Tesla-Kunden unzufrieden? Neuer Wirbel um Rückruf und Inzahlungnahme von E-Autos
VonPatrick Freiwah
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Tesla erlebt turbulente Zeiten: Elon Musk steht in der Kritik, aufgrund seiner Nähe zu Donald Trump und unliebsamen Maßnahmen. Auch die Autos machen Probleme.
Austin – Der Tesla Cybertruck steht erneut im Rampenlicht – und erneut sind es keine positiven Schlagzeilen. Der polarisierende Eigentümer Elon Musk trägt ebenfalls zur anhaltenden Aufmerksamkeit bei.
Ein aktueller Rückruf in den USA betrifft die Metallzierleisten an Frontscheibe und Türen des auffällig designten Pick-ups. Diese sind lediglich mit Klebematerial befestigt und könnten sich bei Fahrtwind lösen, was eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellt. Tesla wurde in der Heimat dazu verdonnert, Maßnahmen zu ergreifen.
Tesla-Sorgenkind macht Probleme: Neuer Rückruf für Cybertruck-Modelle
Dass der Cybertruck für Diskussionen sorgt, ist kaum verwunderlich. Seine markante Form und unkonventionellen Designentscheidungen heben den Pick-up-Koloss ohnehin hervor. Doch auch die Qualität scheint ausbaufähig: Es ist bereits der achte Rückruf für den Cybertruck, der Teslas Einstieg ins Pickup-Segment markiert.
Der Tesla Cybertruck ist zum Sorgenkind avanciert. Das Unternehmen von Elon Musk hat jedoch mehr Probleme – und das liegt mitunter an den Aktivitäten des CEO.
Tesla-Besitzer wechseln offenbar zunehmend die Marke
Während Tesla den Cybertruck einem weiteren Rückruf unterzieht, zeichnet sich ein anderer Trend ab: Immer mehr Tesla-Besitzer geben ihr Elektroauto in Zahlung, um auf andere Modelle umzusteigen. Eine Analyse von Edmunds zeigt, dass Tesla-Fahrzeuge aus den Modelljahren ab 2017 im März 1,4 Prozent aller in Zahlung gegebenen Autos ausmachten – ein Anstieg im Vergleich zu 0,4 Prozent im Vorjahresmonat. Diese Entwicklung deutet auf eine schwindende Markentreue hin.
Die Ursachen? Die Analysten vermuten, dass neben der zunehmenden Konkurrenz im Elektroauto-Segment auch ein wachsendes Unbehagen bei einigen Kunden besteht, das direkt mit Tesla-Chef Elon Musk zusammenhängt. Sein öffentliches Engagement als Berater von US-Präsident Donald Trump und umstrittene Äußerungen in sozialen Medien – hauptsächlich X – könnten Unmut hervorrufen. Besonders in demokratisch geprägten Regionen scheint dieses Phänomen ausgeprägt zu sein.
Tesla-Chef Elon Musk und die Fülle an politischen Kontroversen
Elon Musk, der in Südafrika geboren wurde und Tesla als Elektroauto-Pionier zur Weltmarke machte, ist längst mehr als ein Unternehmer: Seine politische Nähe zu Trump und oftmals als provokant bezeichnete Rhetorik ziehen regelmäßig Kritik auf sich. Auch das strikte Sparprogramm des Doge-Ministeriums trägt dazu bei. In den USA kommt es sogar zu Demonstrationen vor Tesla-Händlern, während der Absatz nicht nur im Heimatland stockt.
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Jessica Caldwell, Managerin bei Edmunds, sieht in Musks öffentlicher Rolle einen Grund für die wachsende Distanz mancher Kunden: „Die Markentreue wird zunehmend fraglich, da Faktoren wie Musks Engagement in der Politik, die Wertminderung der Fahrzeuge und die zunehmende Sättigung des Marktes zu einem Umdenken bei langjährigen Tesla-Besitzern führen.“