Klinik: Mögglingen will Standort werden

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Luftbild von Mögglingen: Die Gemeinde will sich laut Bürgermeister Adrian Schlenker als möglicher Standort für ein neues Zentralklinikum im Ostalbkreis bewerben. Um welche Flächen es sich konkret handelt, möchte er aktuell noch nicht öffentlich sagen. Archivfoto: Jan-Philipp Strobel
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Pünktlich zum Ende der Bewerbungsfrist für einen möglichen Standort am 10. November steigt Mögglingen ins Verfahren ein. Laut Bürgermeister Schlenker will sich die Gemeinde beteiligen.

Mögglingen. Wo könnte ein neues Zentralklinikum im Ostalbkreis entstehen? Bis Freitag, 10. November, können sich Gemeinden beim Landkreis als potenzieller Standort bewerben.

Wie Mögglingens Bürgermeister Adrian Schlenker auf Nachfrage der Redaktion bestätigt, will sich auch Mögglingen an dem Verfahren beteiligen. Letztlich entscheidet der Kreistag über den Klinik-Standort. Nach derzeitigem Stand ist wohl Anfang 2024 mit einer Entscheidung zu rechnen.

Rückblick: Die Gemeinde Essingen hat in einer außerordentlichen Sitzung Ende Oktober öffentlich ihr Interesse bekundet. Sollte sich der Kreistag für den Neubau eines geplanten Zentralklinikums auf der „grünen Wiese“ entscheiden, könnte dieser im Stockert entstehen. Der Gemeinderat entschied sich für das rund 21,5 Hektar große Areal im Stockert, wobei für einen möglichen Klinik-Neubau etwa 11,5 Hektar – also etwa 16 Fußballfelder – vorgesehen wären. Das gesamte Gebiet, so die Verwaltung, verfüge unter anderem über eine verkehrsgünstige Lage, liege innerhalb des Radwegenetzes und des ehemaligen Bahnhalts und biete einem möglichen Klinikum entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten. Zudem liege es in dem vom Landratsamt vorgegebenen Fünf-Kilometer-Umkreis, dessen Mittelpunkt in Essingen liegt.

Nicht öffentlich beraten

Ähnlich zentral im Ostalbkreis liegt auch Mögglingen. Gibt es auch hier Interesse seitens Verwaltung und Gemeinderat? Wenn ja, wie weit sind diese Pläne gediehen? Die Redaktion hat bei der Gemeindeverwaltung nachgefragt. „Ja, die Gemeinde Mögglingen will sich an dem Verfahren beteiligen, auch wenn die vom Landkreis aufgerufenen Fristen extrem knapp kalkuliert sind“, sagt Bürgermeister Adrian Schlenker. Der Gemeinderat habe dies auch nicht öffentlich schon beraten. Genau wie in Essingen, habe auch der Mögglinger Gemeinderat zunächst nicht öffentlich beraten, ob man sich hier beteiligen soll. An diesem Freitag soll es dazu auch noch ein Gespräch mit Landrat Dr. Joachim Bläse geben.

Schlenker geht davon aus, dass sich der Mögglinger Gemeinderat dann „im Anschluss an dieses Gespräch schnellstmöglich“ öffentlich mit dem Thema auseinandersetzen werde. „Zur Fristwahrung werden wir aber schon im Vorfeld einmal auch unseren Hut in den Ring werfen“, so Schlenker weiter.

Fläche noch nicht öffentlich

Um welche Flächen es sich handelt, möchte der Bürgermeister aktuell noch nicht öffentlich sagen. Es gebe aber auch in Mögglingen, ähnlich wie in Essingen, nicht das eine große, zusammenhängende Grundstück. „Das ist alles Streubesitz, also zahlreiche Flur- und Grundstücke, die hier in Frage kommen, um dann eine Fläche zu erhalten“, erläutert Schlenker.

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