Bonuszahlungen

VW-Bonuszahlungen: Warum die Mitarbeiter jetzt mehr bekommen – und bald weniger

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Volkswagen belohnt seine Beschäftigten 2025 mit einer hohen Prämie, während der Konzern mit sinkenden Gewinnen kämpft. Für danach gibt es eine unerfreuliche Änderung.

Wolfsburg/Hannover – Volkswagen steckt in einer schwierigen Lage: Die Gewinne schrumpfen, der Wettbewerb wird härter, und in China läuft es nicht rund. Doch während der Konzern den Rotstift ansetzt, dürfen sich die Mitarbeiter aktuell über eine höhere Prämie freuen.

Trotz eines deutlichen Gewinneinbruchs zahlt Volkswagen seinen Beschäftigten in Deutschland eine höhere Prämie als im vergangenen Jahr. Insgesamt 4799,50 Euro erhalten tariflich angestellte Mitarbeiter für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Abseits der Krise schüttet VW 2025 höhere Prämienzahlungen aus

Nach Angaben von Volkswagen wurden bereits 1879,50 Euro überwiesen – weitere 2920 Euro folgen mit dem Mai-Gehalt. Damit fällt die Bonuszahlung sogar leicht höher aus als im Vorjahr, als VW 4735 Euro an die Belegschaft ausschüttete.

Rund 120.000 Beschäftigte profitieren von dieser Gewinnbeteiligung, die auf den Ergebnissen der Marken VW Pkw und VW Nutzfahrzeuge der vergangenen beiden Jahre basiert. Doch während die Mitarbeiter im Jahr 2025 noch einmal von den guten Zahlen profitieren, stehen im Hinblick auf die Prämien bald „magere“ Zeiten bevor.

Obwohl es für Volkswagen finanziell nicht so läuft wie erwartet, erhalten die Beschäftigten eine höhere Prämie (Symbolbild).

VW-Krise: Kürzungen für Beschäftigte ab 2026 beschlossen

In einem Ende 2024 erzielten Tarifkompromiss wurde vereinbart, dass ab 2026 für zwei Jahre nur noch die fixe Vorauszahlung von knapp 1900 Euro erfolgen soll. Der flexible VW-Bonus, der bisher im Mai gezahlt wurde, entfällt in dieser Zeit. Erst ab 2028 soll die Gewinnbeteiligung wieder stufenweise steigen – und im Jahr 2031 wieder das heutige Niveau erreichen.

Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte, dass VW die Prämien bereits jetzt kürzen wollte. „Das konnten wir abwenden“, betonte sie nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Konzernpersonalvorstand Gunnar Kilian verwies darauf, dass die aktuellen Bonuszahlungen noch aus den „soliden Geschäftsjahren“ resultieren, man aber nun vor herausfordernden Zeiten stehe.

Hohe Kosten und China-Geschäft erzeugen Krisenstimmung bei VW

Dass Volkswagen vorsichtiger kalkulieren muss, zeigt ein Blick auf die aktuelle Bilanz: Zwar konnte der Konzern seinen Umsatz im Jahr 2024 sogar auf 324,7 Milliarden Euro steigern, doch der Nettogewinn sank um 30,6 Prozent auf 12,39 Milliarden Euro. Besonders der Absatzverlust auf dem chinesischen Markt macht Europas größtem Autobauer zu schaffen.

Darauf fährt Deutschland ab: Die beliebtesten Automarken im Jahr 2024

Fahraufnahme eines Ford Explorer
Platz 10: Ford. Gerade so hat es der Autobauer Ford in die Top-10 des Rankings geschafft – mit 12,1 Punkten landete die Marke auf Rang 10. Das Foto zeigt einen Ford Explorer. © Ford
Fahraufnahme eines Opel Corsa
Platz 9: Opel. Die Rüsselsheimer landeten mit 12,3 Punkten ebenfalls unter den zehn beliebtesten Automarken der Deutschen. Das Foto zeigt einen Opel Corsa. © Opel
Fahraufnahme eines Porsche Taycan Turbo GT
Platz 8: Porsche. Die Stuttgarter landeten im YouGov-Ranking auf dem achten Platz, sie erreichten 14,8 Punkte. Das Bild zeigt einen Porsche Taycan Turbo GT. © Porsche
Fahraufnahme eines Volvo EX90.
Platz 7: Volvo. Schon lange ist der schwedische Autobauer in Händen des chinesischen Herstellers Geely – dennoch bleibt Marke in Deutschland beliebt. Volvo landete mit 14,7 Punkten auf dem siebten Platz. Das Foto zeigt einen Volvo EX90. © Volvo
Fahraufnahme eines Toyota Yaris
Platz 6: Toyota. Für die Top-5 hat es für die Japaner nicht ganz gereicht – dennoch sicherte sich die Importmarke im Ranking den sechsten Rang. Das Foto zeigt einen Toyota Yaris. © Toyota
Fahraufnahme eines Skoda Kodiaq
Platz 5: Skoda. In Deutschland ist die tschechische Marke längst sehr beliebt – das unterstreicht auch der fünfte Platz im Ranking (16,1 Punkte). Das Foto zeigt einen Skoda Kodiaq. © Skoda
Fahraufnahme eines BMW M5
Platz 4: BMW. Nur knapp verpassten die Münchner den Sprung aufs Treppchen – mit 24,3 Punkten landeten sie auf dem vierten Platz. Das Foto zeigt einen BMW M5. © BMW
Fahraufnehme eines VW Golf GTI
Platz 3: Volkswagen. Auch die „Ikone Golf“ hat sicherlich dazu beitragen, dass sich Volkswagen im Ranking den dritten Platz sichern konnte (24,4 Punkte). Das Foto zeigt einen VW Golf GTI. © VW
Fahraufnahme eines Mercedes-AMG SL 63 S E-Performance
Platz 2: Mercedes-Benz. Für die Spitze hat es nicht ganz gereicht – dennoch sicherten sich die Stuttgarter in der YouGov-Auswertung mit 24,7 Punkten Rang zwei. Das Bild zeigt einen Mercedes-AMG SL 63 S E-Performance. © Mercedes
Fahraufnahme eines Audi e-tron GT
Platz 1: Audi. Die Ingolstädter haben im Ranking mit 25,7 Punkten die Nase vorn. Das Foto zeigt den facegelifteten Audi e-tron GT. © Audi

Neben dem härteren Wettbewerbsumfeld setzen VW gestiegene Kosten unter Druck. Während das Unternehmen nach wie vor Milliarden-Gewinne einfährt, reichen diese nicht mehr aus, um Renditeansprüche zu erfüllen. Die geplante Kürzung der Bonuszahlungen ab 2026 ist daher Teil eines größeren Sparprogramms, das Volkswagen zukunftssicher aufstellen soll. (PF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/imageBROKER/Stephan Schulz

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