Berliner Strom-Chaos

Stromausfall in Berlin: Millionenschaden für Wirtschaft nach Sabotage

  • schließen

Ein Sabotage-Anschlag legt den Berliner Südwesten tagelang lahm. Die Wirtschaft rechnet mit einem Schaden in Millionenhöhe.

Berlin – Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über dem Teltowkanal hat den Südwesten Berlins seit Samstagmorgen in einen mehrtägigen Ausnahmezustand versetzt. Die wirtschaftlichen Folgen des Stromausfalls könnten nach Einschätzung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) in die Millionen gehen. Am Dienstag, dem vierten Tag des Blackouts, waren noch rund 25.000 Haushalte und 1200 Geschäfte sowie Firmen ohne Strom.

Die Dimension des wirtschaftlichen Schadens wird erst allmählich sichtbar. Laut Informationen des Handelsblatt waren am Samstagmorgen zunächst 45.000 Haushalte und 2200 Unternehmen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von der Stromversorgung abgeschnitten. Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer der UVB, bezifferte die zu erwartenden Schäden gegenüber dem Spiegel konkret: Die Unternehmensverbände rechnen mit Schäden in Millionenhöhe an Anlagen und Maschinen sowie durch hohe Umsatzausfälle.

Energiewende, Schengen-Erweiterung und Frieden im Nahen Osten: Die guten Nachrichten aus 2025

