Die Sonne verdunkelt sich

Wo die Sonnenfinsternis sichtbar ist, wie gefährlich sie sein kann und was Sie jetzt wissen müssen

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Am 29. März zieht eine partielle Sonnenfinsternis über Deutschland – mit guten Sichtchancen im Norden. Doch nur mit speziellem Schutz ist sie sicher beobachtbar.

Hamm – Am Samstag (29. März) kommt es zu einer Sonnenfinsternis – ein faszinierendes Naturschauspiel, das auch in Deutschland sichtbar sein wird. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine totale, sondern um eine partielle Sonnenfinsternis, bei der die Sonne nur zum Teil vom Mond verdeckt wird. Der Höhepunkt der Finsternis wird gegen Mittagszeit erwartet, abhängig vom Standort etwa zwischen 11.45 Uhr und 13.15 Uhr.

Besonders gute Sichtchancen bestehen laut aktuellen Wetter-Prognosen in Norddeutschland und im Nordwesten, während es im Süden wohl eher wolkig bleiben dürfte. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net erklärt: „In einem Streifen von Schleswig-Holstein bis Niedersachsen sieht es derzeit ganz gut aus – dort könnte es teils größere Wolkenlücken geben, die den Blick auf die Finsternis erlauben.“ Für NRW besteht somit zumindest für den Norden Hoffnung auf gute Sicht.

Totale Sonnenfinsternis? Nicht dieses Mal

Auch wenn die Finsternis am Samstag spektakulär ist, handelt es sich nicht um eine totale Sonnenfinsternis. Die letzte totale Sonnenfinsternis in Deutschland war am 11. August 1999 – viele erinnern sich noch an das plötzliche Dunkel mitten am Tag. Die nächste totale Sonnenfinsternis wird hierzulande allerdings erst am 3. September 2081 zu sehen sein. Wer dieses Ereignis erleben will, braucht also entweder viel Geduld – oder einen Reiseplan. Die Sonnenfinsternis 2025 ist dennoch ein sehenswertes Schauspiel: Je nach Standort in Europa werden etwa 10 bis 40 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt.

In Deutschland wird am Samstag (29. März) eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein.

Unbedingt Schutzbrille tragen – normale Sonnenbrille reicht nicht

So faszinierend dieses Ereignis ist, so gefährlich kann es auch sein: Viele Menschen schauen bei einer Sonnenfinsternis ohne ausreichenden Schutz direkt in die Sonne – ein großer Fehler. Selbst wenn die Sonne nur teilweise verdeckt ist, ist die Strahlung hochgefährlich für die Augen. Eine normale Sonnenbrille schützt nicht, im Gegenteil: Sie kann sogar ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Um das Schauspiel gefahrlos zu genießen, ist eine zertifizierte Sonnenfinsternis-Brille unbedingt notwendig. Diese speziellen Brillen sind in Planetarien, bei Optikern oder online erhältlich – und sollten frühzeitig besorgt werden, da sie rund um solche Ereignisse schnell vergriffen sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, beobachtet die Finsternis indirekt – etwa durch eine Projektion mit einer Lochkamera.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Christian Charisius

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