Energiewende: Photovoltaik-Anlage für das Dach der Kita Milanweg in Unterrombach

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Blick auf den städtischen Kindergarten im Milanweg in Unterrombach. Laut Stadtverwaltung ist das Dach geeignet für eine Photovoltaik-Anlage.
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Als eines der nächsten städtischen Gebäude soll der Kindergarten in Unterrombach eine PV-Anlage bekommen. So sieht das der Ortschaftsrat.

Aalen-Unterrombach/Hofherrnweiler. Die Kita im Milanweg in Unterrombach braucht eine neue Heizung. „Die alte Gasheizung muss aus Gründen der Betriebssicherheit abgebaut werden“, sagte Christian Sperle von der Stadtverwaltung in der Sitzung des Ortschaftsrates Unterrombach-Hofherrnweiler.

Die Verwaltung schlägt daher vor, eine Wärmepumpe einzubauen und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kita zu installieren. Der Gemeinderat hat das Ziel ausgegeben, dass Aalen bis 2035 klimaneutral werden soll. Um das zu erreichen, sollen verstärkt PV-Anlagen auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden installiert werden. Die statische Untersuchung des Daches der Kita Milanweg ergab, dass etwa dreiviertel der Dachfläche belegt werden können. Sperle sprach in von 340 Quadratmetern.

Kosten, Leistung und CO2-Einsparung

Laut Sitzungsvorlage soll die geplante Anlage eine Leistung von rund 75 Kilowatt in der Spitze haben. Damit produziere sie circa 74.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Davon werden laut Sitzungsvorlage rund 15.450 Kilowattstunden im Kindergarten verbraucht.

Die Kosten für die Wärmepumpe schätzt die Verwaltung auf rund 84.000 Euro. Den Baubeschluss dazu hat die Verwaltung schon getroffen. Zum Hintergrund: Bei Maßnahmen, die innerhalb des Kostenrahmens und unterhalb von 100.000 Euro liegen, müssen die Gremien nicht gefragt werden.

Auf rund 200.000 Euro schätzt die Stadtverwaltung die Kosten für die PV-Anlage insgesamt, einschließlich der Baunebenkosten (38.000 Euro) und den Kosten eines neuen Hausanschlusses (24.000 Euro). Die Verwaltung erwartetet, dass sich die Anlage in „über 20 Jahren“ amortisiert, also bezahlt macht. Die Stadt rechnet außerdem mit einer CO2-Reduktion von 34,7 Tonnen pro Jahr. „Auf 20 Jahre gesehen werden circa 695 Tonnen CO2 eingespart“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Viele Fragen aus dem Ortschaftsrat

Die Mitglieder des Ortschaftsrats stellten zahlreiche detaillierte Fragen. Prof. Dr.-Ing. Norbert Schinko (Grüne) ließ sich die Amortisationsrechnung noch einmal genau erläutern. Sabine Burr (IG Pro Weststadt) wollte wissen, wo genau die Wärmepumpe Platz finden soll. Sperle zeigte das anhand von Bildern.

Stefanie Feier-Krepp (AfD) frage, um welche Art Wärmepumpe es sich handelt. Laut Sperle geht es um eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Tobias Oehler (CDU) fragte, ob es sich lohnen würde, eine kleinere PV-Anlage auf dem Dach der Kita zu installieren. Dann brauche es vielleicht keinen neuen Hausanschluss, man könne sich die Kosten dafür sparen und die Anlage würde sich schneller rechnen. Sperle sagte sinngemäß. dass es den neuen Hausanschluss so oder so brauche. Oberbürgermeister Frederick Brütting sagte: „Wir müssen die Heizung ausbauen. Wir müssen eine Wärmepumpe einbauen.“ Die PV-Anlage sei daher sinnvoll. „Wenn wir schon aufs Dach gehen, dann machen wir das Dach auch voll“, fügte der OB an.

Entscheidung am Donnerstag im Ausschuss

Mit 14 Stimmen und zwei Gegenstimmen (AfD) empfahl der Ortschaftsrat Unterrombach-Hofherrnweiler am Ende, dem Vorschlag der Stadtverwaltung zu folgen und die PV-Anlage auf dem Dach der Kita Milanweg zu installieren.

Die Entscheidung trifft der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) in der Sitzung am Donnerstag, 19. September. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal im Aalener Rathaus. Die PV-Anlage für die Kita Milanweg ist Tagesordnungspunkt 12.

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