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„Neue Klasse“ von BMW: Nächste E-Auto-Generation bringt große Neuerung

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Mit der „Neuen Klasse“ bringt BMW die nächste Generation von Elektroautos auf den Markt. Doch auch bei den übrigen Modellneuheiten ändert sich offenbar Grundlegendes.

München - Ab 2025 will BMW die nächste Modellgeneration auf Basis der „Neuen Klasse“ auf den Markt bringen. Fans bekommen es im Zuge dessen allem Anschein nach mit einer Umstellung der Modellnamen zu tun: Der Münchner Premiumhersteller plant einem Bericht zufolge grundlegende Änderungen der bestehenden Nomenklatur. Hintergrund: Das durch technologische Vielfalt entstandene Gewirr an Ziffern und Kürzeln soll bei den nächsten BMW-Modellen klarer werden - und die Antriebsvarianten deutlicher voneinander unterscheidbar.

BMW: „Neue Klasse“ sorgt offenbar für neue Modellnamen

Das britische Carmagazine habe bei Markenbehörden der Europäischen Union herausgefunden, dass der Autobauer wegen der „Neuen Klasse“ Anträge für neue Modellnamen einreichte, was sich auch auf die übrigen Baureihen auswirken würde. Mit der innovativen Elektroauto-Plattform, auf die es zuletzt bei der IAA einen Ausblick gab, wird demnach nicht nur die Grundlage für zahlreiche BMW-Neuheiten, auch die Bezeichnungen der Verbrennermodelle werden angepasst.

Die Abtrennung der Stromer von den übrigen Modellen soll durch die Umstellung der alphanumerischen Begriffe eindeutiger werden: Beginnen wird die neue Zeitrechnung bei BMW unseren Informationen nach mit einem Mittelklasse-SUV der nächsten Generation, dessen elektrische Ausführung 2025 als erstes Modell der „Neuen Klasse“ startet. Die Produktion beginnt in Debrecen (Ungarn) und wird 2026 auf die Heimatstadt München ausgeweitet.

Schriftzug am BMW-Elektroauto i5: Mit Einzug der „Neuen Klasse“ soll sich die Namensgebung der Modelle ändern.

Etwas versetzt folgt kurz darauf eine neue Mittelklasse-Limousine, aus heutiger Sicht der BMW i3. Unternehmenskreise erläutern uns, dass „verständlichere Modellbezeichnungen“ in Planung sind, konkret könne man sich erst zu gegebener Zeit äußern. Am gravierendsten könnten die Änderungen bei SUV-Modellen auffallen: Diese sollen weiterhin mit „X“ beginnen, jedoch die Ziffern erweitert werden. Als Beispiel nennt Carmagazine den BMW X320, während das E-Auto BMW iX320 heißen würde.

BMW-Modelle: Verbrenner, E-Autos und SUV sollen sich besser unterscheiden

Worauf die Zahlen konkret basieren und was bei der neuen Nomenklatur mit der Allradbezeichnung „xDrive“ passiert? Unklar. So werden zwar weiterhin auch die kultigen BMW-Modellreihen 3er und 5er künftig Bestand haben, nur lassen sie sich bei der Namensgebung stärker von den Elektrofahrzeugen abgrenzen. Laut dem Bericht könnten 3er Limousine und 3er Touring 330 oder 340 heißen, die E-Varianten entsprechend i330 und i340.

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

Offiziell bestätigt ist die neue Namensstrategie von BMW noch nicht. Jedoch würde sich bestätigen, dass der Münchner Hersteller noch lange Zeit auf Verbrennermodelle setzt, parallel zu seiner Elektro-Strategie. Das führte jüngst zu Kritik eines E-Auto-Rivalen. (PF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Revierfoto

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