Er soll 24 Stunden dauern

Aufruf der GDL: Neuer Bahnstreik ab Dienstag

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Die GDL ruft erneut zum Streik bei der Deutschen Bahn auf. Am Dienstag (12. März), 2 Uhr, beginnt der Streik.

  • Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft erneut zum Streik bei der Bahn auf.
  • Der Streik soll am Dienstag (2 Uhr) beginnen und 24 Stunden dauern.

Update vom 12. März, 9 Uhr: Der Streik der GDL ist in der Nacht zu Dienstag im Personenverkehr angelaufen. Die Deutsche Bahn scheiterte vorerst mit dem Versuch, den Ausstand mit juristischen Mitteln zu stoppen. Das Arbeitsgericht Frankfurt lehnte am Montagabend eine einstweilige Verfügung gegen den Streikaufruf ab. Der Ausstand sei rechtmäßig und nicht unverhältnismäßig, sagte Richterin Stephanie Lenze. Die Bahn kündigte an, gegen den Entscheid Berufung beim Hessischen Landesarbeitsgericht einzulegen. Darüber soll laut Unternehmen am Dienstag entschieden werden. Ein genauer Termin stand zunächst nicht fest.

Update vom 11. März, 11:30 Uhr: Die Deutsche Bahn will den Streik der GDL gerichtlich stoppen lassen. Das Unternehmen habe vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt einen Eilantrag auf einstweilige Verfügung gegen den Arbeitskampf eingelegt, teilte der Konzern am Montagvormittag mit. 

Bahnstreik
BeginnDienstag, 12. März, 2 Uhr
EndeMittwoch, 13. März, 2 Uhr

Schon wieder Streik bei der Bahn (ab 12. März) – was Reisende wissen müssen

Der mittlerweile sechste Streik wurde erst am Sonntag (10. März) kurzfristig von der GDL angesetzt, beginnen soll dieser im Güterverkehr am Montagabend (18 Uhr). Im Personenverkehr soll er am Dienstag um 2 Uhr beginnen und dann 24 Stunden dauern.

Der Streik wird auch Auswirkungen auf RE, RB und S-Bahn in NRW haben, die von der Deutschen Bahn betrieben werden. 24RHEIN zeigt, welche Züge während des Streiks am 12. März ausfallen – und welche trotzdem fahren. So können Züge ausfallen oder im 60-Minuten-Takt fahren. Allerdings gibt es auch verschiedene Linien, die am Streiktag fahren sollen, da sie nicht von der Deutschen Bahn betrieben werden. Dazu gehört beispielsweise der RE1. Allerdings kann es auch bei diesen Linien zu Beeinträchtigungen aufgrund des Streiks kommen.

Im Fernverkehr soll es einen Notfahrplan geben. Dabei handele es sich um ein Grundangebot, das online sowie in der App DB Navigator über die Fahrplanauskunft abrufbar sei. Wie ICE-Züge unterwegs ein werden, wurde zunächst nicht bekannt. Bei vorherigen GDL-Streiks bot die Bahn etwa 20 Prozent des sonst üblichen Fernverkehrs an. „Das Grundangebot für den Regional- und S-Bahn-Verkehr wird schrittweise ergänzt“, hieß es. (Stand der Informationen: 10:15 Uhr).

Erstmeldung vom 10. März: Neuer Bahnstreik angekündigt – am Dienstag stehen die Züge still

Am Dienstag (12. März) wird die Deutsche Bahn erneut bestreikt. (Symbolbild).

Köln – Erst kürzlich war es bereits zum Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn gekommen – nun sollen die Züge am Dienstag (12. März) erneut stillstehen. Das teilte die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) am Sonntagabend (10. März) mit. Es ist davon auszugehen, dass auch der Zugverkehr der Deutschen Bahn in NRW wie bei vergangenen Streiks betroffen sein wird. Welche Züge genau, stand jedoch am späten Sonntagabend noch nicht fest.

Neuer Bahnstreik am Dienstag trifft auch NRW – GDL hatte zuletzt bereits mit „Wellenstreiks“ gedroht

„Da der Arbeitgeber Deutsche Bahn (DB) die von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gesetzten Frist, bis zum 10. März 2024, 18 Uhr, ein schriftliches Angebot zu unterbreiten, unverrichteter Dinge hat verstreichen lassen, setzt die DB die Provokation fort und zwingt die GDL unweigerlich und zum Leidwesen der DB-Kunden die Auseinandersetzung fortzuführen“, teilte die GDL mit. 

Die Bahn hatte die GDL am Freitag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen aufgefordert. Die GDL hatte Bereitschaft bekundet, am Montag wieder zusammenzukommen, unter der Voraussetzung, dass die Bahn ihr bis Sonntagabend um 18 Uhr ein neues Angebot unterbreite. Die Bahn erneuerte jedoch lediglich ihr Angebot an die Lokführergewerkschaft GDL zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen an diesem Montag. Bereits zuletzt hatte die GDL im Personenverkehr mit „Wellenstreiks“ gedroht. Weitere Informationen in Kürze. (mo)

Rubriklistenbild: © Ardan Fuessmann/Imago

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