Demo gegen Rechtsextremismus in Gmünd - wieso auch OB Richard Arnold reden will

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20.01.2024, Rheinland-Pfalz, Koblenz: "Faschos als Partei sind immer noch Faschos" ist auf einem Schild bei einer Demo gegen Rechts zu lesen. Zu der Demonstration mit Kundgebung unter dem Motto: «Nazis raus aus den Parlamenten» eines überparteilichen Bündnisses wurden alle im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergruppen abseits der AfD als Mitveranstaltende eingeladen. Mit der Demonstration wollen die Teilnehmer ein Zeichen des Widerstands gegen rechtsextreme Umtriebe setzen.
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  • Marie Enßle
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    Julia Müller

 „Bündnis Aufstehen gegen Rassismus“ verzeichnet großen Zuspruch für geplante Demo am kommenden Samstag. Wer alles auf der Rednerliste steht.

Schwäbisch Gmünd. "Von sich aus haben sich verschiedene Organisationen gemeldet, die uns unterstützen“, sagt Christian Zeeb, der die geplante Demonstration gegen Rechtsextremismus in Gmünd organisiert. Auf dem Gmünder Johannisplatz soll am kommenden Samstag um 12.30 Uhr die Kundgebung stattfinden, initiiert vom „Bündnis Aufstehen gegen Rassismus“.

„Offenheit und Toleranz“

Als Redner hat auch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold zugesagt. Der OB werde an der Demonstration teilnehmen und ein kurzes Statement abgeben, sagt Stadtsprecher Markus Herrmann. Arnold werde die Gelegenheit wahrnehmen, dort noch einmal zu betonen, wie wichtig ihm Offenheit und Toleranz sind, ohne die eine Stadtgemeinschaft nicht funktioniere. Und Hermann fügt hinzu: „trotz unterschiedlicher Meinungen in der Gesellschaft, die man auch aushalten muss“. „Dass der Oberbürgermeister als Stadtoberhaupt zugesagt, freut uns sehr. Wir finden das ein ganz wichtiges Zeichen, dass er mit uns zusammen gegen Rechtsextremismus demonstriert.“

Auf der Rednerliste stehen auch zwei der drei Organisatoren vom Bündnis: Christian Zeeb (DGB) und Ann- Katrin Lauer (Fraueninitiative Gmünd), Mitorganisator Ali Nagelbach wird nicht reden. Zudem habe man Karolina Tomanek von der Katholischen Betriebsseelsorge als Rednerin gewinnen können, außerdem soll Dilnaz Alhan sprechen, Gründerin der Jugendinitiative „Akzeptanz für Alle“. Nach GT-Informationen will auch Pfarrer Reiner Kaupp von der Evangelischen Kirche an der Demo teilnehmen.

„Es war uns wichtig, dass wir ein möglichst breites Spektrum abbilden“, sagt der Organisator. „Außerdem gibt es von einigen Musikern Zusagen, dass sie für musikalische Begleitung sorgen wollen.“ Wie viele Demonstrierende Christian Zeeb erwartet, da will er sich auf keine Zahl festlegen. „Das wird sich dann zeigen. Aber wir erfahren einen gewaltigen Zuspruch vor dieser Demonstration, ich bin guter Dinge, dass das eine gute Geschichte wird.“

Landrat Bläse will kommen

Sein Kommen hat auch Landrat Dr. Joachim Bläse angekündigt, weil er sich solidarisch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demonstration zeigen möchte. Bläse freut sich, dass die Mitte der Gesellschaft „aufstehe“ und gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung und für Vielfalt, Demokratie und freiheitliche Rechte demonstriere. Diese Demonstrationen haben aus Bläses Sicht eine ganz besondere Bedeutung, „weil sie nicht von Kommunen, sondern aus der Gesellschaft heraus selbst initiiert wurden.“ Eine bisher schweigende Mehrheit zeige Haltung und gehe für unsere Demokratie auf die Straße.

Vor der Demonstration wird es einen Stadtrundgang geben zu Orten in Gmünd, die an Verfolgung im Nationalsozialismus erinnern. Der Stadtrundgang startet um 10.30 Uhr an der Rems-Galerie.

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