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Jetzt soll gespart werden, wo es weh tut. Warum nicht schon längst?

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Wie geht es weiter mit der Zukunft der Kliniken?
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Das 60-Millionen-Finanzloch ist dramatisch. Jürgen Steck hält den Abbau von Doppel und Dreifachstrukturen für überfällig.

Es gibt in dieser unangenehmen Debatte den Blick von unten und den von oben. Von unten: Das ist der Blick aus den Orten, in denen bislang Kliniken sind und wo man sich sorgt, dass die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger dort schlechter wird in der Zukunft. Das ist auch der Blick von Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich sorgen und die vor großen persönlichen Veränderungen stehen.

Lesen Sie hier einen Contra-Kommentar zu den Zukunftsplänen für die Kliniken Ostalb

Dann der Blick von Politikerinnen und Politikern, die genau von diesen Menschen gewählt wurden – und sich „ihren“ Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet fühlen. Und es gibt den Blick von oben, den Ostalb-Blick, der vor allem beherrscht wird von diesem dramatischen Defizit von rund 60 Millionen Euro allein in diesem Jahr. Geld, das nicht da ist. Geld, das an anderer Stelle fehlt. Auch in den Orten, in denen es Kliniken gibt. Geld, das zusammen von allen 42 Ostalb-Kommunen aufgebracht werden muss.

Eine Umlage, die dramatisch erhöht werden muss, wenn die Defizite an den Kliniken nicht deutlich gesenkt werden können. Auch in den Orten, in denen es Kliniken gibt. Ein guter Vorschlag, schnell viel Geld zu sparen, ist, Doppel- und Dreifachstrukturen abzubauen – und, ja, das betrifft vor allem Ellwangen als kleinstes Haus. Der Blick von oben ist nicht immer der richtige. In diesem Fall schon. Und man muss die in den vergangenen Jahren Verantwortlichen fragen, warum dieser Abbau nicht schon längst geschehen ist.

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