Bulgaria And Romania Join Schengen Free-travel Area On January 1st 2025
Der Traum von einem geeinigten Europa der offenen Grenzen nahm auch 2025 weiter Form an. Zum 1. Januar traten Rumänien und Bulgarien als neue Mitglieder vollständig dem Schengen-Raum bei. © Denislav Stoychev/imago
Bulgaria And Romania Join Schengen Free-travel Area On January 1st 2025
Damit gehören mittlerweile 29 Staaten dem Schengen-Raum an. Personengrenzkontrollen finden innerhalb des Schengengebiets in der Regel nicht statt.  © Denislav Stoychev/imago
Bulgaria full acceptance in EU's Schengen
Die Aufnahme von neuen Mitgliedern erfolgt durch einstimmige Zustimmung aller anderen Mitglieder. Österreich hatte als letztes Mitglied ein Veto gegen die Aufnahme von Bulgarien und Rumänien zurückgezogen. Beide Länder hatten seit 2011 auf den Beschluss gewartet. © Borislav Troshev/imago
Kraftwerk - Wetter
Auch für die Energiewende war 2025 als Jahr ein Meilenstein. Im ersten Halbjahr wurde weltweit erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produziert als aus Kohle. Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien stiegt im Vergleich zum Vorjahr um fast acht Prozent. © Henning Kaiser/dpa
Morgenstimmung in Brandenburg - Wetter
Das Wissenschaftsmagazin „Science“ hat die weltweiten Zugewinne bei Erneuerbaren Energien gar zum „Durchbruch des Jahres 2025“ gekürt. In der aktuellen Situation könnte man schon in wenigen Jahren einen Meilenstein erreichen, ab dem die weltweiten Emissionen aus fossilen Brennstoffen nur noch sinken werden. © Patrick Pleul/dpa
Eröffnung des größten deutschen "Agri-PV-Parks"
Großer Treiber dieses Booms bei den Erneuerbaren ist vor allem China. Viele der Technologien, die zu dem bemerkenswerten Aufstieg der Erneuerbaren geführt hätten, seien in den USA entwickelt worden, „doch die Weiterentwicklung, Perfektionierung und industrielle Fertigung dieser Technologien haben in China stattgefunden.“ China ziehe daraus erhebliche wirtschaftliche Vorteile und liefere 80 Prozent der weltweiten Solarzellen, 70 Prozent der Windturbinen und 70 Prozent der Lithiumbatterien.  © Jens Büttner/dpa
LGBTQ Artists Woody And Ote Get Married In Thailand
Ebenso gab es im Jahr 2025 weitere Fortschritte für die LGBTQ-Community zu vermelden. Thailand führte am 22. Januar als 39. Land weltweit, die gleichgeschlechtliche Ehe ein. © Matt Hunt/imago
THAILAND SAME SEX MARRIAGE
Das Königreich ist damit das erste Land in Südostasien, dass die „Ehe für alle“ eingeführt hat. Bereits am ersten Tag gaben sich hunderte Paare in der Hauptstadt Bangkok das Jawort. © Wissarut Weerasopon/imago
Staatsfeiertag in Liechtenstein
Drei Wochen zuvor – am 1. Januar 2025 – haben auch gleichgeschlechtliche Paare im Fürstentum Liechtenstein die Möglichkeit zu heiraten oder eine eingetragene Partnerschaft umwandeln zu lassen.  © Gian Ehrenzeller/dpa
Second day of the conclave: Waiting in St
Weißer Rauch über der sixtinischen Kapelle. Nach dem Tod von Papst Franziskus im April wählte das Konklave im Mai ein neues Oberhaupt der katholischen Kirche. Nur wenige Monate nach der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident war die Sorge groß, dass sich der in den USA vollzogene „Vibe-Shift“ auch auf den Vatikan ausweiten könnte. © imago
Kardinäle stehen auf einem Balkon des Petersdoms während der neu gewählte Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, nach dem Konklave auf der Loggia des Petersdoms im Vatikan spricht.
Sollte auf den für die katholische Kirche liberalen Franziskus ein religiöser Hardliner folgen? Zu den Favoriten auf die Wahl zum Papst zählte unter anderem der erzkonservative ungarische Kardinal Peter Erdő, der sich öffentlich zur restriktiven Migrationspolitik von Viktor Orbán bekannt hatte. Mit Raymond Leo Burke gehörte sogar ein erklärter Trump-Unterstützer dem Konklave an. Doch am Ende sollte es anders kommen. © Oliver Weiken/dpa
Generalaudienz des Papstes im Vatikan
Für zahlreiche Beobachter überraschend fiel die Wahl auf den US-Kardinal Robert Francis Prevost. Papst Leo XIV. gilt als Kosmopolit und Brückenbauer. Seine Wahl wird als Kompromiss zwischen dem konservativen und liberalen Lager der katholischen Kirche bewertet. © Alessandra Tarantino/dpa
Sharm El-Sheikh Peace Summit in Egypt
Im Oktober 2025 einigten sich Vertreter Israels und der Hamas als Reaktion auf eine US-Initiative auf einen Friedensdeal für den seit 2023 andauernden Krieg im Gazastreifen. Auch wenn die humanitäre Lage im Küstengebiet weiter katastrophal und eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt weit entfernt ist, wurde der Deal als Durchbruch gewertet. © Mustafa Kamaci/imago
Nahostkonflikt - Rückkehr der Geiseln
Vor allem ermöglichte das Abkommen die Freilassung der im Rahmen des Terrorangriffs der Hamas entführten israelischen Geiseln. Demonstrierende hatten seit dem Beginn des Kriegs immer wieder Druck auf Premierminister Netanjahu ausgeübt, auf die Freilassung der Geiseln hinzuwirken. © Ilia Yefimovich/dpa
Nahostkonflikt - Rückkehr der Geiseln
Bar Kupershtein (Bild) und 19 weitere Geiseln wurden daraufhin nach knapp zwei Jahren in den Händen der Hamas freigelassen und konnten nach Israel zurückkehren. Für 28 verstorbene Geiseln kam das Abkommen zu spät. Israel hatte im Gegenzug etwa 250 palästinensische Häftlinge freigelassen, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurden. © Ilia Yefimovich/dpa
Ukraine-Krieg - Donezk
