Von David Frey
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Beim Autozulieferer Eberspächer zeichnet sich die Zukunft der Produktionsmitarbeiter an einem deutschen Standort ab. Der Betriebsrat kämpft um die bestmöglichen Bedingungen.
Herxheim – Nach monatelangen zähen Verhandlungen zeichnet sich eine Einigung im Streit um die geplanten Entlassungen beim Automobilzulieferer Eberspächer in Herxheim ab. Der Betriebsrat will akzeptieren, dass 160 Mitarbeitern gekündigt wird – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, berichtet der SWR . Die Gewerkschaft IG Metall spricht von „Erpressung“ durch die Geschäftsführung.
„Eigentlich handelt die Geschäftsführung von Eberspächer illegal und setzt dabei die Mitarbeiter unter Druck!“, kritisiert Marc Tinger von der IG Metall das Vorgehen des Unternehmens. „Das verurteilen wir aufs Schärfste.“ Dennoch wollen sich Gewerkschaft und Betriebsrat nun mit der Geschäftsführung einigen, um Schlimmeres zu verhindern.
Das sind 14 der größten Unternehmen aus Rheinland-Pfalz Hornbach, BASF, BioNTech: Wer glaubt, dass Rheinland-Pfalz nur mit Weinbau Umsätze generiert, den werden diese Riesenunternehmen aus der „deutschen Toskana“ umhauen. Hätten Sie das gewusst? © IMAGO/imagebroker/Ulrich Roth/photo2000 BASF SE: Der Chemieriese aus Ludwigshafen am Rhein ist wohl allen ein Begriff. Die Badische Alinin- & Sodafabrik (kurz: BASF) hat seit ihrem Gründungsjahr 1865 aber ihren Hauptsitz nicht mehr in Baden, sondern auf der anderen Seite vom Rhein. © IMAGO/Ulrich Roth Auf einer Fläche von über 10 Quadratkilometern stellt der Chemieriese in seinem Stammwerk in Ludwigshafen eine immense Bandbreite an Produkten von Chemikalien, über Kunststoffe bis hin zu Pflanzenschutzmitteln her. 2024 setzte die BASF SE über 60 Milliarden Euro um. © IMAGO/Daniel Kubirski Für Nostalgiker – In den 70er- und 80er-Jahren war die BASF SE marktführend in der Produktion von Audio- sowie Videokassetten und betrieb sogar eine eigene Musikproduktion. © IMAGO/Vlad K213 Boehringer Ingelheim GmbH: Was Sie hier sehen, ist der Sitz des größten Pharmaunternehmens in Deutschland. Auch wenn Ihnen das Unternehmen vielleicht kein Begriff ist, haben Sie bestimmt bereits eins seiner Produkte in der Apotheke erworben. Boehringer Ingelheim GmbH: Was Sie hier sehen, ist der Sitz des größten Pharmaunternehmens in Deutschland. Auch wenn Ihnen das Unternehmen vielleicht kein Begriff ist, haben Sie bestimmt bereits eines seiner Produkte in der Apotheke erworben. © IMAGO/stock&people Boehringer Ingelheim GmbH: Ein riesiges Banner des Verkaufsschlagers Thomapyrin prangt neben der Hauptverwaltung in Ingelheim. Seit 1885 stellt der Pharmariese marktführende Produkte her und erzielt Jahresumsätze von mehr als 25 Milliarden Euro. Ein riesiges Banner des Verkaufsschlagers Thomapyrin prangt neben der Hauptverwaltung in Ingelheim. Seit 1885 stellt der Pharmariese marktführende Produkte her und erzielt Jahresumsätze von mehr als 25 Milliarden Euro. © IMAGO/stock&people Logo auf einem Gebäude am Firmensitz des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim in Ingelheim am Rhein, Rheinland-Pfalz. Ein nicht ganz so glorreicher Abschnitt der Unternehmensgeschichte – Der Spiegel berichtete 1991 über die Lieferung von 720 Tonnen einer Chemikalie nach Neuseeland, aus der angeblich das Herbizids „Agent Orange“ hergestellt wurde. Das Herbizid richtete im Vietnamkrieg verheerende Schäden an. Das Pharmaunternehmen weist diese Anschuldigungen bis heute von sich. Ein nicht ganz so glorreicher Abschnitt der Unternehmensgeschichte – Der Spiegel berichtete 1991 über die Lieferung von 720 Tonnen einer Chemikalie nach Neuseeland, aus der angeblich das Herbizid „Agent Orange“ hergestellt wurde. Es richtete im Vietnamkrieg verheerende Schäden an. Das Pharmaunternehmen weist diese Anschuldigungen bis heute von sich. © IMAGO/imagebroker Hornbach Baumarkt AG: Der Baumarktriese mit Sitz in Bornheim wurde 1877 vom Schieferdeckermeister Michael Hornbach im benachbarten Landau in der Pfalz gegründet. Heute ist das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehreren Milliarden Euro in über 130 Fillialen europaweit vertreten – so auch der Markt auf dem Foto im Allgäuer Kempten. Hornbach Baumarkt AG: Der Baumarktriese mit Sitz in Bornheim wurde 1877 vom Schieferdeckermeister Michael Hornbach im benachbarten Landau in der Pfalz gegründet. Heute ist das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehreren Milliarden Euro in über 130 Filialen europaweit vertreten – so auch der Markt auf dem Foto im Allgäuer Kempten. © IMAGO/Manfred Bail Schott AG: Nach der sowjetischen Besatzung 1945 zog der Spezialglashersteller aus Jena in seinen heutigen Hauptsitz in Mainz. Das Glas auf Ihrem Cerankochfeld stammt vielleicht von der Schott AG, die mit ihren Produkten im Geschäftsjahr 23/24 knapp 3 Milliarden Euro umsetzte. Schott AG: Nach der sowjetischen Besatzung 1945 zog der Spezialglashersteller aus Jena in seinen heutigen Hauptsitz in Mainz. Das Glas auf Ihrem Cerankochfeld stammt vielleicht von der Schott AG, die mit ihren Produkten im Geschäftsjahr 2023/24 knapp 3 Milliarden Euro umsetzte. © IMAGO/Schoening Schott AG: Auch die Medizin- und Pharmaindustrie ist ein großer Abnehmer der Glasprodukte des Technologiekonzerns. Darunter ein Produzent für Impfstoffe, der auch einen Platz in unserem Ranking ergattern konnte. Wissen Sie, um welches Unternehmen es sich hierbei handelt? Auch die Medizin- und Pharmaindustrie ist ein großer Abnehmer der Glasprodukte des Technologiekonzerns. Darunter ein Produzent für Impfstoffe, der auch einen Platz in unserem Ranking ergattern konnte. Wissen Sie, um welches Unternehmen es sich hierbei handelt? © IMAGO/Joerg Boethling Fertigungshalle mit Prüffeld der KSB SE in Frankenthal: Kurze Quizfrage: Zu welchem milliardenschweren Unternehmen aus Rheinland-Pfalz gehört diese sterile Fassade? Kleiner Tipp – das Unternehmen sitzt in Frankenthal. Kurze Quizfrage: Zu welchem milliardenschweren Unternehmen aus Rheinland-Pfalz gehört diese sterile Fassade? Kleiner Tipp – das Unternehmen sitzt in Frankenthal. © Wikipedia/KSB Aktiengesellschaft Firmensitz von KSB: Das Unternehmen für Industriepumpen aller Art wurde 1871 in Frankenthal gegründet und stellte unter anderem die Turbopumpen für die V2-Rakete im Zweiten Weltkrieg her. KSB SE: Das Unternehmen für Industriepumpen aller Art wurde 1871 in Frankenthal gegründet und stellte im Zweiten Weltkrieg unter anderem die Turbopumpen für die V2-Rakete her. © IMAGO/Andreas Arnold KSB SE: Heute erwirtschaftet der Konzern weltweit knapp 3 Milliarden Euro im Jahr bei 16.000 beschäftigten Mitarbeitern. Auch die Entwicklung und