VonJanika Deblerschließen
Tausende Traktoren rollen an diesem Montag durchs Land und blockieren die Straßen. So ist die Lage im Ostalbkreis.
An diesem Montag demonstrieren Landwirte in ganz Deutschland mit Traktorkonvois gegen die volle Besteuerung von Agrardiesel und Landmaschinen. Wer kann, sollte am Montag besser das Auto stehen lassen und zu Hause bleiben – das raten gleich mehrere Polizeipräsidien in ganz Baden-Württemberg. Aktuelle Informationen zur Lage im Ostalbkreis gibt's hier in unserem Liveticker.
17.10 Uhr: Die Polizei fasst am Abend die Verkehrsbeeinträchtigungen des Tages zusammen: "Während des heutigen Tages kam es in den drei Landkreisen des Polizeipräsidiums Aalen, dem Ostalbkreis, dem Rems-Murr-Kreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall vielfach zu Verkehrsbehinderungen. Grund hierfür waren die bereits im Vorfeld angekündigten Protestaktionen der Bauernverbände.Während die Versammlungen und Aufzüge zu zähfließendem Verkehr im gesamten Präsidiumsbereich führten, kam es insbesondere an den Anschlussstellen zu den Autobahnen A 6 und A 7, sowie auf den Bundesstraßen zu Rückstau und Verkehrsbehinderungen. Neben diversen Kundgebungen führten die Versammlungsteilnehmer im Zuge der Demonstrationen auch Sternfahrten im gesamten Präsidiumsbereich durch. In Schwäbisch Gmünd machte sich nach einer Kundgebung ein Konvoi mit etwa 400 Traktoren und Lkw auf der B 29 auf den Weg nach Aalen und wieder zurück.Auf der B290 auf Höhe der Anschlussstelle Satteldorf nahmen etwa 1.000 Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen an einer dortigen Versammlung teil.Eine Versammlung in Crailsheim wurde von etwa 500 Teilnehmern mit ihren Traktoren besucht. Circa 300 Traktoren waren auf der B290 im Bereich Ellwangen unterwegs.Das Polizeipräsidium Aalen war mit starken Kräften im Einsatz und hielt die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich. Die Protestaktionen liefen durchweg friedlich ab, im Rahmen dieser war ein kleiner Verkehrsunfall an der Anschlussstelle Fichtenau zu verzeichnen. In Ellwangen kam es im Bereich einer Tankstelle zu Flurschäden und Beschädigungen am Straßenbelag durch Traktorfahrer. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen kam es nach bisherigem Kenntnisstand zu keinerlei weiteren Straftaten im Verlauf der Proteste."
13.45 Uhr: In und um Ellwangen steht alles still. Beim Reiterumzug in der Ellwanger Innenstadt sind kaum Zuschauer. Der Umzug startet um 14 Uhr.
13.40 Uhr: Die Polizei spricht auf Anfrage von einer "komplett friedlichen" Protestaktion in den drei Landkreisen (Ostalbkreis, Schwäbisch Hall und Rems-Murr-Kreis). "Es gab keinerlei Zwischenfälle", sagt Polizeisprecher Robert Kauer.
12.40 Uhr: Während die Landwirte auf der Straße demonstrieren, hat die Bundesregierung an diesem Montag mehrere Maßnahmen aus dem Sparpaket zum Haushalt 2024 auf den Weg gebracht - darunter auch die heftig umstrittenen Subventionskürzungen für Landwirte.
12.06 Uhr: Im Gmünder Raum haben sich die Traktoren offenbar verteilt. Ein Konvoi ist aktuell auf der B 290 unterwegs.
11.47 Uhr: Von „schon deutlichen Auswirkungen“ des Streiks auf den Schulbetrieb berichtet Dr. Christoph Hatscher, Schulleiter am Theodor-Heuss-Gymnasium und geschäftsführender Schulleiter in Aalen. „In erheblichem Umfang“ seien Schülerinnen und Schüler nicht oder nicht pünktlich zum Unterricht erschienen. Zum Teil hätten Schulbusse umdrehen müssen und die Schule nicht erreicht. Der Unterricht finde statt, aber mit deutlich geringerer Schülerzahl. Hatscher hofft, dass die Streiks nicht fortgesetzt werden, „denn die Ferien sind zu Ende“. Verständnis für die Sorgen und Nöte der Bauern habe er „nur bis zu einem gewissen Grad“. Er halte nichts davon, das Land „lahmzulegen wegen Partikularinteressen“. Allerdings wünscht er sich von der Bundesregierung auch „mehr Geschicklichkeit in der Gesetzgebung“.
11.10 Uhr: Die B 29 bei Mögglingen ist gerade "wunderbar frei", berichtet Reporter Bernd Müller. Der Hauptkonvoi aus Gmünd ist jetzt vor Böbingen.
10.15 Uhr: Noch immer sind viele Straßen im Kreis dicht. So sollte aktuell zum Beispiel das Stadtgebiet in Gmünd gemieden werden. Zudem staut es sich zwischen Aalen und Westhausen auf der B 29. Auch auf der Westtangente in Ellwangen und auf der B 290 rund um Jagstzell ist viel los.