Einen Friedensdeal für die Ukraine gab es auch im dritten Kriegsjahr nicht. Trotzdem erwehrt sich Kiew auf dem Schlachtfeld in der Ostukraine weiterhin erfolgreich gegen einen schier übermächtigen Gegner. In wenigen Tagen wollte Russlands Präsident Wladimir Putin nach dem Überfall im Februar 2022 die ukrainische Hauptstadt erobern. Jetzt dürfte der Krieg wohl in sein viertes Jahr gehen. © Iryna Rybakova/dpa
Ukraine-Beratungen in Berlin
Ungebrochen ist dabei auch der Zusammenhalt der europäischen Verbündeten. Selenskyj bekam zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Rückhalt aus Berlin, Paris, London und Co. Die europäischen Staats- und Regierungschefs arbeiten gemeinsam mit Kiew an einem würdigen Friedensabkommen für den Ukraine-Krieg. © Lisi Niesner/dpa
Ukraine-Krieg - Witkoff in Moskau
Putin hingegen lief auch 2025 seinen Kriegszielen hinterher. Auch wenn die russischen Streitkräfte an der Front vorrücken konnten, hält die Ukraine weiterhin Teile des Donbass. Jeder Tag, an dem Putin seine Kriegsziele auf dem Schlachtfeld nicht erreicht, könnte den Druck auf den Kreml erhöhen, einer Verhandlungslösung zuzustimmen. © Alexander Kazakov/dpa
Nach Angriff am Bondi Beach
Dass auch die dunkelsten Momente des Jahres eine Möglichkeit für Hoffnung geben, zeigte sich im Rahmen des Terroranschlags am Bondi Beach im Dezember. Zwei bewaffnete Angreifer hatten wohl gezielt auf Juden geschossen, die an einer Feier zum Auftakt des achttägigen jüdischen Festes Chanukka teilgenommen hatten. 15 Menschen wurden getötet. © Flavio Brancaleone/dpa
Sydney citizen hero disarms attacker during Bondi Beach shooting
Nach dem Anschlag ging ein Video viral, dass das selbstlose Eingreifen eines Passanten gegen einen der Täter zeigte. Die Aufnahmen zeigten den 43-jährige Ahmed al-Ahmed, wie er sich zwischen zwei Autos an einen der Schützen heranschlich und diesen nach Handgreiflichkeiten entwaffnen konnte. © Agenzia Fotogramma/imago
Governor-General of Australia visits Syrian 'hero' who tackled attacker during beach shooting
Der in Syrien geborene al-Ahmed wurde im Nachgang als „Held vom Bondi Beach“ gefeiert und bekam im Krankenhaus auch Besuch von Australiens Premierminister Anthony Albanese und weiteren Staatsträgern. Eine für den Obstverkäufer eingerichtete Petition sammelt innerhalb weniger Tage über eine Million Euro. © IMAGO/Governor-General of Australia / Handout
Former Belarusian Political Prisoners Arrive In Warsaw, Poland - 18 Dec 2025
Gute Nachrichten kamen im Dezember 2025 auch aus Belarus. Dort wurden 123 Häftlinge aus verschiedenen Ländern begnadigt und aus dem Gefängnis entlassen – darunter auch zahlreiche belarussische Oppositionelle. Allen voran die prominente belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa und der Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki. © Volha Shukaila/imago
Sentencing hearing for Belarus opposition activists Kolesnikova and Znak
Die 43-jährige Kolesnikowa gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Opposition in Belarus. Sie hatte an der Seite der im Exil lebenden belarussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja die Massenproteste gegen Lukaschenko im Jahr 2020 mit angeführt. Als eine der wenigen führenden belarussischen Oppositionellen entschied sie sich gegen die Flucht ins Exil und wurde 2021 zu elf Jahren Haft wegen „Verschwörung zur Machtergreifung“ verurteilt. © IMAGO/Stringer
Belarusian opposition figures released from captivity
Die Freilassung der Gefangenen erfolgte auf US-Vermittlung. Vor den Freilassungen hatte der US-Gesandte John Coale bei einem Besuch in Belarus gesagt, dass die US-Sanktionen gegen belarussische Kalium-Exporte aufgehoben würden. Kalium, ein wichtiger Rohstoff bei der Düngemittel-Herstellung, ist ein wichtiges Exportgut des Landes. Nach der Freilassung wollen die 20 Oppositionellen von Litauen aus ihre Oppositionsarbeit fortsetzen..  © Maksym Kishka/imago
Bundestag - Vereidigung Bundesminister
Zum Ende des Jahres hat die sonst so zerstrittene Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz den Beitritt Deutschlands zum UN-Hochseeschutzabkommen beschlossen. Mit dem 2023 vereinbarten Abkommen wird erstmals weltweit die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf hoher See möglich. Es sieht gemeinsame Standards zum Meeresschutz vor und soll Umweltprüfungen von menschlichen Aktivitäten im Ozean ermöglichen. © Michael Kappeler/dpa
UN-Hochseeschutzabkommen
„Die Ozeane sind überlebenswichtig für uns Menschen“, erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). „Sie erzeugen Sauerstoff, versorgen uns mit Nahrung und sind das größte Ökosystem des Planeten. Zugleich sind die Ozeane stark belastet durch Plastikmüll, Überfischung, Chemikalien und Klimawandel. Umso wichtiger sind Gebiete, in denen die Meeresnatur sich wieder erholen kann.“ © Annika Hammerschlag/dpa
Bilder des Jahres 2025, News 06 Juni News Bilder des Tages UNO in New York, Sitzung der Generalversammlung NEW YORK, NY
Das UN-Hochseeschutzabkommen sei „der größte internationale umweltpolitische Erfolg der letzten Jahre“, betonte Schneider. Es schaffe „erstmals weltweite gemeinsame Regeln für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf hoher See“. Deutschland arbeite schon jetzt mit Partnern aus Afrika, Südamerika und Asien daran, „bald erste Schutzgebiete in den Ozeanen ausweisen zu können“. © Liao Pan/imago

