Treibstofftransfer im Flug

SpaceX bereitet dritten „Starship“-Testflug vor – Nasa wird ambitionierte Pläne genau beobachten

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SpaceX plant den dritten Testflug der Riesenrakete „Starship“. Eine neue Flugbahn und ambitionierte Ziele stehen auf dem Programm.

Boca Chica – Mit einer beeindruckenden Höhe von 121 Metern ist die momentan größte Rakete der Welt in zwei Segmente unterteilt: Die erste Stufe, bekannt als „Super Heavy“, und die zweite Stufe, das „Starship“. Beide Segmente zusammen bilden die gigantische Rakete „Starship“, die aktuell vom privaten US-Raumfahrtunternehmen SpaceX getestet wird. Nachdem die ersten beiden Testflüge jeweils mit Explosionen geendet hatten, steht nun der dritte Testflug des „Starships“ an.

Obwohl SpaceX nach eigenen Angaben noch keine Lizenz von der US-Flugaufsichtsbehörde FAA erhalten hat, scheint dies nur eine Frage der Zeit zu sein. Das Unternehmen hat bereits den geplanten Termin für den dritten Testflug bekannt gegeben: Sollte die FAA-Lizenz bis dahin erteilt sein, wird das „Starship“ am 14. März 2024 zum dritten Mal starten. Eine genaue Uhrzeit für den Start steht noch nicht fest. SpaceX hat jedoch angekündigt, dass ein Livestream 30 Minuten vor dem Raketenstart beginnen wird.

Nächster „Starship“-Testflug: SpaceX will einige „ambitionierte Ziele“ erreichen

Mit dem dritten Testflug des „Starships“ strebt SpaceX an, einige „ambitionierte Ziele“ zu erreichen. Dazu gehören der erfolgreiche Aufstieg beider Raketenstufen, das Öffnen und Schließen der „Starship“-Nutzlasttür, die erstmalige Wiederzündung eines Raptor-Triebwerks im All und ein kontrollierter Wiedereintritt des „Starships“.

