VonKilian Bäumlschließen
Forscher entdecken ein wiederkehrendes Wackeln im Erdkern. Diese Entdeckung könnte unser Verständnis vom Erdinneren grundlegend verändern.
Wuhan – Wiederholte Schwingungen tief im Erdkern wurden von Wissenschaftlern bei Messungen an der Erdoberfläche entdeckt. Ein Team um die Forschenden Yachong An und Hao Ding stellte während ihrer Untersuchungen fest, dass sowohl die Bewegung der Erdpole als auch die Tageslänge geringfügig variieren. In einer Studie, die im Fachmagazin Nature Communications publiziert wurde, vermuten sie, dass der Erdkern etwa alle 8,5 Jahre schwankt.
Wackelt der Erdkern? Neue Studie enthüllt überraschende Bewegungen
Es ist allgemein angenommen, dass die Erde sich täglich einmal dreht. Dennoch treten immer wieder geringfügige Abweichungen auf, die durch innere Aktivitäten der Erde hervorgerufen werden. Eine andere Untersuchung legt sogar nahe, dass die Erde ihre Rotationsrichtung mehrmals geändert hat, was sich ebenfalls auf die Tageslänge auswirken soll.
So ist das Innere der Erde aufgebaut
Die Erde besteht aus verschiedenen Schichten. Ihr Kern besteht aus geschmolzenem Gestein und Metall, das im Inneren dichter und schwerer wird. Der Erdkern, eine heiße, dichte Kugel mit einem Durchmesser von etwa 2.450 Kilometern – größer als der Zwergplanet Pluto – ist quasi das Herz des Planeten. Der Erdkern und die flüssige Schicht, die ihn umschließt, erzeugen ein Magnetfeld, das die Erde schützt.
Die Aktivitäten im Erdinneren haben Auswirkungen auf das Leben an der Erdoberfläche, daher ist die Wissenschaft sehr an allen Besonderheiten des Erdkerns interessiert. Da der Erdkern jedoch nicht direkt messbar ist, müssen Wissenschaftler auf indirekte Messungen zurückgreifen, die auf Oberflächendaten basieren. Hierbei werden auch seismische Wellen analysiert.
Erdkern wackelt offenbar: Erkenntnisse der Forschung könnten das Verständnis des Erdinneren verändern
Bereits 2019 stellte ein Forschungsteam um Ding eine Bewegung des Erdkerns fest, die nach damaligem Kenntnisstand etwa 8,7 Jahre dauerte. Schon damals vermutete die Forscherin, dass diese Bewegung ein Wackeln des Erdkerns sein könnte.
Nach dieser Entdeckung suchten die Wissenschaftler nach Veränderungen in der Erdrotation, um ihre Theorie der wiederkehrenden Schwingungen des Erdkerns zu bestätigen. Bei ihren Messungen stellten sie fest, dass der Erdkern im Vergleich zum Erdmantel eine Neigung von 0,17 Grad aufweist. Frühere Forschungsergebnisse gingen sogar von einer noch größeren Neigung von bis zu 10 Grad aus. Diese neuen Erkenntnisse könnten das Verständnis des Erdinneren grundlegend verändern.
Eine neue Studie enthüllt überraschende Bewegungen im Erdkern
Das bedeutet, dass die Rotationsachse und der Erdmantel nicht genau auf einer Linie liegen. Diese Differenz führt nach den Berechnungen der Wissenschaftler dazu, dass es etwa alle 8,5 Jahre zu einem Wackeln kommt. Darüber hinaus weist dies darauf hin, dass der Erdkern auf der nordwestlichen Hemisphäre dichter ist – ein merkwürdiges Phänomen, das bereits aus seismologischen Daten bekannt ist. Einige Wissenschaftler spekulieren sogar, dass sich Überreste eines anderen Planeten im Erdinneren befinden könnten.
Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Dichte zwischen dem Erdinneren und -äußeren stärker variiert, als bisher angenommen. Dies könnte die Bewegungen des flüssigen Erdkerns beeinflussen und somit auch das Magnetfeld der Erde. Äußere Einflüsse können sich auf die Erdachse auswirken, laut Wissenschaftlern soll die Erde in den letzten 25 Jahren von ihrer Achse gekippt sein. Ein anderes Forschungsteam stellte fest, dass der Erdmantel durchlässiger ist als bisher angenommen. Viele Prozesse im Erdinneren sind der Wissenschaft jedoch noch unbekannt, daher sind weitere Untersuchungen über die Aktivitäten des Erdkerns dringend erforderlich.
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