VonNico Reiterschließen
Der Antarktis-Gletscher verliert jährlich Tonnen an Eis. Forschende haben nun den Auslöser für das Schmelzen identifiziert und erklären, warum es andauert.
Antarktis – Mit einer Breite von 128 Kilometern ist der Thwaites-Gletscher der breiteste Gletscher im westlichen Teil der Antarktis. Bei einer kürzlichen Forschungsmission ging dort ein Unterwasserfahrzeug verloren. Trotz seiner beeindruckenden Ausmaße verliert der Gletscher mehr Eis, als er durch Schneefall aufbauen kann. Er verliert jährlich etwa 50 Milliarden Tonnen, was seine Stabilität bedroht.
Nun scheint der Ausgangspunkt des starken Rückgangs des Riesengletschers gefunden zu sein. Auch anderorts verändert das Gletscherschmelzen die Erde. Laut Forschenden sollten bis 2100 die Hälfte der Gletscher verschwunden sein.
Schmelzungen des Thwaites-Gletschers begannen bereits in den 1940er Jahren
Schon seit den 1970er Jahren wurde festgestellt, dass das Eis auf dem Gletscher zunehmend schmilzt. Der genaue Beginn dieses Prozesses war jedoch bisher unbekannt. Eine aktuelle Studie scheint nun den Startpunkt und den Auslöser der bedeutenden Schmelzvorgänge identifiziert zu haben.
Forscher der University of Houston haben herausgefunden, dass der starke Eisverlust bereits viel früher, in den 1940er Jahren, einsetzte. Nicht nur der Thwaites-Gletscher war zu dieser Zeit betroffen, auch der Pine-Island-Gletscher begann in diesem Zeitraum zu schrumpfen. „Was wirklich wichtig ist an unserer Studie, ist, dass diese Veränderung nicht zufällig war oder sich spezifisch auf einen Gletscher bezieht“, erklärt Rachel Clark, Hauptautorin der Studie, auf der Universitätswebseite. „Sie ist Teil des größeren Zusammenhanges des Klimawandels.“
Gletscherrückgang ursprünglich durch Wärmephase ausgelöst
Die Wissenschaftler berichten, dass die Veränderungen durch eine El-Niño-Wärmephase ausgelöst wurden. Laut dem Deutschen Wetterdienst handelt es sich dabei um ein periodisch auftretendes Klimaphänomen im Pazifik, bei dem ungewöhnlich warme Winde zirkulieren. Seitdem haben sich die Gletscher nicht erholt. „Ist das System einmal aus der Balance, setzt sich der Rückgang fort“, sagt Clark. Auch der Verlust der Verbindung zum Meeresboden ist auf externe Faktoren zurückzuführen.
Der Rückgang wurde also durch Veränderungen in der Meeres- und Luftzirkulation ausgelöst und nicht durch interne oder lokale Ereignisse. „Unsere Forschung liefert einen signifikanten Hinweis darauf, dass der Rückgang einer Eisschicht, einmal gestartet, für Jahrzehnte andauern kann, auch, wenn der Auslöser nicht schlimmer wird“, berichtet Co-Autor James Smith. (nr)
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