9.43 Uhr: Die Kundgebung am Gmünder Schießtalplatz, die rund 45 Minuten später gestartet ist, ist nun beendet. Die Bauern setzen die Fahrt fort - mit großem Hupkonzert. Die Polizei fährt voraus.
9.35 Uhr: Rund 2,5 Stunden ist ein Autofahrer am Morgen von Wasseralfingen bis zur Autobahnauffahrt Westhausen im Stau gestanden, teilt er unserer Redaktion mit. So eine freie A 7 habe er danach aber selten erlebt.
9.26 Uhr: Einige Eltern haben am Morgen ihre Kinder wegen der Verkehrssituation von der Schule abgemeldet. Die Schülerinnen und Schüler der Heubacher Schulen, die an diesem Montag mit dem Bus zur Schule kamen, hatten allerdings keine Probleme aufgrund der angekündigten Traktor-Blockaden der Landwirte. Sie wisse von keinen steckengebliebenen Bussen, sagt Christine Holzwarth vom Sekretariat des Heubacher Rosenstein-Gymnasiums. Lediglich eine Lehrerin aus dem Gmünder Raum habe sich gemeldet, weil sie sich aufgrund eines Traktorkonvois verspätete. Auch Doris Hartel, Sekretärin der Heubacher Realschule, berichtet von einem reibungslosen Schulstart an diesem Morgen. Nur der Schulsozialarbeiter Tobias Köster, der aus dem Göppinger Raum nach Heubach pendle, habe sich aufgrund einer Blockade etwas verspätet.
8.27 Uhr: Wichtige Information aus Ellwangen: Die Bauern werden demnächst losfahren und die B 290 in beide Richtungen befahren (Richtung Aalen und Crailsheim). In Aalen geht es über die B 29 bis nach Mögglingen.
Ellwangen: sehr friedlicher Protest
8.12 Uhr: Ellwangen: Im gesamten Ellwanger Stadtgebiet waren rund 300 Traktoren seit 4 Uhr morgens unterwegs. Wie die Polizei, Vertreter der Stadtverwaltung Ellwangen und Hubert Kucher, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Ostalb-Heidenheim im Gespräch mit Reporterin Alexandra Rimkus berichten, ist bislang alles sehr friedlich verlaufen. Die Bauern würden immer nur für kurze Zeit die Kreisverkehre blockieren. Zudem gibt es keine Plakate, die in irgendeiner Form anrüchig sind. Der Verkehr rollt langsam, aber er rollt.
8.07 Uhr: Weniger los als üblich ist derzeit auf der B 29 bei Essingen.
8 Uhr: Den Aalener Hirschbach sollte man aktuell besser meiden. Wie unser Fotograf Oliver Giers mitteilt, habe er in rund 30 Minuten gerade einmal 2,5 Kilometer geschafft.
7.50 Uhr: In Schwäbisch Gmünd dürften nun auch alle wach sein. Seit etwa 45 Minuten dröhnt ein Riesen-Hupkonzert durch die Stadt. Der Verkehr läuft noch normal. Bis auf die Oststadt. Dort sind die Traktoren auf dem Weg zum Schießtalplatz. Dort formulieren die Bauern um 8.30 Uhr ihre Forderungen und Anliegen.
7.35 Uhr: Dicht ist sowohl die Westtangente in Ellwangen als auch die B 29 rund um die Autobahnauffahrt A 7. Auch in Schwäbisch Gmünd wird es nun immer voller.
7.15 Uhr: Viele Traktoren sind aktuell wohl auf dem Weg zur Kundgebung nach Schwäbisch Gmünd. Auf der B 29 zwischen Lorch-Waldhausen und Schwäbisch Gmünd staut es sich.
7 Uhr: Neben den Rettungsgassen sollte auch beachtet werden, dass beispielsweise ehrenamtliche Feuerwehrkräfte, die kein Blaulicht oder Martinshorn besitzen, im Alarmfall ungehindert die Feuerwehrhäuser anfahren können. Darauf weist Gmünds Feuerwehrkommandant Uwe Schubert hin.
6.40 Uhr: Besonders viel los ist derzeit auf der B 29 bei Westhausen. Dort ist laut Polizeiangaben ein größerer Konvoi unterwegs, der den Berufsverkehr stark beeinträchtigt. Blockaden gibt es keine, bestätigt die Polizei auf Nachfrage.
6.15 Uhr: Auf den Straßen zeichnet sich am frühen Morgen bereits ein Verkehrschaos ab. Viele Straßen im Ostalbkreis sind dicht. So zum Beispiel die B 290 bei Ellwangen, die B 19 bei Hüttlingen und die B 29 zwischen Hüttlingen und Westhausen.
Die vom Bauernverband Ostalb-Heidenheim angemeldeten Aktionen starten um 8 Uhr in Ellwangen und um 8.30 Uhr auf dem Schießtalplatz in Gmünd.

















