheim an einem Bürogebäude des Technologiekonzerns Freudenberg.
Mischkonzern Freudenberg ist gleich in mehreren wichtigen Branchen tätig und beschäftigt fast 51.500 Mitarbeiter.  © Uwe Anspach/dpa

Die Aktien von SAP haben sich zuletzt weiter erholt und führen nun die Marktkapitalisierung in Europa an. Dabei spielt auch die seit Mitte 2024 anhaltende Schwäche von Novo Nordisk eine Rolle.

SAP profitiert von Umstrukturierung - Novo Nordisk verliert an Schwung

SAP profitiert von seiner Cloud-Strategie und dem Aufschwung der Künstlichen Intelligenz. Der Konzern hat sein Geschäftsmodell von traditionellen Software-Lizenzen auf ein Cloud-basiertes Mietmodell umgestellt, was den Aktien zugutekommt. Diese Umstellung ist allerdings auch mit einem massiven Stellenabbau verbunden, bei dem SAP vor allem auf Freiwilligkeit und großzügige Abfindungen setzt.

Das wertvollste Unternehmen Deutschlands, Softwarekonzern SAP, ist nun auch das wertvollste Unternehmen Europas.

Im Gegensatz dazu haben die Aktien von Novo Nordisk seit ihrem Höchststand im Juni des Vorjahres etwa die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Die Kursrally, die durch den Erfolg mit GLP-1-Abnehmmedikamenten angetrieben wurde, hat an Schwung verloren. Immer mehr Wettbewerber wollen vom Erfolg der Abnehmspritze profitieren, und Novo Nordisk hat mit Studiendaten zu einem geplanten Abnehmmittel die hohen Erwartungen nicht erfüllt.

Auf globaler Ebene dominieren US-Unternehmen das Börsenranking. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY schafften es 2024 nur drei deutsche Unternehmen unter die 100 wertvollsten Börsenkonzerne weltweit: SAP, Siemens und die Deutsche Telekom. Insgesamt befinden sich 62 der 100 teuersten Unternehmen in den USA. (dpa/jul)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Peter Sandbiller

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