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So können Sie Ihren Namen in einer „Flaschenpost“ zum Jupitermond Europa schicken

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Diese Illustration zeigt die NASA-Raumsonde Europa Clipper. Die Mission, deren Start für 2024 geplant ist, soll untersuchen, ob auf dem Jupitermond Europa und in seinem inneren Ozean Bedingungen herrschen, die für Leben geeignet sind.

Die Nasa-Raumsonde Europa Clipper soll den Jupitermond Europa erkunden. Mit dabei: Eine „Flaschenpost“ mit Namen sowie ein Gedicht.

Im Jahr 2024 wird eine neue Raumsonde auf den Jupiter zurasen, um herauszufinden, ob der Mond Europa Leben beherbergen kann. Die Sonde wird nicht nur Hightech-Sensoren an Bord haben: Sie wird auch ein Gedicht und Hunderttausende von menschlichen Namen tragen. Ihr Name könnte einer von ihnen sein.

Die Nasa bittet die Menschen, ihre Namen vor dem Start der Mission im Oktober 2024 einzureichen. Die bis Ende 2023 eingereichten Namen werden mit dem Raumschiff Europa Clipper ins All fliegen, das 2030 in die Umlaufbahn des Jupiters eintreten soll.

Europa ist einer von 95 offiziell anerkannten Jupitermonden. Er wurde für die Mission ausgewählt, weil er möglicherweise die Energiequelle, das flüssige Wasser und die Chemikalien besitzt, die Leben möglich machen.

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Unter der Oberfläche von Jupitermond Europa soll es einen flüssigen Ozean geben

Obwohl seine Oberfläche mit Eis bedeckt ist, geht man davon aus, dass sich darunter ein riesiger flüssiger Ozean befindet, und chemische Aktivitäten unter dem Wasser könnten die Voraussetzungen für lebende Organismen schaffen. Obwohl das Sonnenlicht nicht bis unter das Eis von Europa vordringen kann, glauben Wissenschaftler, dass die Strahlung des Jupiters stattdessen eine brauchbare Energiequelle darstellen könnte.

Die Nasa hat in der Vergangenheit immer wieder bedeutungsvolle Botschaften und Kunstwerke ins All geschickt, in der Hoffnung, dass ein Außerirdischer sie findet. Am bekanntesten sind die „goldenen“ Schallplatten, die in den 1970er Jahren mit der Raumsonde Voyager ins All geschickt wurden. Die Schallplatten enthielten Bilder, Töne, Musik und gesprochene Grüße in 55 Sprachen.

Das Herzstück der NASA-Raumsonde Europa Clipper in der Spacecraft Assembly Facility des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien.

„Der Start dieser Flasche in den kosmischen Ozean sagt etwas sehr Hoffnungsvolles über das Leben auf diesem Planeten aus“, sagte der Astronom Carl Sagan, der den Vorsitz des Komitees führte, das den Inhalt der Platten zusammenstellte.

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„Flaschenpost“ ins Weltall: Ein Gedicht und hunderttausende Namen sind dabei

Die Nasa nennt ihre aktuelle Initiative eine „Flaschenpost“ - mit einer ähnlich hoffnungsvollen Botschaft. Diesmal wird das Raumschiff ein Gedicht der US-Poet Laureate Ada Limón tragen. „In Praise of Mystery: A Poem for Europa“ meditiert über das Wunder der Natur und die Neugierde, die die Menschen vereint, wenn sie auf „kleine unsichtbare Welten“ blicken.

Laut der Website der Agentur wurden bisher etwa 700.000 Namen eingereicht. Sie werden schließlich in mikroskopisch kleiner Schrift auf einen zehn Zentimeter großen Mikrochip geschrieben und dann an einer Metallplatte befestigt, auf der das Gedicht eingraviert ist, das das Raumschiff begleiten wird.

Möchten Sie Teil der Reise sein? Die Nasa nimmt noch bis zum 31. Dezember um 23:59 Uhr Eastern Time Namen entgegen.

Zur Autorin

Erin Blakemore ist freiberufliche Reporterin in Boulder, Colorado, und schreibt häufig für die Washington Post.

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 19. November 2023 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

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