Ausbildung in Ländern wie Uganda und Saudi-Arabien spielt für den Pumpenkonzern eine entscheidende Rolle. Heute erwirtschaftet der Konzern weltweit knapp 3 Milliarden Euro im Jahr bei 16.000 beschäftigten Mitarbeitern. Auch die Entwicklung und Ausbildung in Ländern wie Uganda und Saudi-Arabien spielt für den Pumpenkonzern eine entscheidende Rolle. © IMAGO/Photothek/dpa/Michael Kappeler United Internet AG: Was haben 1&1, GMX und WEB.de gemeinsam? Alle sind Tochterunternehmen der rheinland-pfälzischen United Internet AG mit Sitz in Montabaur. United Internet AG: Was haben 1&1, GMX und WEB.de gemeinsam? Alle sind Tochterunternehmen der rheinland-pfälzischen United Internet AG mit Sitz in Montabaur. © IMAGO/Nico Krauss United Internet AG: Das 1&1-Logo prangt vor dem Hauptsitz in Rheinland-Pfalz. Das 1&1-Logo prangt vor dem Hauptsitz in Rheinland-Pfalz. Mit 16 Tochterunternehmen und mehr als 10.000 Mitarbeitern erwirtschaftete die United Internet AG über 6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023. © IMAGO/stock&people Wirtgen GmbH: Die Wirtgen GmbH ist eine Zweignierderlassung von John Deere mit Stammsitz in Windhagen. Die massiven Maschinen der Wirtgen GmbH werden vor allem im Straßenbau eingesetzt. Wirtgen GmbH: Die Wirtgen GmbH ist eine Zweignierderlassung von John Deere mit Stammsitz in Windhagen. Die massiven Maschinen werden vor allem im Straßenbau eingesetzt. © Wikipedia/Natalia Brandt Wirtgen GmbH: Die circa 2000 Mitarbeiter erwirtschaften unter Leitung von Cyrus Barimani auf dem Gelände in Windhagen jährlich knapp eine Milliarde Euro. Die circa 2000 Mitarbeiter erwirtschaften unter Leitung von Cyrus Barimani auf dem Gelände in Windhagen jährlich knapp eine Milliarde Euro. © Wikipedia/Wolkenkratzer Ihnen sind diese seltsamen Riesencontainer aus Plastik bestimmt bereits begegnet. Der Fachbegriff dafür ist „Intermediate Bulk Container“ (kurz IBC). Wussten Sie, dass der Weltmarktführer für die Herstellung dieser Container in Rheinland-Pfalz sitzt? Wenn ja, wie heißt das Unternehmen? Ihnen sind diese seltsamen Riesencontainer aus Plastik bestimmt bereits begegnet. Der Fachbegriff dafür ist „Intermediate Bulk Container“ (kurz IBC). Wussten Sie, dass der Weltmarktführer für die Herstellung dieser Container in Rheinland-Pfalz sitzt? Wenn ja, wie heißt das Unternehmen? © schuetz.net Schütz-Werke GmbH & Co. KG: Der Hersteller für Metall- und Plastikcontainer wurde 1958 vom Namensgeber Udo Schütz gegründet und sitzt in Selters. Die riesige Produktionshalle verfügt sogar über eine eigene Zufahrt für Güterzüge. Über 6000 Mitarbeiter erwirtschaften hier jährlich Umsätze von bis zu 3 Millionen Euro. Schütz-Werke GmbH & Co. KG: Der Hersteller für Metall- und Plastikcontainer wurde 1958 vom Namensgeber Udo Schütz gegründet und sitzt in Selters. Die riesige Produktionshalle verfügt sogar über eine eigene Zufahrt für Güterzüge. Mehr als 6000 Mitarbeiter erwirtschaften hier jährlich Umsätze von bis zu 3 Millionen Euro. © schuetz.net BioNTech SE: Das Biotechnologieunternehmen sitzt „an der Goldgrube“ in Mainz und ist spätestens seit der Entwicklung von mRNA-Impsftoffen gegen Covid 19 in aller Munde. Ihre Mainzer Nachbarn der Schott AG sollen dazu das Glas für die Ampullen gestellt haben. Mit mehr als 6000 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr Umsätze von knapp drei Milliarden Euro. BioNTech SE: Das Biotechnologieunternehmen sitzt „an der Goldgrube“ in Mainz und ist spätestens seit der Entwicklung von mRNA-Impsftoffen gegen SARS-CoV-2 in aller Munde. Ihre Mainzer Nachbarn der Schott AG sollen dazu das Glas für die Ampullen gestellt haben. Mit mehr als 6000 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr Umsätze von knapp drei Milliarden Euro. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur CGM: Die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA ist wohl nur den Medizinern unter den Lesern ein Begriff. Das Unternehmen aus Koblenz ist spezialisiert auf Software im Gesundheitswesen und erzielt Umsätze von knapp über eine Milliarde Euro bei einer Mitarbeiterzahl von etwas über 9000 Beschäftigten. CGM: Die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA ist wohl nur den Medizinern unter den Lesern ein Begriff. Das Unternehmen aus Koblenz ist spezialisiert auf Software im Gesundheitswesen und erzielt Umsätze von knapp über eine Milliarde Euro bei einer Mitarbeiterzahl von etwas über 9000. © cgm.com CGM: Wie Software für das Gesundheitswesen wohl aussieht? 2005 gelang dem Unternehmen mit der elektronischen Patientenakte Vita-X ein Durchbruch in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Heute entwickelt man mithilfe von Künstlicher Intelligenz Chatbots für Arztpraxen. Wie Software für das Gesundheitswesen wohl aussieht? 2005 gelang dem Unternehmen mit der elektronischen Patientenkarte Vita-X ein Durchbruch in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Heute entwickelt man mithilfe von Künstlicher Intelligenz Chatbots für Arztpraxen. © Thomas Frey/dpa/cgm.com Debeka Versicherungsgruppe: Der Versicherungsverein mit Stammsitz in Koblenz wurde 1905 als „Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz“ gegründet und beschäftigt heute über 15.000 Mitarbeiter mit einem satten Umsatz von fast 13 Milliarden Euro. Debeka Versicherungsgruppe: Der Versicherungsverein mit Stammsitz in Koblenz wurde 1905 als „Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz“ gegründet und beschäftigt heute über 15.000 Mitarbeiter mit einem satten Umsatz von fast 13 Milliarden Euro. © IMAGO/KarinH Haribo-Holding GmbH & Co. KG: Das von Hans Riegel in Bonn gegründete Unternehmen – die Namensgebung liegt auf der Hand – hat vor allem durch seine Gummibärchen zu seinem heutigen Ruhm gefunden. Seit 2018 ist der Firmensitz in der Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz, weshalb wir das Unternehmen in unser Ranking aufgenommen haben. Haribo-Holding GmbH & Co. KG: Das von Hans Riegel in Bonn gegründete Unternehmen – die Namensgebung liegt auf der Hand – hat vor allem durch seine Gummibärchen zu seinem heutigen Ruhm gefunden. Seit 2018 ist der Firmensitz in der Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz, weshalb wir das Unternehmen in unser Ranking aufgenommen haben. © IMAGO/Manngold Haribo-Holding GmbH & Co. KG: Mit einer enormen Produktpalette, die Gelatine und Zucker in den verschiedensten Farben und Formen umfasst, dominiert Haribo die Süßigkeitenregale in deutschen Supermärkten. Nicht umsonst erwirtschaftet das Unternehmen Jahresumsätze von rund drei Milliarden Euro. Mit einer enormen Produktpalette, die Gelatine und Zucker in den verschiedensten Farben und Formen umfasst, dominiert Haribo die