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Das Warten auf Sternschnuppen hat ein Ende: Im April sind gleich zwei Meteorschauer aktiv. Wann man die Lyriden und die Eta-Aquariiden am besten sieht.
München – Im April beginnt langsam wieder die Sternschnuppen-Zeit am Himmel. Bei guten Bedingungen kann man an dunklen Orten ab etwa der Monatsmitte die Sternschnuppen der Lyriden beobachten. Sie stammen vom Kometen Thatcher ab, durch dessen Staubspur im Weltall die Erde jedes Jahr im April fliegt. „Die ersten Sternschnuppen sehen wir kurz nach Vollmond ab dem 16. April“, erklärt der Astrophysiker Björn Voss vom Planetarium Hamburg.
Sternschnuppen der Lyriden: Der Höhepunkt wird nicht vom Mond gestört
Doch der helle Mond wird die Beobachtung des Sternschnuppen-Maximums nicht beeinträchtigen, wie Voss betont. „Sein Maximum erreicht der alljährliche Meteorschauer erst am Tag nach Ostermontag, also am 22. April. Zu diesem Datum wandert die abnehmende Mondsichel erst in der Morgendämmerung über den Horizont, sodass der Mond unsere Beobachtung kaum stört“, weiß der Fachmann.
| Sternschnuppen-Strom Lyriden | |
|---|---|
| Name: | Lyriden oder April-Lyriden |
| Aktivitätszeitraum: | 14. bis 30. April |
| Höhepunkt: | Nachmittag des 22. April 2025 |
| Am besten beobachten: | Nacht vom 22. auf 23. April nach Mitternacht. Auch in der Nacht davor und danach möglich. |
| Sternschnuppen pro Stunde | Im Maximum bis 18 Sternschnuppen pro Stunde – allerdings nur bei perfekten Bedingungen. |
| Quelle: IMO, 2025 Meteor Shower Calendar |
Meteore strömen aus dem Sternbild Leier aus – daher haben die Lyriden ihren Namen
Die Sternschnuppen der Lyriden scheinen aus der Gegend nahe dem Stern Wega auszuströmen; in der Astronomie wird diese Region Radiant genannt. Wega ist der hellste Stern im Sternbild Leier (lateinisch Lyra), dem die Lyriden seinen Namen verdanken. Die Meteore entstehen, wenn die Partikel des Kometen mit enormer Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen und verglühen. „Die so entstehenden Leuchtspuren sind 49 Kilometer pro Sekunde schnell“, sagt Voss.
Zeit für Wünsche: Sternschnuppen flitzen über den Nachthimmel




Um die Sternschnuppen zu beobachten, sollte man einen möglichst dunklen Beobachtungsort abseits der Städte aufsuchen. Je besser man den Sternenhimmel sehen kann, desto höher ist die Chance, Meteore zu sehen. Das Sternbild Leier geht gegen 21 Uhr im Nordosten auf und steigt im Laufe der Nacht immer höher am Himmel. Doch um Sternschnuppen zu sehen, muss man nicht unbedingt in Richtung Leier schauen – die Sternschnuppen können am gesamten Himmel auftauchen. Verfolgt man ihre Spur zurück zum Ausgangspunkt, landet man in der Regel in der Nähe des Sterns Wega.
Sternschnuppen der Lyriden flitzen in der zweiten April-Hälfte über den Himmel
Der Sternschnuppen-Strom der Lyriden ist vom 14. bis 30. April aktiv, seinen Höhepunkt erreicht er am 22. April. Dann kann man bis zu 18 Meteore pro Stunde über den Himmel huschen sehen – allerdings nur bei perfekten Bedingungen. Das Maximum liegt dieses Jahr am helllichten Tag, die Erde rast am Nachmittag des 22. April durch die dichteste Stelle der Staubspur im Weltall. Doch manchmal verschiebt sich der Zeitpunkt bei den Lyriden auch und das Maximum könnte auf 20 Uhr fallen. Dann ist es allerdings noch zu hell am Himmel. Dunkel genug ist es erst gegen 22 Uhr.
Aber auch dann lohnt es sich noch, nach den Sternschnuppen Ausschau zu halten, denn das Maximum der Sternschnuppen kann man einige Stunden lang beobachten. Auch die Nächte vor und nach dem Höhepunkt kann man noch wunderbar zur Beobachtung nutzen. Fachleute empfehlen, bei der Suche nach Sternschnuppen die Zeit zu nutzen, wenn der Radiant möglichst hoch am Himmel steht. Bei den Lyriden ist es die Zeit nach Mitternacht – je früher am Morgen man schaut, desto besser.
Zweiter Sternschnuppen-Strom im April: Eta-Aquariiden
Dann kann man eventuell auch Sternschnuppen eines weiteren Meteorstroms sehen: Die Eta-Aquariiden sind vom 19. April bis 28. Mai aktiv und erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai. Dieser Sternschnuppen-Regen hängt mit dem Kometen 1P/Halley zusammen, seine Meteore sind nur in den frühen Morgenstunden zu sehen – je südlicher man sich dabei befindet, desto besser. (tab)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Valentin Weinhäupl

