Keine Erholung in Sicht

Maschinenbauer schickt Mitarbeiter an nächstem deutschen Standort in Kurzarbeit

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Nach Biberach und Bad Schussenried wird nun an einem weiteren Standort des Baumaschinenherstellers Liebherr Kurzarbeit angemeldet.

Kirchdorf an der Iller - Die Lage in der Baubranche bleibt weiterhin angespannt. Aufgrund der niedrigen Auftragslage haben 2024 bereits einige Unternehmen in Baden-Württemberg für Teile der Belegschaft Kurzarbeit angemeldet. Darunter auch der Baumaschinenhersteller Liebherr, der am Standort in Biberach an der Riß diese Maßnahme für rund 1.000 Mitarbeiter im September nochmals verlängerte. Nun kündigte der Maschinenbauer für einen weiteren Standort im Ländle eine Reduzierung der Arbeitszeit für die Beschäftigten an.

Die besten Arbeitgeber in Deutschland: Zu diesen Unternehmen wollen Fachkräfte 2025 gehen

Siemens AG - Hauptversammlung
Siemens hat es an die Spitze geschafft: In Deutschland würden viele Ingenieure am liebsten zu diesem Arbeitgeber gehen. Dort erhoffen sie sich neben guter Bezahlung und flexiblen Arbeitszeiten eine Firma, die für Innovation steht.  © Sven Hoppe/dpa
Die Vorstände des Technologie-Konzerns Bosch Christian Fischer (l-r), Markus Forschner, Stefan Grosch, Stefan Hartung (Vorsitzender), Tanja Rückert, Markus Heyn und Frank Meyer stehen bei der Bilanz-Pressekonferenz des Konzerns an einem Bosch Logo.
Bosch ist auf Platz 2 der führenden Arbeitgeber für junge Fachkräfte im Ingenieurswesen in Deutschland. Damit ist erstmals kein Automobilunternehmen ganz oben mit dabei - dafür aber ihre Zulieferer.  © Bernd Weißbrod/dpa
Porsche 911 Turbo 50 Jahre
Im Ranking der Beratungsfirma Universum hat es Porsche auf den dritten Platz geschafft. Beim letzten Ranking stand der Autokonzern noch an der Spitze, büßt bei Ingenieuren also zwei Plätze ein.  © Porsche AG
BMW-Stammwerk in München
Auch die BMW Group gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern der deutschen Ingenieure. Wie viele Autokonzerne kämpft auch BMW mit harten Zeiten - doch beim Thema E-Mobilität hat dieses Unternehmen die Nase vorn.  © Sven Hoppe/dpa
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen, l-r), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Markus Schäfer, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group, Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group, und Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, stehen während der Eröffnungsfeier des Mercedes-Benz-Campus ´zusammen
Bei Mercedes-Benz erhoffen sich Ingenieure ebenfalls eine gute Zukunft mit guter Bezahlung und fairen Arbeitsbedingungen. Noch dazu scheint das Unternehmen sich als besonders innovativ herausstellen zu können.  © Sebastian Gollnow/dpa
Ein Airbus von Qatar Airways landet auf dem Hamburger Flughafen
Einen Platz nach oben gerutscht ist im Universum-Ranking für Ingenieure auch Airbus. Der Flugzeughersteller konnte sich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Konkurrenten Boeing positiv positionieren - letzterer ist geplagt von Skandalen und Negativschlagzeilen.  © Georg Wendt/dpa
Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, bei der Vorstellung der Jahreszahlen 2023.
Auch Audi bleibt bei Ingenieuren als Arbeitgeber beliebt - muss aber zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr einbüßen. Die Ingolstädter leiden ebenfalls unter der Autokrise - gerade wird über die Schließung eines Werks in Brüssel intensiv diskutiert.  © Sven Hoppe/dpa
Google eröffnet Cloud-Rechenzentrum in Hanau
Google ist für Ingenieure ein beliebter Arbeitgeber in Deutschland, der Tech-Riese steigt sogar auf im Ranking. Bei der letzten Untersuchung konnte Google nur den 10. Platz für Ingenieure belegen. Dafür ist der Gigant aus den USA im Fachkräfte-Ranking bei der IT an der Spitze der beliebtesten Arbeitgeber.  © Arne Dedert/dpa
Deutsche Bahn fährt in Dresden
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Deutsche Bahn gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern für Ingenieure in Deutschland. Trotz seines schlechten Rufs als Verkehrsmittel scheint die Firma insbesondere Fachkräfte gut zu erreichen. Bei den Lokführern und Kontrolleuren hingegen hörte man zuletzt eigentlich nur Frust.  © Robert Michael/dpa
Björn Bernhard, Geschäftsführer der Rheinmetall Landsysteme GmbH, spricht bei der Übergabe vom Radpanzer für die Bundeswehr vom Typ Boxer als Schwerer Waffenträger Infanterie. Der Rüstungskonzern Rheinmetall ist mit der Lieferung der 123 Boxer-Fahrzeuge beauftragt worden.
Auf Platz 10 hat es zum ersten Mal ein Rüstungsunternehmen geschafft: Rheinmetall steigt im Ranking der Ingenieure um drei Plätze auf. Damit profitiert das Unternehmen von einer neuen Stellung und Wahrnehmung im Land.  © Philipp Schulze/dpa

Liebherr meldet Kurzarbeit im Gründungswerk an

Für die Mitarbeiter an den Liebherr-Standorten Biberach und Bad Schussenried gilt die Kurzarbeit bereits seit längerem. Nun trifft es auch die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH am Standort Kirchdorf an der Iller. Die Arbeitszeitreduzierung in Form von Kurzarbeit wird demnach zum 1. November, beziehungsweise zum 1. Dezember für die Beschäftigten im Gründungswerk des Baumaschinenherstellers angemeldet, berichtet die Schwäbische.

Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH am Standort Kirchdorf an der Iller meldet Kurzarbeit an.

Im Liebherr-Werk in Kirchdorf werden insgesamt fünf Produktlinien gefertigt. Durch dieses breite Portfolio an Maschinen und Technologien konnten konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Branchen und Märkten lange ausgeglichen werden. Im Laufe des Jahres habe sich der hohe Auftragsbestand nun reduziert, weshalb erst jetzt Kurzarbeit für die Arbeitnehmer angemeldet wurde, heißt es. Die Dauer der Arbeitszeitreduzierung sei momentan für sechs Monate ausgelegt.

Das ist am Liebherr-Standort in Kirchdorf geplant

Eine Erholung der „allgemein abgekühlten Konjunktur“ sei weiterhin nicht erkennbar, was dazu führt, dass es in einzelnen Bereichen der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in den kommenden Monaten eine „Unterauslastung“ geben werde, teilte Marc Wiedenmann, Mitarbeiter im Marketing am Standort Kirchdorf, mit.

NameLiebherr-Hydraulikbagger GmbH
Gründung1949
SitzKirchdorf an der Iller
Werksfläche435.000 Quadratmeter

Durch den Abbau von Überstunden sollen die arbeitsbedingten Anpassungen abgefangen werden. Darüber hinaus kann es in Kirchdorf auch zu einzelnen Schließtagen kommen. Das Unternehmen hofft so, die wirtschaftlichen Schwankungen erstmal auszusitzen. Am Standort Ochsenhausen lief die Maßnahme beispielsweise zum 31. März bereits wieder aus.

Rubriklistenbild: © Liebherr-Hydraulikbagger GmbH

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