Kommunalwahlen

Josef A. Fuchs (CDU) will Ortsvorsteher in Wasseralfingen werden

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CDU-Kommunalpolitiker Josef Anton Fuchs im Gespräch mit Redakteurin Ulrike Wilpert.
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Der 61-jährige erste stellvertretende Wasseralfinger Ortsvorsteher ist der erste offizielle Gegenkandidat von Andrea Hatam (SPD). Was ihn antreibt.

Aalen-Wasseralfingen. Erstmals seit 15 Jahren schickt die Wasseralfinger CDU wieder einen Kandidaten für die Wahl des Ortsvorstehers ins Rennen: Josef A. Fuchs (61) hat am Freitag gemeinsam mit dem Wasseralfinger CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Armin Abele seine Kandidatur um den Posten des Wasseralfinger Ortsvorstehers bekannt gegeben.

Die gemeinsame Intention: „Wir wollen den größten Aalener Stadtbezirk, der in den vergangenen Jahren etwas unterrepräsentiert war, wieder etwas sichtbarer machen“, so Abele.

Ambitionen der CDU sind groß

Unabhängig davon, ob die amtierende Ortsvorsteherin Andrea Hatam (SPD) erneut kandidiert, habe man sich im CDU-Ortsverband schon länger mit dem Gedanken getragen, wieder einen eigenen Kandidaten zu stellen.

Die Ambitionen der CDU, als stärkste Fraktion im Wasseralfinger Ortschaftsrat einen Gegenkandidaten für Andrea Hatam aufzustellen, sind seit jeher groß. Bereits 2019 hatte Josef A. Fuchs öffentlich über eine Kandidatur nachgedacht. Zu jener Zeit allerdings war er als selbstständiger Unternehmer noch beruflich stark eingebunden und wusste: „Ortsvorsteher des größten Aalener Stadtbezirks und gleichzeitig eine Firma weiterführen – das kann nicht funktionieren.“

Wasseralfingen vom „Katzenbuckel“ aus gesehen. Der Aalener Teilort unterm Braunenberg ist mit seinen knapp 12.000 Einwohnern der größte Aalener Stadtbezirk.

Neue Voraussetzungen für den CDU-Bewerber

Nun aber haben sich die Voraussetzungen geändert. Fuchs hat seinen Stuckateurbetrieb aufgegeben. Folglich hätte er mehr Zeit für die Kommunalpolitik, für die sein Herz schlägt. Seit 2004 sitzt er für die CDU im Wasseralfinger Ortschaftsrat, seit 2016 ist er erster Stellvertreter der Ortsvorsteherin, seit 2009 auch Mitglied des Aalener Gemeinderats und sitzt als solches zusätzlich im Aufsichtsrat der Stadtwerke Aalen. Zudem ist der 61-Jährige Vorstandsmitglied im CDU-Stadtverband Aalen und erster stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Wasseralfingen.

Fuchs: Aufgaben des Ortsvorstehers im Team bewältigen

„Sollte ich als Ortsvorsteher gewählt werden, würde ich meine Stellvertreter deutlich aktiver, als es bislang üblich ist, in die laufenden Tätigkeiten dieses Ehrenamts einbinden und sie nicht nur – wie derzeit üblich – als Vertretung zu Geburtstagen oder Abendveranstaltungen schicken.“ Eigener Aussage zufolge liegt Fuchs eine bessere Aufgabenverteilung der Ortsvorstehertätigkeit im mit 12.000 Einwohner größten Aalener Stadtteil am Herzen. „Was klar ist: Wenn ich entsprechende Aufgaben an meine Stellvertreter delegieren möchte, müssten diese auch entsprechend angemessen dafür entschädigt werden.“

Auch die Wasseralfinger Teilorte sichtbar machen

Kommunalpolitische Transparenz und eine verlässliche Kommunikation ist dem CDU-Kandidaten wichtig. Die Bürgerinnen und Bürger in Wasseralfingens Teilorten Onatsfeld, Treppach, Affalterried, Röthardt, Weidenfeld und Brausenried wolle er wieder mehr mitnehmen. Dass sich einzelne Teilorte abgehängt fühlen, so Fuchs, habe jüngst das Beispiel Treppach gezeigt. „Die dortigen Bürgerinnen und Bürger sahen ihre Interessen im Hinblick auf die potenzielle Ansiedlung einer Schweinemast von der Wasseralfinger Ortsvorsteherin nicht ausreichend vertreten.“

Fuchs: Man muss manchmal auch provozieren können

Fuchs: „Sicher, man muss in Zusammenarbeit mit der Aalener Stadtverwaltung diplomatisch sein. Aber wo's drauf ankommt, muss man auch einmal provozieren können.“ Dass er das kann, hat der seitherige stellvertretende Ortsvorsteher beispielsweise beim Thema Kleingartenanlage am Erzweg gezeigt, als er sich damals im Interesse der Anwohner mit Vehemenz bei der Aalener Stadtverwaltung für die Entrümpelung der elektrischen Gerätschaften und den Rückbau der asbesthaltigen Dachplatten einsetzte. Fuchs: „Sonst wäre das da oben heute keine urbane Wildnis, sondern eine Mülldeponie“, stellt Josef A. Fuchs fest.

„Ich habe meine Duftmarken bereits gesetzt und stehe dazu“, schließt der CDU-Kandidat, der mit einem „gesunden Selbstbewusstsein“ für Wasseralfingen an- und auftreten will.

Bei den Kommunalwahlen 2019 lag Andrea Hatam (SPD) mit 4721 Stimmen deutlich vor Josef Anton Fuchs (CDU) mit 2839 Stimmen. Obwohl die CDU damals einen Sitz verloren hatte, ist sie mit sechs Sitzen bislang immer noch stärkste Fraktion im Wasseralfinger Ortschaftsrat.

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