Hundesteuer in Aalen - Kosten, Vergleiche und die Frage nach der Gefährlichkeit

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Die Hundehaltung ist eine kostspielige Angelegenheit. Der erste Hund kostet in Aalen 108 Euro. Jeder Weitere kostet 216 Euro.
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Die wichtigsten Fragen rund um die Hundesteuer in Aalen. Wie teuer sind Hunde in der Haltung und wo landet das eingenommene Geld durch die Hundesteuer.

Aalen. Hunde haben sich nicht nur in die Herzen der Deutschen geschlichen, sondern auch fest in den Alltag integriert. Ob als flauschiges Familienmitglied, sportlicher Joggingpartner oder aufmerksamer Wächter vor der Haustür – die treuen Begleiter prägen das tägliche Leben auch in Aalen, wo etwa 2900 Hunde (Stand Dezember 2023) angemeldet sind – Tendenz steigend. Die Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Hundesteuer, wie zum Beispiel was mit den Steuereinnahmen passiert.

Wie viel kostet ein Hund?

Mit der Freude und Verantwortung, die ein Hund mit sich bringt, geht auch eine finanzielle Verpflichtung einher: die Hundesteuer. Jede Kommune entscheidet selbst über die Höhe der Steuerabgaben für Hunde. In Aalen kostet der erste Hund 108 Euro im Jahr. Der zweite und jeder weitere Hund kostet gar das Doppelte: 216 Euro. Jeder als gefährlich eingestufte Hund kostet 702 Euro. Auch bei den gefährlichen Hunden gilt, der Zweite und jeder Weitere kosten das Doppelte, in diesem Fall 1404 Euro.

Wie sieht der Vergleich zu den Nachbarstädten aus?

Im Vergleich zu den Nachbarstädten ist der Hund in Aalen noch etwas günstiger. In Heidenheim zahlt jeder Hundebesitzer 120 Euro für den ersten und 240 für den zweiten und jeden weiteren Hund. In Schwäbisch Gmünd sind es sogar 126 Euro für den ersten und 252 Euro für den zweiten und jeden weiteren Hund. In Ellwangen hingegen kostet der erste Hund lediglich 90 Euro und der Zweite 180 Euro.

Wie hoch sind die Einnahmen durch die Hundesteuer?

Die Gesamteinnahmen der Hundesteuer durch die rund 2900 Hunde im Stadtgebiet Aalen betragen 340.000 Euro. 

Kommen die Einnahmen der Hundesteuern den Hunden zugute?

Die Einnahmen der Kommune durch die Hundesteuer kommen nicht zwangsläufig direkt den Hunden und ihren Halterinnen und Haltern zugute. Steuern fließen in den Gesamthaushalt der Stadt ein. Das ist bei Gebühren und Beiträgen anders, denn die sind mit einer konkreten Gegenleistung verbunden.

Muss die Stadt für ausreichend Hundebeutel-Stationen sorgen?

133 Hundebeutel-Stationen gibt es aktuell im Stadtgebiet Aalen – und jedes Jahr kommen weiter hinzu. Allerdings ist es grundsätzlich nicht die Aufgabe der Stadt, Möglichkeiten für die richtige Entsorgung des Hundekots zur Verfügung zu stellen. Die Hundeklos sind ein freiwilliges Angebot der Stadt Aalen, das in der Anschaffung 700 Euro pro Station und in der Wartung etwa 1300 Euro jährlich pro Station kostet. Es ist jedoch die Pflicht der Hundehalter, den Kot zu entsorgen, notfalls auch im eigenen Hausmüll.

Wie häufig werden die Hundeklos geleert?

Die Hundeklos werden wöchentliche geleert. Im Sommer an Brennpunkten zwei-, dreimal sowie bei Beschwerden aufgrund einer Überfüllung. Die Überfüllungen sind in den meisten Fällen verursacht durch falsche Befüllung.

Wann spricht man von einem gefährlichen Hund?

Der jährliche Beitrag für gefährliche Hunde ist wesentlich höher, da lohnt sich die Frage, ab wann wird ein Hund als gefährlich eingestuft. Hunde, durch die erhöhte Gefahr einer Verletzung von Menschen besteht oder von denen die eine Gefahr, der für die öffentliche Sicherheit ausgeht, sind laut Satzung der Stadt Aalen als gefährliche Hunde einzuschätzen.

Die Stadt Aalen bietet eine vollständige Liste der zwölf Rassen, die laut Satzung in diese Kategorie fallen. Jedoch können auch Hunde einer gefährlich eingestuften Rasse durch eine Verhaltensprüfung als normal eingestuft werden. Bei der Ortspolizeibehörde oder bei einem Tierarzt mit der Zusatzqualifikation „Tierpsychologie“ kann dieser Nachweis erbracht werden.

Auf der anderen Seite kann die Ortspolizei jedoch auch Hunde, die keiner der als gefährlich eingestuften Rassen angehören, als gefährlich einstufen, wenn sich diese als angriffslustig, bissig oder als aggressiv erweisen. Auch Hunde, die zum Hetzen oder Reißen von Wild oder anderen Tieren neigen, werden als gefährlich eingestuft und sind dementsprechend teurer in der Haltung.

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