Neuer Vertrag für VW-Chef

VW-Sparprogramm trifft auch Vorstand: Blume muss auf Millionen verzichten

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Im Zuge des markanten Sparplans des Volkswagen-Konzerns gibt es auch Konsequenzen für Geschäftsführer Oliver Blume. Für ihn gibt es ab 2026 Gehaltseinbußen.

Wolfsburg – Die hinkende Elektroauto-Offensive, Absatzprobleme in China und Trumps hohe Zölle in den USA haben Deutschlands größtem Automobilhersteller Volkswagen eine ernste Krise beschert. Gegensteuern will der VW-Konzern unter Federführung von CEO Oliver Blume mit einem Sparprogramm, das es in sich hat: Neben einem weitreichenden Stellenabbau sieht der VW-Sparkurs auch markante Einschnitte bei Ausbildungsplätzen vor, zudem verzichteten bereits Tausende Beschäftigte auf Gehaltserhöhungen. Wie nun bekannt wurde, muss offenbar auch Volkswagen-Chef Blume Gehaltseinbußen in Kauf nehmen, um seinerseits zum Sparplan beizutragen.

VW-Chef Oliver Blume

VW-Chef Oliver Blume erwarten ab 2026 Gehaltseinbußen

Volkswagen-Chef Blume muss im Rahmen seines neuen Fünfjahresvertrags beim Wolfsburger Autoproduzenten auf einen Teil seines Gehaltes verzichten. Ab 2026 beträgt die Kürzung zunächst 11 Prozent seines Vorjahresgehalts, in den Folgejahren bis 2030 sinkt sie schrittweise auf 8,5 Prozent über 6,5 Prozent bis schließlich 5,5 Prozent, wie die Süddeutsche Zeitung nun unter Berufung auf einen VW-Sprecher berichtete. 

Zuvor hatte der Aufsichtsrat am Freitag Blumes Doppelfunktion als Vorstandschef von Volkswagen und Porsche beendet. Für VW wird Blume durch den neuen Arbeitsvertrag trotz der Gehaltseinbußen aber auch langfristig weiter als CEO tätig bleiben.