„Starship“ von SpaceX – so ist die größte Rakete der Welt aufgebaut

Das „Starship“ von SpaceX ist mit 121 Metern Höhe die größte Rakete der Welt. Zum Vergleich: die Mondrakete „Saturn V“ war 110 Meter hoch, das „Space Launch System“ der Nasa ist 98 Meter hoch.
Das „Starship“ von SpaceX ist mit 121 Metern Höhe die größte Rakete der Welt. Zum Vergleich: die Mondrakete „Saturn V“ war 110 Meter hoch, das „Space Launch System“ der Nasa ist 98 Meter hoch. © IMAGO/SPACEX
Das „Starship“ besteht aus zwei Teilen, die zusammen den Namen „Starship“ tragen. So heißt jedoch auch die obere, zweite Stufe der Rakete. Es ist das Raumschiff, in dem später Menschen Platz nehmen sollen, um zum Mond oder Mars zu fliegen.
Das „Starship“ besteht aus zwei Teilen, die zusammen den Namen „Starship“ tragen. So heißt jedoch auch die obere, zweite Stufe der Rakete. Es ist das Raumschiff, in dem später Menschen Platz nehmen sollen, um zum Mond oder Mars zu fliegen. © IMAGO/SPACEX
Die untere, erste Stufe des „Starships“ ist der Raketenbooster, genannt „Super Heavy“. Der Booster ist mit 33 Raptor-Triebwerken ausgerüstet, die beim Start alle gezündet werden und die Rakete starten lassen. Die erste Raketenstufe soll nach ihrer Abtrennung zur Erde zurückfliegen und wiederverwendet werden können.
Die untere, erste Stufe des „Starships“ ist der Raketenbooster, genannt „Super Heavy“. Der Booster ist mit 33 Raptor-Triebwerken ausgerüstet, die beim Start alle gezündet werden und die Rakete starten lassen. Die erste Raketenstufe soll nach ihrer Abtrennung zur Erde zurückfliegen und wiederverwendet werden können. © IMAGO/SPACEX
Nach dem ersten Startversuch wurde der Startplatz des „Starships“ stark beschädigt und musste repariert werden. Das „Starship“ startet von Boca Chica ganz im Süden des US-Bundesstaats Texas. Dort will SpaceX eine ganze Stadt aus dem Boden stampfen – genannt „Starbase“.
Nach dem ersten Startversuch wurde der Startplatz des „Starships“ stark beschädigt und musste repariert werden. Das „Starship“ startet von Boca Chica ganz im Süden des US-Bundesstaats Texas. Dort will SpaceX eine ganze Stadt aus dem Boden stampfen – genannt „Starbase“. © IMAGO/Reginald Mathalone
In der zweiten Stufe des „Starship“, dem Raumschiff, sollen in Zukunft zahlreiche Menschen Platz finden und zu fernen Himmelskörpern reisen können. Die Vision von Elon Musk ist es, mithilfe des „Starships“ den Planeten Mars zu kolonisieren.
In der zweiten Stufe des „Starship“, dem Raumschiff, sollen in Zukunft zahlreiche Menschen Platz finden und zu fernen Himmelskörpern reisen können. Die Vision von Elon Musk ist es, mithilfe des „Starships“ den Planeten Mars zu kolonisieren. © IMAGO/Reginald Mathalone
Er ist der Erfinder des „Starship“: Elon Musk. Der Milliardär hat vor mehr als 20 Jahren SpaceX gegründet – immer mit dem Ziel, eines Tages den Mars zu kolonisieren. Weil er schnell feststellte, dass dafür Raketenstarts billiger werden müssten, entstand die Idee, wiederverwendbare Raketen zu bauen. Damit verdient SpaceX mittlerweile Geld – und baut nun das „Starship“.
Er ist der Erfinder des „Starship“: Elon Musk. Der Milliardär hat vor mehr als 20 Jahren SpaceX gegründet – immer mit dem Ziel, eines Tages den Mars zu kolonisieren. Weil er schnell feststellte, dass dafür Raketenstarts billiger werden müssten, entstand die Idee, wiederverwendbare Raketen zu bauen. Damit verdient SpaceX mittlerweile Geld – und baut nun das „Starship“. © IMAGO/SPACEX
Das „Starship“ wartet am Strand von Boca Chica auf seinen ersten Startversuch. Im April 2023 fand dieser statt und scheiterte bereits nach wenigen Minuten.
Das „Starship“ wartet am Strand von Boca Chica auf seinen ersten Startversuch. Im April 2023 fand dieser statt und scheiterte bereits nach wenigen Minuten. © IMAGO/ABACA
Die riesige Rakete hob von ihrem Startplatz in Texas ab. Dabei wurde das Launchpad beschädigt. Für den zweiten Startversuch wurde es repariert und aufgerüstet, um für die Naturgewalt des Raketenstarts besser gewappnet zu sein.
Die riesige Rakete hob von ihrem Startplatz in Texas ab. Dabei wurde das Launchpad beschädigt. Für den zweiten Startversuch wurde es repariert und aufgerüstet, um für die Naturgewalt des Raketenstarts besser gewappnet zu sein. © IMAGO/Liu Jie
Kurz nach dem ersten Startversuch des „Starship“ konnte man sehen, dass nicht alle 33 Raptor-Triebwerke der ersten Raketenstufe gezündet hatten.
Kurz nach dem ersten Startversuch des „Starship“ konnte man sehen, dass nicht alle 33 Raptor-Triebwerke der ersten Raketenstufe gezündet hatten. © IMAGO/SPACEX
Das Ende des ersten Startversuchs: Das „Starship“ wurde gesprengt, da es außer Kontrolle geraten war. Beim zweiten Versuch will SpaceX es besser machen. Ob das gelingt, wird sich zeigen.
Das Ende des ersten Startversuchs: Das „Starship“ wurde gesprengt, da es außer Kontrolle geraten war. Beim zweiten Versuch will SpaceX es besser machen. Ob das gelingt, wird sich zeigen. © IMAGO/Liu Jie

Ein Ziel, das auch von der US-Raumfahrtorganisation Nasa genau beobachtet wird, ist der erstmalige Test des Treibstofftransfers im Flug. Diese Technologie ist notwendig, wenn das „Starship“ frühestens 2026 Menschen zum Mond transportieren soll. Die Verzögerungen bei den Tests von SpaceX waren ein Grund dafür, dass die Nasa die nächste geplante Mondlandung von 2025 auf 2026 verschieben musste. Experten beobachten nun genau, wie weit SpaceX bei dem kritischen Thema des Treibstofftransfers im Flug fortgeschritten ist.

SpaceX plant neue Flugroute für dritten „Starship“-Start

Für den dritten „Starship“-Testflug ist auch eine neue Flugroute geplant. Bisher sollte die riesige Rakete nahe Hawaii ins Meer stürzen. Nun führt die Flugroute das „Starship“ in den Indischen Ozean – vorausgesetzt, es kommt so weit. Bei den bisherigen Testflügen explodierte die obere Raketenstufe jeweils. Die neue Flugroute soll SpaceX die Möglichkeit geben, neue Techniken zu testen und gleichzeitig „die öffentliche Sicherheit maximieren“, wie das Unternehmen angibt.

Das „Starship“ von SpaceX ist im November 2023 zum zweiten Testflug gestartet. (Archivbild)

Das „Starship“ von SpaceX soll in der Zukunft die Kolonisierung des Mars ermöglichen – eine der großen Visionen von SpaceX-Gründer Elon Musk. Gleichzeitig soll das Raumschiff für die Nasa erstmals wieder Menschen zum Mond transportieren. Doch bis diese Ziele erreicht sind, liegt noch ein langer Weg vor dem Unternehmen. (tab)

Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © IMAGO/JOE MARINO

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