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Baden-Württemberg bietet eine Vielzahl an Wanderwegen, die zur Erholung einladen. Von historischen Bauwerken bis hin zu beeindruckenden Naturlandschaften – entdecken Sie sieben der schönsten Strecken.
Stuttgart - Lärmende Baustellen, täglich dichter Verkehr und ein Betongebäude nach dem nächsten: Das Leben in einer Großstadt kann manchmal ziemlich trist und nervig sein. Doch zum Glück gibt es in Baden-Württemberg die Möglichkeit, dem Ganzen zu entfliehen. Die Natur bietet hier grüne Wälder mit einigen Jahrhundert alten Bäumen, schimmernden Seen und vielen beeindruckenden Schlössern und Burgen.
Bei einer schönen Wanderung durch das Ländle kann der Stress im Alltag vergessen werden. Viele Orte warten nur darauf, entdeckt zu werden. BW24 stellt deshalb sieben der schönsten Wanderwege in Baden-Württemberg vor.
Baden-Württemberg: Die 10 beliebtesten Ausflugsziele




1. Der Philosophenweg in Heidelberg
Seinen Namen verdankt der Philosophenweg in Heidelberg nicht nur den Denkmälern von großen Denkern und Dichtern, die dort zu finden sind. Laut Erzählungen sollen Philosophie-Studenten der baden-württembergischen Stadt den Weg wohl früher als geeigneten Ort für romantische Spaziergänge und Treffen entdeckt haben. Inzwischen gehört er für viele Wanderer zu den schönsten Strecken in Baden-Württemberg.
Rund 11,5 Kilometer dauert die Route, von der man auch einen beeindruckenden Blick auf die Altstadt von Heidelberg werfen kann. Die Strecke hat leicht begehbare Wege und erfordert kein besonderes Können. Der Startpunkt der Tour ist sogar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
2. Der Traufgang Hossinger Leiter in Albstadt
Die Schwäbische Alb bietet viele empfehlenswerte Wanderwege, auch Traufgänge genannt. Einer der schönsten ist unter anderem der Traufgang Hossinger Leiter in Albstadt. Neben wundervollen Ausblicken gibt es dort historische Bauwerke wie die keltische Wallanlage oder sogar eine verwunschene Höhle zu entdecken. Das Highlight ist bei der Tour natürlich der Aufstieg über die Hossinger Leiter, die noch vor 100 Jahren der einzige Zugang vom Albdörfchen Hossingen zur Talgemeinde Lautlingen war – der kürzeste Weg zur Eisenbahn und zum Arbeitsplatz.
Für eine Distanz von 8,65 Kilometer wird eine Dauer von dreieinhalb Stunden kalkuliert. Die Wege sind überwiegend gut begehbar, man sollte jedoch trittsicher sein. Für die Wanderung wird auch gute Kondition benötigt, denn es ist ein Aufstieg von 458 Metern zu bewältigen.
3. Die Wutachschlucht in Löffingen
Viele Touristen wandern Jahr für Jahr durch die Wutachschlucht in Löffingen. Der Fluss Wutach und seine Nebenflüsse im Hochschwarzwald machen die verschiedenen Wanderrouten zu einem idyllischen Erlebnis. Vorbei an der 60 bis 170 Meter tiefen Schlucht und einem Wasserfall bietet sich ein tolles Abenteuer für Wanderer. Allgemein finden sich in Baden-Württemberg viele beeindruckende Wasserfälle. Gerade im Herbst, wenn sich die Blätter an den Büschen und Bäumen verfärben, wirkt der Weg in der Wutachschlucht besonders faszinierend.
Eine klassische Strecke in dem Gebiet ist eine Wanderung von der Wutachmühle zur Schattenmühle. Dieser Weg ist 12,49 Kilometer lang und dauert etwa fünf Stunden. Es gibt jedoch auch die Alternative, vorzeitig bei Boll auszusteigen und die Tour somit um etwa drei Kilometer zu verkürzen.
