VonLisa Mayerhoferschließen
Elon Musk hat mit seinen politischen Aktivitäten links und rechts Anstoß erregt. Sein E-Autobauer Tesla spürt die Folgen nun schmerzhaft – ohne Hoffnung auf Besserung.
Austin – Die politischen Kapriolen von Firmenchef Elon Musk wirken sich weiter negativ auf den E-Autobauer Tesla aus. Neben voraussichtlich schwachen Quartalszahlen und düsteren Aussichten kämpft der US-Autohersteller auch damit, dass Hollywood ihm den Rücken gekehrt hat: In dem für die Autobranche wichtigen Bundesstaat Kalifornien sind die Elektroautos des US-Konzerns nicht mehr so gefragt.
Tesla: Sinkende Zulassungen – Elon Musk in Kalifornien unbeliebt
Die Zahl der Tesla-Zulassungen sank im zweiten Quartal um 21,1 Prozent auf 41.138 Fahrzeuge, wie am Dienstag (22. Juli 2025) aus Daten des Branchenverbands California New Car Dealers Association hervorging. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 52.119 gewesen. Dennoch waren das Crossover-Modell Model Y und die Limousine Model 3 in der ersten Jahreshälfte die beiden meistverkauften Fahrzeuge in der Kategorie der emissionsfreien und Hybridfahrzeuge. Dem Branchenverband zufolge holten jedoch die Verkäufe von Hybridfahrzeugen auf.
Die sinkenden Fahrzeugzulassungen des Autoherstellers werden auf die Umtriebe von Musk zurückgeführt, die ihn in Konflikt mit den liberalen Werten bringen, die in dem Bundesstaat vorherrschen. Dieser war lange Zeit einer der wichtigsten Märkte für Tesla. „Sieben scheint unglücklich für Tesla zu sein, da dies die jüngste Zahl von vierteljährlichen Zulassungsrückgängen ist, die in dem Staat gemeldet wurde“, teilte der Branchenverband mit. Tesla reagierte auf eine Anfrage zur Stellungnahme zunächst nicht.
Tesla muss schwache Zahlen präsentieren – Einnahmen werden weiter gedrückt
Zudem wird der US-Autobauer bei der Bilanzvorlage zum zweiten Quartal am Mittwoch (23. Juli 2025) voraussichtlich schwache Zahlen präsentieren. Der Absatz war um 13,5 Prozent zum Vorjahresquartal gesunken, berichtet Reuters. Nach Daten von Visible Alpha rechnen Analysten mit einem Rückgang des Nettogewinns um 17 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar.
Eine Besserung der Misere ist nicht in Sicht: Der Rückwärtsgang der US-Regierung in Sachen Klimaschutz bei Autos wird wohl auch künftig die Einnahmen von Tesla drücken. Zum einen wird die steuerliche Förderung des Elektroauto-Kaufs abgeschafft, zum anderen sollen Autobauer auf Bundesebene künftig keine Strafen mehr für zu hohe CO₂-Emissionen ihrer Neuwagenflotten zahlen. Bisher kauften sie von Tesla Gutschriften für eingesparte CO₂-Emissionen, um das Limit einzuhalten. (lma/Reuters)
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