VonDagmar Oltersdorfschließen
Im Kocher- und Leintal wurden Erinnerungen wach an das Hochwasser im Mai 2016. Wo die Feuerwehren im Einsatz waren und wo die Lage brenzlig war.
Abtsgmünd. Regen. Pausenlos. Fest im Griff hat das Wetter die Einsatzkräfte im Kocher- und Leintal am Wochenende. Und noch am Sonntagnachmittag gibt es erst einmal keine Entwarnung im Einzugsgebiet Kocher-Lein. Das Landratsamt meldet am Mittag für Wöllstein, dass der Kocherpegel vermutlich noch ansteigen werde. Im Bereich Abtsgmünd und Untergröningen müsse mit einem 10- bis 20-jährigen Hochwassser gerechnet werden.
Dass im Bereich der Lein die Rückhaltebecken bis zu 80 Prozent gefüllt sind, berichtet auch Bernd Stäb, Bauhofleiter des Wasserverbandes Kocher-Lein noch am Sonntagmittag. „Wenn weitere Niederschläge kommen, dann werden wir ein Problem gekommen“, so Stäb. An allen Rückhaltebecken im Bereich von Kocher und Lein ab Abtsgmünd sei die Lage angespannt. „Wenn jetzt noch ein Starkregenereignis kommt, ist das nicht optimal.“
Alle Wehren seien informiert, auch die Bauunternehmer würden in den Startlöchern stehen. Am Sonntagabend dann kann Stäb Entwarnung geben, als er noch einmal in Täferrot das Rückhaltebecken kontrolliert. Es sei noch einmal ein Gewitter durchgezogen. Aber das habe die Lage nicht dramatischer gemacht. „So, wie es jetzt aussieht, werden wir im Leintal keine größeren Schäden mehr haben.“
Dauereinsatz für die Feuerwehren im Kochertal wegen Hochwasser
Im Dauereinsatz war seit dem frühen Samstagmittag auch die Wehr in Untergröningen. „Wir waren sechsmal draußen“, sagt Abteilungskommandant Oliver Schön am Sonntagabend. In der überschwemmten Haller Straße habe man etwa die verstopften Abläufe saubergemacht. Die Mühle in Untergröningen habe man am Samstagnachmittag gegen das Wasser mit Spundwänden abgesichert, dort und in zwei weiteren Privathaushalten das Wasser abgepumpt.
Stand Sonntagabend sei der Pegel in Wöllstein wieder bei 3,50 Meter. Deshalb kontrolliere man weiter und lasse auch die Pumpen weiter im Einsatz. „So krass war es die letzten zehn Jahre nicht, außer vielleicht 2016“, so Schön.
Entwarnung in Sachen Hochwasser in Hüttlingen
Vorsichtige Entwarnung dagegen am Sonntagnachmittag in Hüttlingen. Am Samstagvormittag hatte die Gemeinde angesichts der anhaltenden Regenfälle vor Hochwasser entlang des Schlierbachs, des Ortsbachs und des Kochers gewarnt.
Nach dem ständigen Kontakt mit der Feuerwehr Hüttlingen sei die Lage am Sonntag aber entspannt, so Bürgermeistern Monika Rettenmeier. Der Pegel sei zurückgegangen. Ein Mal habe man in Niederalfingen Sandsäcke gelegt und sei damit gut an einer kritischen Lage „vorbeigeschrammt“. So dramatisch wie beim Hochwasser 2016 sei die Lage aber glücklicherweise nicht gewesen, so Monika Rettenmeier.