4. Wanderung durch die Weinberge am Kappelberg in Stuttgart
Wunderschöne Wanderwege lassen sich auch in den baden-württembergischen Weinbergen finden. In der Landeshauptstadt Stuttgart bietet sich etwa eine Tour durch die Weinberge am Kappelberg mit einem Abstecher zur Grabkapelle auf dem Württemberg an. Dort angekommen, bietet sich den Wanderern ein toller Ausblick über Fellbach, Untertürkheim und Stuttgart.
Für die 11,3 Kilometer lange Route braucht man etwa drei Stunden. Die Wege auf der Strecke sind leicht begehbar und überwiegend asphaltiert. Die Wanderplattform komoot schlägt einen Start von der Schlotterbeckstraße in Untertürkheim vor. Dorthin gelangt man auch problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
5. Der Löwenpfad „Weitblick-Tour“ zwischen Gingen und Geislingen
Wer auf der Suche nach einer Wanderung mit einem ausgezeichneten Ausblick ist, der sollte sich auf den Weg zum Löwenpfad „Weitblick-Tour“ zwischen Gingen und Geislingen auf der Schwäbischen Alb machen. Auf der Tour erhascht man die Sicht auf den Albtrauf und die Naturlandschaften der Alb. Vom Deutschen Wanderverband wurde die Route sogar in der Kategorie „Traumtour“ eingeordnet – also eine ideale Strecke, um die Seele baumeln zu lassen.
Der Wanderweg hat eine Länge von 12,1 Kilometern und dauert für gewöhnlich dreieinhalb Stunden. Rutschfestes Schuhwerk und gute Kondition wird für die „Weitblick-Tour“ empfohlen.
6. Rundwanderweg im Eselsburger Tal auf der Schwäbischen Alb
Ebenfalls zu den schönsten Wandergebieten und ein besonders mystischer Ort in Baden-Württemberg ist das Eselsburger Tal auf der Schwäbischen Alb. Verschiedene Routen lassen mit Sicherheit das Wanderherz höher schlagen. Ein einfacher Weg, der sich auch gut mit Kindern laufen lässt, ist der „Wandervorschlag 1“ der Heidenheimer Brenzregion mit verschiedenen Aussichtspunkten. Darüber hinaus gelangt man beim Wandern durch den Erlebnisort „Biberbau“, wo man Wissenswertes zum Biber und seinen Baukünsten erfährt.
Der Wanderweg im Eselsburger Tal ist ungefähr fünf Kilometer lang. Auf der Route bieten sich mehrere Einkehrmöglichkeiten und auf dem Wanderparkplatz Sallenbüchle kann kostenlos geparkt werden. Wanderer benötigen keine weitere Ausrüstung, nur festes Schuhwerk.
7. Der Panoramaweg in Baden-Baden
„Der Weg ist das Ziel“, lautet eine Redewendung beim Wandern. Wer sich eine etwas größere Tour mit mehreren Etappen wünscht, der wird in Baden-Baden fündig. In der Stadt in Baden-Württemberg gibt es einen Panoramaweg mit vier abwechslungsreichen Abschnitten. Die einzelnen Etappen können jedoch in willkürlicher Rheinfolge oder zeitlich völlig unabhängig voneinander in Angriff genommen werden. Insgesamt ist der Rundweg 45,5 Kilometer lang.
Etappe 1 des Panoramawegs Baden-Baden geht vom Kurhaus zur Merkurbergbahn und ist neun Kilometer lang. Der zweite Abschnitt der Strecke ist von der Merkurbergbahn bis Forellenhof (9 Kilometer). Bei Etappe 3 wird vom Forellenhof zur Geroldsauer Mühle gewandert. Der Weg hat eine Länge von 15 Kilometern. Der letzte Streckenabschnitt geht schließlich von der Geroldsauer Mühle wieder zum Kurhaus Baden-Baden (12,5 Kilometer).
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