„Zu viel Hass“

Tesla-Schreck in Italien: 17 Autos brennen – Musk sieht „Terrorismus“, Regierung meldet sich zu Wort

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In Italien brennt ein Tesla-Autohaus. Etliche Fahrzeuge sind beschädigt. Elon Musk spricht von „Terrorismus“. Auch die Meloni-Regierung reagiert.

Rom – Tesla steckt in der Krise. Seit Elon Musk mit Donald Trump eng zusammenarbeitet, ist die Kritik an dem Unternehmer und auch an der Automarke massiv gestiegen. Jetzt sorgt ein Vorfall in Italien für große Aufregung. In Rom sind auf dem Gelände eines Tesla-Händlers in der Nacht 17 Elektroautos in Flammen aufgegangen.

Nach Angaben der italienischen Feuerwehr brach der Brand gegen 4.30 Uhr in der Nacht auf Montag aus. 17 Autos der Musik-Marke seien teils schwer beschädigt worden. Auf Fotos in den sozialen Medien sind komplett ausgebrannte Fahrzeuge zu sehen.

Tesla-Attacke in Italien: 17 Musk-Autos brennen aus - heikle Details stechen ins Auge

Das Gebäude des Showrooms, in dem einige Teslas abgestellt waren, wurde ebenfalls beschädigt, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Die Ursache für den Brand ist bislang unklar. Die Ermittlungen laufen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, werde derzeit in alle Richtungen ermittelt. Brandstiftung wird demnach nicht ausgeschlossen.

In Rom brennen 17 Tesla-Autos.

Nach Angaben der Repubblica werten die Ermittler des römischen Polizeipräsidiums jetzt die Aufnahmen der Überwachungskameras aus. Nach aktuellem Stand brach gleich an mehreren Stellen auf dem Parkplatz des Autohauses Feuer aus. Dieses griff dann direkt auf die geparkten Fahrzeuge über. Dies deutet dem Bericht aus Italien nach darauf hin, dass es sich um eine vorsätzliche und organisierte Tat handeln könnte. Auch das Vordach der Büroräume des Autohauses wurde von den Flammen erfasst. Dieses wurde trotz des sofortigen Eingreifens der Feuerwehr mit zwei Löschfahrzeugen zerstört.

Tesla-Brand in Italien: Musk sieht „Terrorismus“

Mittlerweile hat sich auch Elon Musk persönlich zu dem Vorfall zu Wort gemeldet. Er sprach laut Reuters von „Terrorismus“. Auch Italiens Regierung meldet sich zu dem Tesla-Brand zu Wort. Giorgia Melonis stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini schrieb laut Repubblica: „Gewalttätige Demonstrationen, Beleidigungen, Übergriffe und Brände. Zu viel ungerechtfertigter Hass gegen den Autohersteller Tesla. Die Zeit des Hasses und der Kriege muss so schnell wie möglich enden.“

In Rom sind 17 Tesla-Autos in Flammen aufgegangen. Elon Musk spricht von „Terrorismus“.

Zuletzt waren an verschiedenen Orten in den USA immer wieder Fahrzeuge der Marke aus Protest gegen Tesla-Gründer Elon Musk und seine Rolle als oberster Sparkommissar der Regierung von US-Präsident Donald Trump angezündet worden. Auch in Berlin brannten vor einer Woche vier Teslas. Andere Attacken richteten sich auch gegen Händler sowie Ladestationen für E-Autos von Tesla. Auch in Rom ist es nicht der erste Tesla-Vorfall. In den letzten zwei Monaten hatten Unbekannte bei vier unterschiedlichen Vorfällen „Fuck Elon Musk“ an die Seiten von Tesla-Autos geschrieben.

Für Musk und Tesla ist es nur der nächste Tiefschlag. Laut Analysten ist der Fall der Marke „zeitnah nicht zu stoppen“. (rjs/dpa)

Rubriklistenbild: © Imago/Bestimage//dpa/Vigili del Fuoco

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