VonJulia Müllerschließen
Sridevan Sriskandarajah hat jetzt die Erlaubnis, aus der früheren Mohrenapotheke eine Bar zu machen. Er will diese Ende Oktober eröffnen.
Schwäbisch Gmünd
Innerhalb der nächsten drei Monate will Sridevan Sriskandarajah von der GS Gastronomie aus der früheren Mohrenapotheke am Gmünder Marktplatz die Kostbar machen. Die Stadtverwaltung hat ihm als Pächter und Varujan Karajan als Hauseigentümer nun die Erlaubnis zur Nutzungsänderung zugestellt.
Jetzt gilt es für Sride Sriskandarajah zunächst, die noch verbliebene Einrichtung der einstigen Apotheke entsorgen zu lassen. Unter anderem die Einbauschränke sind noch vorhanden. Zeitgleich wird die beauftragte Innenarchitektin vom Büro Xia Works in Stuttgart, das auch die Villa Hirzel eingerichtet hat, die 3-D-Planung für die Kostbar fertigstellen. Geplant sei eine Kernsanierung mit neuem Boden, neuen Wandverkleidungen, neuen Decken, neuer Lüftungsanlage. Die Bestellungen für die Möbel seien schon so weit vorbereitet, dass sie pünktlich geliefert werden sollten, sagt der Pächter. Er will die Kostbar Ende Oktober eröffnen, damit sich einen Monat lang alles einspielen kann, bevor das Weihnachtsgeschäft beginnt.
Als Gastronom für die Sperrung des Marktplatzes
Zunächst wird das Kostbar-Team um Geschäftsführer Ahmed El Sayed, besser bekannt als Sam, bis zu 60 Gäste in dem Lokal bewirten. Ab Frühjahr stehen außen weitere 80 Sitzplätze bereit, kündigt Sride Sriskandarajah an. Ein paar Tische werden direkt am Haus aufgebaut, die weiteren in der Mitte des Marktplatzes. Dazwischen bleibt Platz für eine Rettungsgasse und Lieferverkehr. „Als Gastronom finde ich die geplante Sperrung gut“, sagt Sride Sriskandarajah zu dem Vorhaben der Stadtverwaltung, die Durchfahrt auf dem unteren Marktplatz nur noch für Anliegerverkehr zuzulassen. Leute, die dort vorbei schlendern, kehren viel eher ein als jene, die mit dem Auto vorbeifahren, sagt er. Zumal das Schlendern ohne Autoverkehr doch viel entspannter sei. Die Bedenken der Händler in der Nähe des unteren Marktplatzes wegen der geplanten Sperrung könne er dennoch verstehen.
Bei der Anlieferung der Waren sieht Sride Sriskandarajah kein Problem, denn für Lieferverkehr bleibe der untere Marktplatz frei. Für die Kostbar wird es täglich frische Lieferungen brauchen. Dort werde es eine Mittags- und eine Abendkarte mit wechselnden Gerichten geben. Vor allem mediterrane Speisen wie Pinsa, Pizza, Pasta sowie Salate und Bowls soll es dort geben. Zudem italienische Antipasti. Feinkost wie Schinken, Salami oder Olivenöl können die Gäste auch für zuhause kaufen.
Cocktail-Kurse und mehr
Auf der Getränkekarte werden neben Softdrinks, Kaffee und Weinen etliche Cocktails stehen. Geschäftsführer Sam ist für seine Kreationen bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Bei Cocktail-Kursen will er Gäste in die Kunst des Cocktail-Mixens einweihen. Dafür, aber auch für Wein-, Gin-, Whiskey- oder Rumtastings ist ein Nebenraum für bis zu 20 Besucher Platz geplant.
Neben Sam sind bereits weitere drei Vollzeitkräfte für den Service und die Küche eingestellt, sagt Sridevan Sriskandarajah. Er ist zuversichtlich, noch weitere zwei feste Angestellte für den Service sowie ein paar Aushilfen zu finden. Diese werde es brauchen, schließlich soll die Kostbar täglich außer sonntags ab 11 und je nach Gästeaufkommen bis maximal gegen 1 Uhr offnen sein.


