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Vier Jahrgänge, die das sinkende Rentenniveau besonders hart trifft

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Viele Renter blicken gespannt auf das kommende Jahr, denn steigende Lebenshaltungskosten machen jede Anpassung bedeutsam.
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Das Rentenniveau sinkt – und damit auch die Sicherheit, den gewohnten Lebensstandard im Alter halten zu können. Einige Jahrgänge sind von diesem Trend besonders betroffen.

Wie viel Rente am Ende eines Arbeitslebens tatsächlich auf dem Konto landet, hängt von verschiedenen, sehr individuellen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Wer länger in die Rentenkasse einzahlt und höhere Beiträge leistet, kann auch mit einer höheren Rente rechnen. Jedoch muss dabei berücksichtigt werden, dass das Rentenniveau stetig gesunken ist. In manchen Jahren besonders drastisch, sodass bei der Höhe der Rente bestimmte Jahrgänge massive Einbußen hinnehmen müssen.

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Rentenniveau entwickelt ich mit klarem Trend nach unten

Vereinfacht ausgedrückt gibt das Rentenniveau das prozentuale Verhältnis zwischen der Durchschnittsrente und dem Durchschnittseinkommen in Deutschland an. Es zeigt also, wie sich die Rente im Verhältnis zu den Löhnen entwickelt. Sinkt es, bedeutet das, dass die Rentnerinnen und Rentner im Verhältnis zur arbeitenden Bevölkerung ärmer werden.

So lag das Rentenniveau in den 1980er Jahren beispielsweise noch bei über 55 Prozen
t. Seit 2012 ist es unter die 50-Prozent-Marke gefallen und hat im Jahr 2015 mit 47,7 Prozent seinen Tiefpunkt erreicht. Seit 2018 wird es mithilfe politischer Maßnahmen bei etwa 48 Prozent stabilisiert. Für Rentnerinnen und Rentner, die in Jahren mit einem niedrigeren Niveau in den Ruhestand gegangen sind, bedeutet das statistisch betrachtet schlechtere Ausgangsbedingungen.

Jahre mit besonders niedrigem Rentenniveau

Nach Angaben aus der Veröffentlichung „Rentenversicherung in Zeitreihen“ der Deutschen Rentenversicherung für das Jahr 2024 war die Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen in de nachfolgenden Jahren so niedrig wie nie:

  • 2015: 47,7 Prozent
  • 2014: 48,1 Prozent
  • 2016: 48,1 Prozent
  • 2018: 48,1 Prozent

Nach einer Berechnung des Magazins stern.de gehören zu den vier Jahren mit den niedrigsten Rentenniveaus folgende Geburtsjahrgänge: 1948, 1949, 1950 und 1952. Dafür wurde die Regelaltersgrenze als Ausgangswert genommen.

Die statistisch niedrigsten Renten entfallen also auf die Jahrgänge der späten 1940er- und frühen 1950er-Jahre. Fehlen dann private Vorsorge oder Betriebsrente, führt dies zu einer deutlichen Einschränkung des gewohnten Lebensstandards. Frauen und Geringverdienende tragen dabei ein besonders hohes Risiko, da sie jahrzehntelang lediglich niedrige Beiträge entrichten konnten.

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Ohne Reformen wird das Rentenniveau weiter sinken

Wie sich das Rentenniveau in Zukunft entwickeln wird, hängt von einer Vielzahl ungewisser Faktoren ab, die unterschiedliche Szenarien möglich machen. Klar ist, ohne politische Eingriffe würde das Rentenniveau nach aktuellen Berechnungen der Bundesbank von heute 48 Prozent bis Ende der 2030er Jahre auf etwa 43 Prozent und bis 2070 sogar auf 40,5 Prozent fallen. Aktuell hat die Bundesregierung zugesichert, ein gleichbleibendes Rentenniveau bis 2031 zu sichern.

Die Arbeitsmarktlage spielt für die Entwicklung des Rentenniveaus eine entscheidende Rolle: Eine positive Beschäftigungsentwicklung kann den Rückgang abbremsen, während sich verschlechternde Bedingungen den Abwärtstrend verstärken. Gleichzeitig zeigen verschiedene Reformszenarien, dass durch gezielte Maßnahmen wie eine Erhöhung des Renteneintrittsalters das Rentenniveau um bis zu 1,1 Prozentpunkte stabilisiert werden könnte.

Wichtig ist jedoch: Ein sinkendes Rentenniveau bedeutet nicht automatisch, dass die Rentenbeträge selbst kleiner werden. Die Zahl zeigt lediglich, wie stark die gesetzliche Rente im Verhältnis zu den Löhnen den Lebensstandard sichert. Auch bei weiter sinkendem Rentenniveau können die Renten also steigen – allerdings entkoppeln sie sich zunehmend von der Lohnentwicklung.

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