Wirtschaft rechnet mit Millionenschäden: Kleine Betriebe ohne Notstromaggregate besonders betroffen

Besonders hart trifft der Stromausfall jene Unternehmen, die mit elektrischen Maschinen arbeiten oder verderbliche Waren verarbeiten. Die Berliner Zeitung zitierte eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, die von Umsatzeinbußen in den betroffenen Gebieten ausgeht, weil Gäste nicht untergebracht und bewirtet werden können und Waren bei unterbrochener Kühlkette nicht mehr verwendet werden dürfen.

Die Bio-Company-Supermarktkette musste in zwei Filialen angeschnittenes Fleisch entsorgen, konnte jedoch den größten Teil der Ware bei einem Großhändler und einem Logistiker zwischenlagern, wie der Spiegel berichtet. Elke Sarkandy, Sprecherin der Berliner Handwerkskammer, warnte: Ein Stromausfall kann für viele handwerkliche Betriebe einen Totalausfall zur Folge haben. In den betroffenen Gegenden gebe es bis zu 800 Handwerksbetriebe. Gerade kleinere Betriebe könnten sich keine teuren Notstromaggregate leisten, sagte Sarkandy laut Spiegel.

Licht aus: Der Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über dem Teltowkanal legte den Berliner Südwesten tagelang lahm

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht nach dem Brandanschlag erhebliche Defizite beim Schutz kritischer Infrastruktur in Deutschland. Infrastrukturen eines Landes sind die Lebensadern der jeweiligen Wirtschaft, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov dem Handelsblatt. Kritische Infrastruktur müsse daher schnellstmöglich an die veränderte Sicherheitslage angepasst werden. Melnikov drängte auf den zügigen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zum sogenannten Kritis-Dachgesetz. UVB-Hauptgeschäftsführer Schirp kritisierte: Der Stromausfall zeige, dass die Infrastruktur nicht ausreichend und zeitgemäß gegen Angriffe und Unfälle geschützt sei. Das sei ein ernstes Problem und schüre Unsicherheit in der Wirtschaft. Es ist bereits das dritte Mal in drei Jahren, dass es in Berlin und im Umland zu einem großflächigen Stromausfall gekommen ist.

Blackout in Berlin: Vulkangruppe bekennt sich zu Brandanschlag – Linke Szene weist Verantwortung zurück

Die linksextremistische Vulkangruppe hat sich in einem Bekennerschreiben zu dem Brandanschlag bekannt. Die Polizei stuft das Schreiben nach rbb-Informationen als authentisch ein. Darin heißt es, Ziel sei die fossile Energiewirtschaft gewesen, nicht Stromausfälle. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichneten die Täter als offenkundig linksextremistisch. Die Gruppierung bekannte sich bereits zu einem Brandanschlag auf einen Strommast, der im März 2024 die Tesla-Fabrik in Grünheide lahmlegte.

Auf Nachfrage von IPPEN.MEDIA in den Umkreisen der Berliner Linken Szene wurden Verantwortlichkeiten für den aktuellen Stromausfall zurückgewiesen. Es sei sehr abwegig, dass ein derartiger Anschlag von linken Extremisten begangen worden sei. Man wolle schließlich keine Normalbürger oder ältere Personen mit Pflegegrad treffen. Das würde bei derartigen Aktionen durchaus berücksichtigt werden. Die Zweifel an der Echtheit des Bekennerschreibens wachsen.

Parallelen zu russischer Sabotageserie vor der Bundestagswahl 2025

Bestätigte Erkenntnisse über die Hintergründe des aktuellen Anschlags gibt es noch nicht. Dass Russland-Gerüchte im Zusammenhang mit Sabotage kursieren, erinnert jedoch an Vorfälle im Dezember 2024. Damals hatten mehrere Täter im Vorfeld der Bundestagswahl im Februar 2025 in mehreren Bundesländern in einer Sabotageserie hunderte Fahrzeuge beschädigt. Darunter Berlin, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg – viele von den Fahrzeugen waren Porsche-Modelle im höheren Preissegment. Nach Recherchen des Spiegel soll die Sabotageserie auf das Konto russischer Auftraggeber gehen. Deutschlandweit wurden mehr als 270 Fahrzeuge beschädigt. Die Empörung über die vermeintlich grünen Straftäter war beabsichtigt.

Nach Angaben des Spiegel sollen die mutmaßlichen Saboteure über den Messenger Viber von einem Russen angeschrieben worden sein, der ihnen detaillierte Instruktionen gab. Für jedes beschädigte Fahrzeug sei ihnen ein Honorar von 100 Euro versprochen worden. Sicherheitskreise sprechen von einer gezielten Kampagne mit der Absicht, im Bundestagswahlkampf Hass auf die Grünen zu schüren. Es wäre also nicht das erste Mal, dass russische Schattenagenten Einfluss auf das politische Klima nehmen wollen. Solange die Staatsanwaltschaft ihrer Ermittlung noch nicht abgeschlossen hat, sollte man ergo keine voreiligen Schlüsse ziehen. (ls)

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Mauersberger

Kommentare