Süßigkeitenregale in deutschen Supermärkten. Nicht umsonst erwirtschaftet das Unternehmen Jahresumsätze von rund drei Milliarden Euro. © IMAGO/BREUEL-BILD Wasgau AG: Das Unternehmen für Lebensmittel im Einzel- und Großhandel wurde 1925 in Pirmasens begründet. Heute gehören der Lebensmittelkette 71 Märkte in Rheinland-Pfalz, Saarbrücken und Baden-Württemberg an. Eine halbe Milliarde erwirtschaften die knapp 4000 Supermarktmitarbeiter. Wasgau AG: Das Unternehmen für Lebensmittel im Einzel- und Großhandel wurde 1925 in Pirmasens begründet. Heute gehören der Lebensmittelkette 71 Märkte in Rheinland-Pfalz, Saarbrücken und Baden-Württemberg an. Eine halbe Milliarde erwirtschaften die knapp 4000 Supermarktmitarbeiter. © IMAGO/Ulrich Roth Eberspächer will Produktion von Herxheim nach Bulgarien verlagern – 160 Arbeitsplätze sollen wegfallen Das Unternehmen plant, die Produktion von Standheizungen für Elektroautos von Herxheim nach Bulgarien zu verlagern. Am Standort in Rheinland-Pfalz sollen nur noch Entwicklung und Verwaltung verbleiben. 160 der rund 300 Beschäftigten in Herxheim soll laut SWR gekündigt werden.
Autozulieferer Eberspächer will 160 Produktionsmitarbeitern am Standort in Herxheim (Rheinland-Pfalz) kündigen.
© Eberspächer GmbH & Co. KG
Um die sozialen Folgen abzufedern, haben Betriebsrat und IG Metall konkrete Forderungen gestellt: Jeder betroffene Mitarbeiter soll eine Abfindung von 80 Prozent eines Monatsgehaltes pro Beschäftigungsjahr erhalten. Ein Beschäftigter mit 20 Jahren Betriebszugehörigkeit würde demnach 16 Monatsgehälter ausgezahlt bekommen.
Zusätzlich soll eine Auffanggesellschaft gegründet werden, die den Mitarbeitern maximal ein Jahr lang 80 Prozent des bisherigen Lohnes zahlt. Dabei kommen 60 Prozent von der Agentur für Arbeit, die übrigen 20 Prozent würde Eberspächer drauflegen. „Nur dann stimmen wir dieser Erpressung zu!“, betont IG-Metall-Bevollmächtigter Tinger gegenüber dem SWR .
Gekündigter Tarifvertrag sorgt für Empörung Besonders empört zeigen sich Gewerkschaft und Betriebsrat über das Vorgehen der Geschäftsführung: Diese hatte einen Haustarifvertrag gekündigt, der bis Ende 2026 läuft und Kündigungen ausschließt. „Das ist illegal und hat die Mitarbeitenden sehr verunsichert!“, so Tinger.
Name Eberspächer GmbH & Co. KG Gründungsjahr 1865 Hauptsitz Esslingen am Neckar, Baden-Württemberg Branche Automotive, Klimatisierungssysteme, Abgastechnik Produkte Heizsysteme, Klimasysteme, Abgasnachbehandlungssysteme, Fahrzeugbatteriesysteme Umsatz 6,4 Milliarden Euro (2023) Mitarbeiterzahl 11.171 (2023)
Das Kalkül der Unternehmensleitung war offenbar, dass im nächsten Schritt die Kündigung der 160 Mitarbeiter folgen sollte. Zwar würde dies vom Arbeitsgericht zurückgewiesen werden, aber jeder einzelne Beschäftigte hätte dagegen klagen müssen. Das wollten die Arbeitnehmervertreter nicht zulassen.
Die Geschäftsführung habe laut Betriebsrat bei den bisherigen Verhandlungen signalisiert, dass sie die geforderten Bedingungen akzeptiere. Sobald eine schriftliche Vereinbarung vorliegt, sollen die Mitarbeiter gefragt werden, ob sie einer Kündigung gegen Abfindung und Aufnahme in die Auffanggesellschaft zustimmen.
Zuletzt berichtete unsere Redaktion außerdem darüber, dass ein deutscher Weltmarktführer einen Stellenabbau plant .
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