Ranking: Auf diese Automarken und Modelle fahren Deutsche am meisten ab

Deutschland, das Land der Dichter, Denker und namhafter Automarken. Welche Hersteller liegen in der Gunst des Volkes vorne? Hier kommen die Top Ten sowie die beliebtesten Modelle
Deutschland, das Land der Dichter, Denker und namhafter Automarken. Welche Hersteller liegen in der Gunst des Volkes vorne? Hier kommen die Top Ten sowie die beliebtesten Modelle. © Sven Simon/Imago
Platz zehn der beliebtesten Automarken in Deutschland: Toyota
Platz zehn der beliebtesten Automarken in Deutschland: Toyota mit 87.578 Neuzulassungen. © Thales Antonio/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Toyota Yaris (und Yaris Cross, im Bild) mit 29.985 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Toyota Yaris (und Yaris Cross, im Bild) mit 29.985 Neuzulassungen. © Pond5 Images/Imago
Platz neun der beliebtesten Automarken in Deutschland: Hyundai mit 93.839 Neuzulassungen
Platz neun der beliebtesten Automarken in Deutschland: Hyundai mit 93.839 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Hyundai Tucson mit 20.907 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Hyundai Tucson mit 20.907 Neuzulassungen. © Hyundai
Platz acht der beliebtesten Automarken in Deutschland: Ford mit 108.299 Neuzulassungen
Platz acht der beliebtesten Automarken in Deutschland: Ford mit 108.299 Neuzulassungen. © Ford
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Ford Transit Custom mit 22.329 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Ford Transit Custom mit 22.329 Neuzulassungen. © Ford
Platz sieben der beliebtesten Automarken in Deutschland: Opel mit 136.189 Neuzulassungen
Platz sieben der beliebtesten Automarken in Deutschland: Opel mit 136.189 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt: Opel Corsa mit 48.581 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt: Opel Corsa mit 48.581 Neuzulassungen. © Opel
Platz sechs der beliebtesten Automarken in Deutschland: Seat mit 162.566 Neuzulassungen
Platz sechs der beliebtesten Automarken in Deutschland: Seat mit 162.566 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Seat Leon mit 38.425 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Seat Leon mit 38.425 Neuzulassungen. © Seat
Platz fünf der beliebtesten Automarken in Deutschland: Audi mit 205.862 Neuzulassungen
Platz fünf der beliebtesten Automarken in Deutschland: Audi mit 205.862 Neuzulassungen. © Audi
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Audi A6 mit 37.505 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Audi A6 mit 37.505 Neuzulassungen. © Audi
Platz vier der beliebtesten Automarken in Deutschland: Skoda mit 226.472 Neuzulassungen
Platz vier der beliebtesten Automarken in Deutschland: Skoda mit 226.472 Neuzulassungen. © Skoda
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Skoda Octavia mit 44.890 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Skoda Octavia mit 44.890 Neuzulassungen. © Skoda
Platz drei der beliebtesten Automarken in Deutschland: BMW mit 253.712 Neuzulassungen
Platz drei der beliebtesten Automarken in Deutschland: BMW mit 253.712 Neuzulassungen. © BMW
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: BMW X1 mit 47.143 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: BMW X1 mit 47.143 Neuzulassungen. © BMW
Platz zwei der beliebtesten Automarken in Deutschland: Mercedes-Benz mit 260.415 Neuzulassungen
Platz zwei der beliebtesten Automarken in Deutschland: Mercedes-Benz mit 260.415 Neuzulassungen. © Mercedes-Benz
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Mercedes GLC/GLK mit 37.146 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Mercedes GLC/GLK mit 37.146 Neuzulassungen. © Mercedes-Benz
(Traditionell) Platz eins der beliebtesten Automarken in Deutschland: VW mit 560.796 Neuzulassungen
(Traditionell) Platz eins der beliebtesten Automarken in Deutschland: VW mit 560.796 Neuzulassungen. © Volkswagen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: VW Golf mit 85.023 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: VW Golf mit 85.023 Neuzulassungen. © Volkswagen

Gehaltskürzung stehen im Zusammenhang mit massivem VW-Sparprogramm

Damit folgt die Entscheidung einer Vereinbarung, die der VW-Vorstand bereits im Dezember 2023 getroffen hatte. Durch den Gehaltsverzicht von VW-Führungskräften wie Blume solle ein Signal der Solidarität und des Engagements für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des VW-Konzerns gesetzt werden, berichtete das Onlinemagazin IT Boltwise.

Im Jahr 2024 war VW-Chef Blume mit knapp 10,4 Millionen Euro Jahresgehalt noch der Spitzenverdiener von den CEOs der DAX-gelisteten Unternehmen, wie mitunter das Handelsblatt und Bild-Zeitung berichteten. Zurückzuführen war die Gehaltssteigerung im Vergleich zu 2023 (damals 9,7 Millionen Euro) allerdings auf höhere Langzeitboni – sogenannte LTI – die von der Performance des VW-Konzerns am Aktienmarkt zusammenhängen, wie das Handelsblatt anmerkte.

Damit setzt sich der markante Sparkurs des VW-Konzerns fort: Erst im Sommer (3. Juni) hatte das Branchenmagazin Auto Motor Sport über mindestens 20.000 VW-Beschäftigte berichtet, die im Zuge des Sparkurses einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Betrieb inklusive Abfindungen zustimmten. Auch reduzierte VW seine Ausbildungskapazitäten von vormals 1400 Ausbildungsplätzen auf weniger als die Hälfte, nämlich 600 Stellen. Mit dem Sparplan will Volkswagen seine jährlichen Arbeitskosten um rund 1,5 Milliarden Euro senken. (Quellen: Süddeutsche Zeitung, IT Boltwise, Auto Motor Sport) (fh)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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