Mondkalender 2024

Wann der nächste Vollmond am Himmel zu sehen ist

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Steht der Vollmond am Himmel, ist er nicht zu übersehen. Doch wann ist es wieder Zeit für den nächsten Vollmond oder Neumond? Alle Termine für 2024.

Frankfurt – Schaut man nachts an den Himmel, ist er meist zu sehen: der Mond. Innerhalb von 29 Tagen, 12 Stunden und 43 Minuten durchläuft er seinen Zyklus und verändert sich vom unsichtbaren Neumond über die schmale und malerische Mondsichel zum hell leuchtenden Vollmond und wieder zurück. Doch wann steht eigentlich der nächste Vollmond am Himmel? Wann ist wieder Neumond und der Mond damit überhaupt nicht am Himmel zu sehen? Dieser Artikel verrät es.

Der Mond ist für die Erde wichtiger, als man beim Blick zum Himmel vielleicht denkt. Ohne den Mond wäre das Klima auf der Erde lange nicht so stabil, wie wir es kennen und es gäbe auch keine Jahreszeiten. Daraus schließen manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass es auf einer Erde ohne den stabilisierenden Mond womöglich kein Leben geben würde.

Der Vollmond am Himmel zieht alle Blicke auf sich. (Archivbild)

Wann steht der nächste Vollmond am Himmel? Liste der Vollmond-Termine 2024

Doch egal, ob er wichtig für die Entstehung von Leben auf der Erde war, oder nicht – der Vollmond ist ein besonderer Anblick am Himmel. Die folgende Liste zeigt, wann der nächste Vollmond im Jahr 2024 am Himmel steht:

Liste aller Vollmonde 2024
Vollmond im Januar 2024:25. Januar 2024, 18.54 Uhr
Vollmond im Februar 2024:24. Februar 2024, 13.30 Uhr
Vollmond im März 2024:25. März 2024, 08.00 Uhr
Vollmond im April 2024:24. April 2024, 01.49 Uhr
Vollmond im Mai 2024:23. Mai 2024, 18.55 Uhr
Vollmond im Juni 2024:22. Juni 2024, 03.07 Uhr
Vollmond im Juli 2024:21. Juli 2024, 12.17 Uhr
Vollmond im August 2024:19. August 2024, 20.25 Uhr
Vollmond im September 2024: 18. September 2024, 04.34 Uhr (Supermond)
Vollmond im Oktober 2024:17. Oktober 2024, 13.26 Uhr (Supermond)
Vollmond im November 2024:15. November 2024, 22.28 Uhr
Vollmond im Dezember 2024:15. Dezember 2024, 10.01 Uhr
Quelle: Nasa

Im Jahr 2024 gibt es zwölf Vollmonde – und einen „black moon“

Im September und Oktober befindet sich der Vollmond besonders nah an der Erde – es handelt sich um sogenannte „Supermonde“. Dabei hat der Vollmond im September einen Abstand von 357.286 Kilometern zur Erde, im Oktober sind es 357.175 Kilometer. Im Jahr 2024 gibt es zwölf Vollmonde – in jedem Monat einen. Einen „blue moon“ (ein zweiter Vollmond innerhalb eines Monats), wie er 2023 noch vorkam, gibt es 2024 nicht. Dafür gibt es eine andere Besonderheit rund um den Mond – allerdings um den Neumond.

Der Mond – Ein Himmelskörper, viele Facetten

Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern.
Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern. © Imago/MiS
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht.
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht. © Imago/Alan Dyer
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt.
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt. © Imago/Gottfried Czepluch
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist.
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist. © Imago/Riccardo Fabi
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller.
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller. © Imago/Pixsell
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot.
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot. © Imago/ANE Edition
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird.
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird. © imago/Silas Stein
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet.
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet. © Imago/Jon G. Fuller
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt.
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt. © Imago/imagebroker
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche.
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche. © imago/Deutzmann
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste.
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste. © imago/Nasa
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren.
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren. © Imago/UIG
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond.
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond. © imago
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa.
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa. © Imago/Cover-Images

Den gibt es im Jahr 2024 nämlich 13 Mal. Im Dezember ist der Mond gleich zweimal nicht am Himmel zu sehen, nämlich am 1. und am 30. Dezember. Dieses Phänomen wird „Black Moon“, also „schwarzer Mond“ genannt – vergleichbar mit dem „blue moon“.

Neumond-Termine 2024 – Wann der Mond nicht am Himmel zu sehen ist

Wann der unsichtbare Neumond 2024 am Himmel steht, verrät die folgende Liste:

Liste aller Neumonde 2024
Neumond im Januar 2024:11. Januar 2024, 12.57 Uhr
Neumond im Februar 2024:9. Februar 2024, 23.59 Uhr
Neumond im März 2024:10. März 2024, 10.00 Uhr
Neumond im April 2024:8. April 2024, 20.20 Uhr
Neumond im Mai 2024:8. Mai 2024, 05.21 Uhr
Neumond im Juni 2024:6. Juni 2024, 14.37 Uhr
Neumond im Juli 2024:6. Juli 2024, 00.57 Uhr
Neumond im August 2024:4. August 2024, 13.13 Uhr
Neumond im September 2024:3. September 2024, 03.55 Uhr
Neumond im Oktober 2024:2. Oktober 2024, 20.49 Uhr
Neumond im November 2024:1. November 2024, 13.47 Uhr
Neumond im Dezember 2024:1. Dezember 2024,\t07.21 Uhr
Neumond im Dezember 2024:30. Dezember 2024, 23:26 Uhr (Black Moon)
Quelle: Nasa

Erst kürzlich haben Studien gezeigt, wie der Mond wohl entstanden ist – innerhalb kurzer Zeit nach dem Einschlag eines anderen Himmelskörpers auf der Erde. Von diesem Himmelskörper, dem Protoplaneten Theia will ein Forschungsteam Überreste tief im Inneren der Erde entdeckt haben. Diesen wird jedoch niemals ein Mensch zu Gesicht bekommen – ganz im Gegensatz zum nächsten Vollmond, der am Himmel strahlt. (tab)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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