Wie reich ist der CDU-Kanzlerkandidat?

Spekulationen um Vermögen von Friedrich Merz „können wir definitiv begraben“: Blackrock-CEO spricht offen

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Immer wieder wird über das Vermögen von CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz spekuliert. Nun äußerte sich ein CEO des Unternehmens, für das der Politiker arbeitete, über die Gelder, die an ihn flossen.

Berlin – Friedrich Merz, CDU-Chef und Kanzlerkandidat, ist für seine Vergangenheit in der Finanzbranche bekannt – und für sein vermeintlich beachtliches Vermögen, das regelmäßig im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen steht. Speziell seine Tätigkeit beim Vermögensverwalter-Giganten Blackrock sorgt immer wieder für Spekulationen darüber, wie viel Gelder an Merz im Rahmen seiner Arbeit als Finanzlobbyist geflossen sind. Nun äußerte sich der Blackrock Deutschland-CEO zu diesen Gerüchten.

Immer wieder wird über das Vermögen von CDU-Chef Merz spekuliert. Nun äußerte sich ein CEO des Unternehmens, für das der Politiker arbeitete, über Gelder, die an ihn flossen.

Blackrock-CEO äußert sich: CDU-Kanzlerkandidat erzielte durch Lobbyarbeit kein Vermögen

Als Friedrich Merz 2018 für den CDU-Vorsitz kandidierte, geriet er immer wieder unter Beschuss. Vor allem sein Posten als Aufsichtsratschef bei der US-Fondsgesellschaft Blackrock sorgte für Diskussionen: Kritiker warfen ihm vor, als Lobbyist die Interessen der Finanzwelt zu vertreten – und bei Blackrock damit ein Vermögen gemacht zu haben.

Merz konterte stets, ein Vertreter der „gehobenen Mittelschicht“ zu sein – in einem Interview mit der „Bild“ im Jahr 2018 etwa sagte er, dass er sich „mit Sicherheit“ nicht zu „dieser kleinen, sehr vermögenden, sehr wohlhabenden Oberschicht“ zähle. Merz liegt damit falsch, wie übrigens viele andere reiche Deutsche. Doch wie hoch ist sein Vermögen tatsächlich – und was hat ihm sein Mandat bei Blackrock eingebracht? Der Blackrock Deutschland-CEO Dirk Schmitz, hat sich nun erstmals geäußert.

„Können wir definitiv begraben“: Blackrock-CEO spricht über Gehalt von Friedrich Merz

Der Süddeutschen Zeitung gegenüber erklärte Schmitz darüber, ob Merz bei Blackrock zum Multimillionär geworden sei vieldeutig: „Sie können auch mit mäßigem Einkommen zu Wohlstand kommen, wenn sie sparsam sind und gut anlegen“. Dennoch könne man einige dieser Spekulationen „definitiv begraben, ja“.

Von 2016 bis 2020 war Merz als Aufsichtsratschef der deutschen Blackrock-Einheit tätig, einem der größten Vermögensverwalter weltweit. Dessen Deutschlandchef relativierte im Interview mit der Tageszeitung nun die Einkünfte des CDU-Kanzlerkandidaten. Dass ihm die Position im Unternehmen „nur“ rund 150.000 Euro jährlich einbrachte, wurde von Schmitz jedoch weder bestätigt noch dementiert.

Merz in den Aufsichtsräten: Lukrative Posten in zahlreichen Unternehmen

Fest steht, dass Merz mitnichten darauf angewiesen war, mit seinem Engagement bei Blackrock reich zu werden. Der Kanzlerkandidat der CDU war nämlich nicht nur Aufsichtsratschef bei Blackrock, sondern dürfte auch über zahlreiche andere Firmen einträgliche Verdienste gehabt haben. Unter anderem agierte er in Aufsichts- oder Verwaltungsräten von unter anderem die Deutsche Börse AG, dem AXA-Konzern, dem Flughafen Köln/Bonn, der Wepa Industrieholding und der Bank HSBC Trinkhaus.

Merz selbst gab bereits vor Jahren zu, dank zahlreicher Aufsichtsrats- und Beratermandate, rund eine Million Euro brutto im Jahr zu verdienen.

5,7 Millionen Euro Gewinn: Friedrich Merz mit Firmenanteilen schon seit 2019 Millionär

Doch das ist nicht alles: Auch im Verwaltungsrat des Thurgauer Zugbauers Stadler saß Rechtsanwalt Merz viele Jahre. Für seine Arbeit in dem Unternehmen wurde er mit insgesamt 150.000 Firmenanteilen belohnt. Diese brachten ihm nach dem Börsengang 2019 an nur einem einzigen Tag fast sechs Millionen Euro, nämlich 6,5 Millionen Franken, ein.

Rubriklistenbild: © Imago/Kirchner-Media

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