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Kennen Sie die vier größten ETF-Risiken?

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Ohne Risiko gibt es keinen Gewinn: Diese Weisheit gilt auch für ETFs. Einige dieser Risiken können Sie jedoch minimieren. Und zwar so.

Investieren Sie fleißig in einen weltweiten Aktien-ETF, warten Sie dann ab und freuen Sie sich auf Rendite – so könnte man das passive Investieren mit ETFs in einem Satz zusammenfassen.

Die Rendite gibt es aber nicht einfach so, auch bei Aktien-ETFs gibt es Risiken. Die wichtigsten Risiken und was Sie dagegen tun können, im Überblick.

1. Das Marktpreisrisiko

Wieviel Ihre Anteile an einem Aktien-ETF wert sind, hängt von einer Sache ab: Wie sich der Wert des Index entwickelt, der dem ETF zugrunde liegt. Das kann zum Beispiel der MSCI World sein.

Ob es für den Index gut oder schlecht läuft, hängt von der Wertentwicklung der Aktien darin ab. Und das wiederum von Angebot und Nachfrage, also dem Marktpreis der Aktien. Ihr Risiko besteht also darin, dass bestimmte Aktien weniger gefragt sind und so der Wert des Index und damit Ihrer ETF-Anteile sinkt.

Das können Sie dagegen tun: Setzen Sie nicht auf zu kleine ETFs, die nur eine Branche oder ein oder wenige Länder abbilden. Stattdessen sollten Sie auf große, breit gestreute Aktien-ETFs setzen. Bei einem weltweiten Aktien-ETF verteilt sich das Risiko, beim MSCI World zum Beispiel auf über 1.400 Unternehmen aus 23 Ländern.

2. Schwankende Wechselkurse

Sie kennen es aus dem Urlaub: Wenn Sie zum Beispiel nach Polen reisen, müssen Sie Geld umtauschen. Sie erhalten für einen Euro jedoch nicht immer die gleiche Menge Złoty. Wechselkurse schwanken genauso wie Börsenkurse.

Dieses Risiko haben Sie auch in einem weltweiten Aktien-ETF, weil die Aktien in unterschiedlichen Währungen notieren. Apple beispielsweise in US-Dollar, SAP in Euro oder Toyota in Yen. Diese Währungen schwanken im Vergleich zur Währung, in der Ihr ETF läuft.

Das können Sie dagegen tun: Halten Sie jeden Aktien-ETF über lange Zeit, mindestens 15 Jahre. Rein mathematisch haben Sie langfristig genauso hohe Chancen, durch schwankende Wechselkurse Gewinn oder Verlust zu machen. Viele Expertinnen und Experten halten das Risiko deshalb für irrelevant – solange Sie jeden ETF-Anteil lange halten.

3. Falscher Fokus

Stecken Sie Ihr ganzes Geld in eine Sache, beispielsweise einen Oldtimer, sind Sie darauf angewiesen, dass diese eine Sache im Wert steigt. Sie haben also ein Klumpenrisiko. Außerdem könnte es sein, dass Sie für Ihren Oldtimer oder Ihren Nischen-ETF keinen Käufer finden, weil der Markt sehr klein ist. Das ist ein Illiquiditätsrisiko.

Das können Sie dagegen tun: Mit dem richtigen Aktien-ETF investieren Sie global – und viele dieser Firmen machen weltweit Geschäfte. Außerdem werden ETFs auf den MSCI World häufig gehandelt. Sie werden also kaum Probleme haben, Ihre Anteile auch wieder zu verkaufen.

4. Steigende Inflation

Die Inflation kennen Sie vor allem durch die höheren Preise im Supermarkt. Wird alles teurer, ist Ihr Geld weniger wert. Das trifft Sie vor allem, wenn Ihr Vermögen unverzinst auf Ihrem Girokonto liegt.

Das können Sie dagegen tun: Mit einem langen Atem beim Investieren können Sie die Inflation schlagen. Denn weltweite Aktien-ETFs haben das bisher geschafft. Sie können negative Wertentwicklungen bei mindestens 15 Jahren Haltedauer abfangen. Langfristig sind sogar etwa 6 Prozent Rendite pro Jahr möglich.

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Dieser Artikel liegt IPPEN.MEDIA im Zuge einer Kooperation mit dem gemeinnützigen Geldratgeber Finanztip vor – das Original zu diesem Beitrag „Kennst Du die 4 größten ETF-Risiken? stammt aus dem wöchentlichen Finanztip Newsletter vom 8. November 2024.

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