VonPatrick Freiwahschließen
VW hat lange Expertise nach China geliefert. Nun plant der Autobauer, selbst von einer Partnerschaft zu profitieren - durch Wissen über Batterietechnologie.
Wolfsburg/Ningde – Volkswagen steckt in einer herausfordernden Phase: Der Konzern kämpft mit schleppenden E-Auto-Verkäufen, internen Sparprogrammen und einem verschärften Wettbewerb, vor allem in China.
Doch anstatt sich zurückzuziehen, setzt VW auf strategische Partnerschaften – und die werden ausgebaut: VW hat mit dem chinesischen Batterie-Riesen CATL eine Absichtserklärung unterzeichnet, um in verschiedenen Bereichen der Batterietechnologie enger zusammenzuarbeiten.
VW könnte von Technologiekompetenz bei CATL profitieren
Die Kooperation zwischen VW und CATL soll nicht nur die Entwicklung und Produktion von Akkus vorantreiben, sondern auch Themen wie Recycling, Batteriewechselsysteme und die Transparenz der Rohstoff-Lieferketten umfassen.
CATL ist längst kein Unbekannter für Volkswagen. Seit über fünf Jahren beliefert der chinesische Konzern Europas größten Autobauer mit Batteriezellen. Auch in Deutschland hat CATL längst Fuß gefasst: Die Europazentrale befindet sich in Arnstadt (Thüringen), zudem gibt es Distributionszentren in Erfurt und Magdeburg sowie laut Website ein Vertriebsbüro in München.
Der chinesische Technologiekonzern ist der weltweit größte Anbieter von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und zählt mittlerweile zu den zehn größten Zulieferern der Automobilindustrie. Auch dem Autoland Spanien verhilft der Batterieriese zu einem Technologiesprung.
VW und CATL: Wissenstransfer in umgekehrter Richtung
Während westliche Automobilhersteller in der Vergangenheit oft Know-how nach China exportierten, dreht sich der Spieß bei Elektromobilität um: Durch die Kooperation mit CATL könnte Volkswagen wertvolles Wissen über die Herstellung von Akkus gewinnen – eine Technologie, bei der Europa noch Nachholbedarf hat.
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Die Zusammenarbeit mit CATL reiht sich bei VW in eine Reihe strategischer Partnerschaften ein: Neben dem Weltmarktführer kooperieren die Wolfsburger auch mit dem chinesischen E-Auto-Hersteller Xpeng sowie mit Rivian aus Kalifornien (USA), um Software-Architekturen für zukünftige Modelle zu entwickeln. (PF)
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