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Sparkassen bieten vergleichsweise niedrige Zinsen für Fest- oder Tagesgeld. Doch es gibt auch dort Möglichkeiten von besseren Konditionen.
München – Sparkassen und Genossenschaftsbanken haftet ein verstaubtes Image an. Dennoch vertrauen viele Menschen auf die Möglichkeit, vor Ort ihre finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Doch was Zinsen angeht, sind Filialbanken eher geizig. Es gibt dennoch Wege, an bessere Konditionen zu kommen, ohne zu einer Direktbank wechseln zu müssen.
Auch Sparkassen-Kunden können von höheren Zinsen profitieren
Direktbanken, auch Onlinebanken genannt, verzichten auf ein Filialnetz. Das meiste wird auch über Online-Banking geregelt. Somit sparen sich solche Banken Kosten und können attraktivere Zinsen anbieten. Vorne dabei sind oft ausländische Finanzhäuser. Aktuell bietet dem Vergleichsportal Verivox zufolge etwa die estnische Bank Bigbank die besten Zinsen bei einer Einlage von 10.000 Euro für ein Jahr an. Auch die schwedische TF Bank hat gute Angebote.
Doch auch bei der Bank vor Ort gibt es für Sparer bessere Zinsen für ein Tages- oder Festgeld. Sparkassen-Kunden können das Online-Depot S-Broker eröffnen. Darauf weist die Berliner Morgenpost hin. Die Depotführung beim Handelsplatz für Wertpapiere ist kostenlos. Neukunden profitieren von 60 Trades ohne Orderprovision und zusätzlich 2,3 Prozent Zinsen auf das Tagesgeld – allerdings nur in den ersten sechs Monaten. Danach beträgt der Satz (Stand: 29. Februar) 1,5 Prozent.
Sparkassen-Tochter bietet gute Tagesgeld-Konditionen für Neukunden an
Wer neu zur Sparkasse wechselt, kann auch bei der „1822direkt“ ein Tagesgeldkonto eröffnen. Die Bank ist ein Tochterunternehmen der Frankfurter Sparkasse. Neukunden erhalten für vier Monate 3,3 Prozent Zinsen auf Tagesgeld, anschließend rutschen sie auf den Basiszinssatz von 0,6 Prozent. Für Festgeld gibt es je nach Dauer der Anlage sogar bis zu 3,0 Prozent – auch für Bestandskunden. Bis vor Kurzem zahlten Banken sogar bis zu vier Prozent auf das Tagesgeld.
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Sparkassen-Kunden haben noch eine weitere Möglichkeit der Sparanlage. Nämlich über den eigenen Fondsanbieter Deka. Dieser investiert für den Kunden angelegtes Kapital an den Finanzmärkten. Vom höheren Risiko durch den Aktienhandel abgesehen, lassen die Sparkassen sich diesen Service kosten, moniert Wirtschaftswoche in einem Beitrag. Kunden zahlen häufig zu hohe Gebühren, während die Rendite das interne Ziel nicht selten verfehlt. Eine Alternative für langfristige Geldanlagen könnte ein börsengehandelter Indexfonds (ETF) sein, da die Gebühren geringer sind. (mt)
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