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Lost Places, mystische Seen, alte Ruinen – in Baden-Württemberg gibt es viele mystische und geheimnisvolle Orte zum Entdecken. Fünf von ihnen im Portrait.
Stuttgart - Verwitterte Gemäuer, verwunschene Plätze und Lost Places – seit jeher übt das Geheimnisvolle, das Mystische eine schwer zu fassende Faszination auf Menschen aus. Orte, die von längst vergangenen Zeiten zeugen, um die sich Legenden und Mythen ranken, ziehen ihre Besucher in einen Bann, der nachdenklich macht, nostalgisch und vielleicht sogar beeindruckt ob der eigenen Vergänglichkeit. BW24 nennt einige solcher Orte in Baden-Württemberg für den nächsten, etwas anderen Tagesausflug.
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1. Eselsburger Tal
Drohend ragen die „Steinernen Jungfrauen“ über einem kleinen Fischweiher im Eselsburger Tal empor. In geradezu unnatürlicher Art und Weise recken sie ihr felsiges Haupt dem Himmel entgegen. Der Legende nach soll es sich bei den steinernen Gestalten um zwei jungfräuliche Mägde gehandelt haben, die von einem bösen Burgfräulein für alle Zeiten in felsiges Gewand gehüllt wurden.
2. Schluchsee im Schwarzwald
Dichtstehende, undurchdringbar wirkende Nadelbäume, die sich im dunklen Wasser spiegeln, verleihen dem Schluchsee eine geheimnisvolle Atmosphäre. Tief im Herzen des Hochschwarzwaldes gelegen, zieht diese Perle Baden-Württembergs ihre Besucher in ihren ganz eigenen Bann. Vor rund 90 Jahren wurde der See, der ursprünglich von einem Gletscher gespeist wurde, aufgestaut und so zur höchstgelegenen Talsperre Deutschlands.
3. Pfahlbauten am Bodensee
Für den ein oder anderen mag es wie ein Bali-Strandressort mit Steinzeit-Flair wirken, andere fühlen sich, als sei die Uhr der Menschheitsgeschichte um Tausende Jahre zurückgedreht; so oder so entführen die Pfahlbauten am Bodensee ihre Besucher in eine völlig andere Welt. 1922 eröffnet, rekonstruiert dieses Freilichtmuseum Gebäude nach, die aus der Zeit zwischen dem fünften und ersten Jahrtausend vor Christus stammen. Mit jährlich rund 300.000 Besuchern zählt es heute zu den beliebtesten Freilichtmuseen Europas.
4. Ehemalige Heilstätte Charlottenhöhe
Im Landkreis Calw gelegen, unweit des Kurortes Schömberg, fristet dieses über 100 Jahre alte Gemäuer ein zunehmend trostloses Dasein. 1907 wurde die Heilstätte Charlottenhöhe als Lungenklinik für Tuberkulosekranke errichtet, in den 70er Jahren aber aufgrund mangelnden Bedarfs geschlossen. Wechselnde Besitzer und eine ungewisse Zukunft haben ihre Spuren hinterlassen, genauso wie abenteuerlustige Entdecker und Fans von „Lost Places“.
5. Kloster Allerheiligen
Das steinerne Gerippe der Ruine erzählt von der fast tausendjährigen Geschichte des Klosters Allerheiligen auf der Gemarkung Oppenau im Schwarzwald. Wildromantisch ragen die frühgotischen Gemäuer zwischen bewaldeten Hängen auf und lassen doch ihren Glanz lange vergangener Tage erahnen. Um 1195 wurde der spätere Wallfahrtsort als Prämeonstratenserkloster gegründet, bis er Anfang des 19. Jahrhunderts aufgegeben und sich selbst überlassen wurde. Heute locken die Ruinen Touristen und „Lost Places“-Enthusiasten in die Region nahe Freiburg.
Rubriklistenbild: © Imago/ robertharding




